6 Anzeichen, dass Ihre Hündin läufig ist

6 Anzeichen, dass Ihre Hündin läufig ist

Ihre Hündin ist heiß? Wir klären Sie rund um die Läufigkeit auf und sagen Ihnen, auf welche Anzeichen Sie bei Ihrer Hündin achten sollten.

Blutflecken, die Sorge vor ungewolltem Nachwuchs oder das veränderte Verhalten Ihres Vierbeiners – die Zeit der Läufigkeit einer Hündin ist sowohl für Mensch als auch Tier ganz schön aufregend und nicht immer leicht. 

Läufigkeit bei Hündinnen: Was ist das?

Etwa zweimal im Jahr wird Ihre Hündin läufig. Die Läufigkeit – auch umgangssprachlich als Hitze bekannt – bezeichnet die Phasen des Sexualzyklus einer Hündin, bei der das Tier Blut verliert und paarungsbereit ist. Hündinnen werden das erste Mal zwischen sechs und 24 Monaten „heiß“. Kleine Hunde werden in der Regel früher geschlechtsreif als größere. 

Der Ablauf der Läufigkeit gliedert sich in folgende Zyklen:

1. Vorbrunst (Proöstrus): In dieser ersten Phase schwillt die Vulva der Hündin an und sie hat blutigen Ausfluss. Dauer: drei bis 17 Tage

2. Brunst (Östrus): Die Vulva schwillt wieder ab, der Ausfluss nimmt eine hellere und wässrige Konsistenz an. In diesem Zeitraum ist die Hündin paarungsbereit. Das zeigt sie, indem sie ihre Rute zur Seite legt. Dieses Verhalten wird auch als Standhitze bezeichnet. Dauer: Etwa drei bis 21 Tage, wobei die sogenannte Duldungsphase etwa fünf bis sechs Tage beträgt.

3. Nachbrunst (Metöstrus): Der Ausfluss wird weniger und nimmt letztendlich ganz ab. Dauer: neun bis zwölf Wochen

4. Ruhephase (Anöstrus): Die Ruhephase bezeichnet die Zeit von der Nachbrunst bis zur nächsten Läufigkeit.

6 Anzeichen, dass Ihre Hündin läufig ist:

Hundebesitzer bemerken nicht immer die Läufigkeit ihres Tiers. Manche Hunde-Damen haben eine „stille Läufigkeit“, bei der sie keine Anzeichen für eine Läufigkeit zeigen. Vor allem ein verändertes Verhalten Ihres Tieres kann meistens ein Anzeichen für eine Hitze sein. Dazu gehören:

  • Wie bereits erwähnt, ist die Blutung während der Vorbrunst ein erstes Anzeichen. 
  • Ihre Hündin putzt sich oft.
  • Sie leckt sich häufiger die Genitalien sauber.
  • Sie markiert ihr Territorium mehr als sonst und uriniert grundsätzlich häufiger.
  • Während der Gassirunden benimmt sich Ihre Hündin anders und verhält sich zum Beispiel ungehorsamer als üblich. Auch ein unruhiges, ängstlicheres oder aggressiveres Verhalten kann in dieser Phase typisch sein.
  • Sie hat mehr Interessen für die Duftmarken anderer Tiere und – natürlich – an Rüden.

Übrigens kann auch das Verhalten eines aufeinander treffenden Rüden Hinweise geben, dass Ihre Hunde-Dame läufig ist. Der Rüde kann vermehrt jaulen und bellen, unruhig sein und an der Leine ziehen. 

Wie oft ist eine Hündin läufig?

In der Regel sind die meisten Hündinnen zweimal im Jahr läufig – wobei größere Vierbeiner in größeren Abständen läufig werden, etwa alle acht bis neun Monate. Anders als wir Menschen kommen Hunde nicht in die Wechseljahre. Eine Hündin kann also auch noch im hohen Alter läufig sein. Jedoch wird mit zunehmenden Alter der Abstand zwischen den einzelnen Blutungen größer.

Tipp: Ein Besuch beim Tierarzt kann genauere Auskunft geben: Mithilfe eines Scheidenabstrichs kann Ihr Tierarzt den Zeitpunkt der Läufigkeit bestimmen.

Läufigkeit verhindern: Was Sie tun können

Es gibt zwei Möglichkeiten, wie Sie die Läufigkeit Ihrer Hündin verhindern können. Sie können die Läufigkeit mit Hormoninjektionen unterdrücken, die alle vier bis sechs Monate verabreicht werden. Allerdings kann das Risiko von Diabetes oder einer Gebärmuttervereiterungen zunehmen. Alternativ können Sie Ihre Hündin kastrieren, um Eierstöcke und oftmals die Gebärmutter zu entfernen.

Um ungewollten Nachwuchs bestmöglich zu vermeiden, sollten Sie bei der Gassirunde belebte Spazierwege und Hundetreffs meiden. Nehmen Sie Ihren Vierbeiner in dieser Zeit häufiger an die Leine und informieren Sie andere Hundebesitzer, dass Ihre Hündin heiß ist.

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