13. Januar 2021
10 Anzeichen und Symptome eines Vitamin-D-Mangels

10 Anzeichen für einen Vitamin-D-Mangel

Vitamin D ist ein hormonartiges Vitamin, welches durch UV-B-Strahlung in unserer Haut gebildet wird. Besonders im Winter kommt es bei uns jedoch häufig zu einem Vitamin-D-Mangel. Wir zeigen Ihnen 10 Anzeichen, an denen Sie einen Vitamin-D-Mangel erkennen.

Was genau ist Vitamin D eigentlich?

Vitamin D – das Sonnenvitamin – ist ein echter Allrounder unter den fettlöslichen Vitaminen. Es sorgt für ein Gleichgewicht des Calcium- und Phosphathaushalts und fördert damit die Mineralisierung und Stärkung unserer Knochen. Doch auch zur normalen Funktion von Muskulatur und Immunsystem trägt Vitamin D entscheidend bei. Dies wird ersichtlich, sobald wir zu wenig Vitamin D bekommen. Verschiedene Faktoren wie der Hauttyp, das Alter, die Aufenthaltsdauer im Freien oder Vorerkrankungen beeinflussen die Vitamin-D-Produktion in Ihrer Haut. Denn 80 bis 90 Prozent unseres Vitamin-D-Bedarfs decken wir über die UVB-Strahlung der Sonne ab.

Durch die geringe Sonneneinstrahlung im Winter kommt es bei vielen Menschen zu einem leichten Mangel. Einen Vitamin-D-Mangel können Sie bei Ihrem nächsten Arzttermin mittels Bluttest feststellen lassen. Da ausreichend Vitamin-D wichtig für Ihre Gesundheit ist, macht es Sinn entsprechende Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen, wenn bei Ihnen ein Mangel festgestellt wurde. Wir haben 10 mögliche Mangelerscheinungen für Sie zusammengestellt.

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10 häufige Anzeichen für einen Vitamin-D-Mangel

1. Immunschwäche

Vitamin D spielt eine zentrale Rolle im Immunsystem, da es die Produktion von körpereigenen Abwehrstoffen anregt, die eine antivirale und antibakterielle Wirkung besitzen. Ebenso wirkt Vitamin D antientzündlich, beugt Autoimmunkrankheiten vor und sorgt dafür, dass Krankheitserreger besser bekämpft werden können. Bei einem Vitamin-D-Mangel sind diese Funktionen eingeschränkt, sodass Ihr Immunsystem deutlich geschwächt ist und Sie anfälliger für Infekte und andere Erkrankungen sind.

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2. Schwache oder schmerzende Muskeln

Ein Vitamin-D-Mangel kann sich durch Schmerzen in den Muskeln und eine verminderte Leistungsfähigkeit in Sport und Alltag bemerkbar machen. Kritisch ist dies insbesondere bei älteren Menschen, da es hierdurch vermehrt zu Stürzen und Brüchen kommen kann. Aber auch bei Jüngeren können regelmäßige Leistungseinbußen auf einen Vitamin-D-Mangel hindeuten. Wenn Sie beim Sport merken, dass Sie bei Weitem nicht mehr an Ihre vorherigen Leistungen herankommen, sollten Sie das Gespräch mit dem Hausarzt suchen.

3. Poröse oder weiche Knochen

Im Kindesalter kann ein schwerer Vitamin-D-Mangel zu einer sogenannten Rachitis führen, bei der es zu starken Fehlwüchsen und Missbildungen der Knochen kommt. Dies war früher häufig in Gesellschaften der Fall, in denen die Kinder untertage arbeiten mussten. Diese Zeiten haben wir glücklicherweise hinter uns. Knochenbeschwerden aufgrund von Vitamin-D-Mangel treten heutzutage jedoch vermehrt bei älteren Personen auf. Vitamin D sorgt im Körper dafür, dass Calcium in die Knochen eingebaut wird. Bei einem Mangel können diese daher porös und brüchig werden, wie es häufig bei Frauen nach den Wechseljahren passiert (Osteoporose).

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4. Winterblues und depressive Verstimmung

Für die Stimmung ist Vitamin D besonders wichtig. Zahlreiche Forschungen belegen mittlerweile, dass Vitamin D nicht nur bei schlechter Laune, sondern sogar bei depressiven Verstimmungen helfen kann. Schlägt also der Winterblues in den dunklen Monaten ein, ist häufig ein Vitamin-D-Mangel an der depressiven Verstimmung schuld. Eine diagnostizierte Depression hingegen kann viele Ursachen haben und erfordert eine engmaschige ärztliche und psychotherapeutische Betreuung.

5. Müdigkeit und Konzentrationsprobleme

Müdigkeit ist ein typisches Symptom, welches häufig bei Vitamin- oder Nährstoffmängeln auftritt. Ein Vitamin-D-Mangel ist da keine Ausnahme. Zudem sorgen die Dunkelheit und das damit ausgeschüttete Melatonin dafür, dass wir müder sind und uns schlechter konzentrieren können.

6. Schlafstörungen

Iranische Wissenschaftler untersuchten 2017 den Einfluss von Vitamin D auf die Schlafqualität und stellten fest, dass eine regelmäßige Einnahme von Vitamin D dafür sorgen kann, besser ein- und durchzuschlafen. Ebenfalls verlängerte sich die Schlafdauer der Probanden, die sich am Tag fitter und leistungsfähiger fühlten.

7. Schlechte Blutzuckerwerte

Unter einer unzureichenden Versorgung unseres Körpers mit Vitamin D kann auch der Blutzuckerspiegel leiden. Dieser ist bei Vitamin-D-Mangel im nüchternen Zustand (Nüchtern-Blutglukose) erhöht. Hohe Blutzuckerwerte können Entzündungen begünstigen und längerfristig zu einer Insulinresistenz und einem Typ-2-Diabetes führen. Auch für Diabetiker kann ein Vitamin-D-Mangel gefährlich werden, da hierbei auch der längerfristige Blutzuckerwert (HbA1c) erhöht sein kann.

8. Multiple Sklerose

Zwar ist noch nicht abschließend geklärt, ob ein Vitamin-D-Mangel als Ursache oder als Folge von MS-Erkrankungen auftritt. Dennoch hat das dänische Forscherteam um Nete Munk Nielsen 2017 eindrucksvoll gezeigt, dass ein unzureichender Vitamin-D-Status von Neugeborenen mit einem erhöhten Risiko, später an MS zu erkranken, verbunden ist. Hierzu verglichen sie die Blutwerte von 521 Neugeborenen, welche im Erwachsenenalter eine multiple Sklerose entwickelt hatten und 972 Vergleichsprobanden, die gesund blieben. Die Ergebnisse unterstreichen, wie wichtig eine optimale Vitamin-D-Versorgung in der Schwangerschaft für das zukünftige Kind ist.

9. Erkältungen

Trockene Heizluft und kursierende Erkältungsviren machen uns im Winter anfällig für Infekte der oberen Atemwege. Doch laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) sorgt ebenso ein Vitamin-D-Mangel dafür, dass wir uns leichter erkälten. Auch die Schwere des Mangels ist entscheidend: Je größer der Mangel, umso anfälliger sind wir für Erkältungen. Im Umkehrschluss schreibt die DGE der Supplementierung mit Vitamin-D-Tabletten eine präventive Wirkung gegenüber Infekten der oberen Atemwege zu. Allerdings hilft Vitamin D nicht akut gegen eine bereits ausgebrochene Erkältung.

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10. Heißhunger

Ein Vitamin-D-Mangel kann tatsächlich Heißhunger auslösen, da unser Körper merkt, dass ihm ein lebenswichtiges Vitamin bzw. Hormon fehlt. Über den Heißhunger signalisiert er Ihnen den Mangel.

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Weitere häufige Symptome eines Vitamin-D-Mangels

  • Haarausfall
  • Nervosität
  • Sehschwäche
  • Nervenschmerzen
  • Schwindel
  • Kopfschmerzen
  • Kreislaufschwäche
  • Gliederschmerzen

Vitamin-D-Mangel vorbeugen

Wenn Sie einige Dinge beachten, können Sie einem Vitamin-D-Mangel unter Umständen vorbeugen. Achten Sie auf eine ausgewogene, gesunde Ernährung und bauen Sie fetten Fisch, Eigelb, Leber und rotes Fleisch in Ihren Speiseplan ein. Auch durch Milchprodukte und bestimmte Speisepilze können Sie Vitamin D aufnehmen. Da der Großteil über die Sonnenstrahlung aufgenommen wird, sollten Sie Ihren Vitamin-D-Speicher zwischen März und Oktober aufladen, indem Sie besonders viel rausgehen. Im Winter ist das nicht ganz so leicht, aber auch zu dieser Zeit sollten Sie sich mindestens eine halbe Stunde täglich im Hellen draußen aufhalten.

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