Müde und schwere Beine 6 Tipps gegen Wassereinlagerungen im Sommer

Müde, schwere, schmerzende Hände und Beine sind im Sommer bei vielen Frauen und manchen Männern Alltag. Wassereinlagerungen treten häufig im Laufe des Tages auf. Wir verraten, was dagegen hilft!

Wie fit sind Eure Beine?

Die Ursachen von Wassereinlagerungen

Für Wassereinlagerungen gibt es viele verschiedene Ursachen. Die häufigsten, nicht krankheitsbedingten, sind z.B. langes Stehen oder Sitzen, hormonelle Schwankungen bei PMS oder in der Schwangerschaft, hoher Salzkonsum, Mangelernährung, Schilddrüsenunterfunktion, sowie Nebenwirkungen von Medikamenten und zu wenig getrunkene Flüssigkeit. Im Sommer führt die Hitze dazu, dass Wasser aus dem Lymph- und Blutsystem austritt und sich in anderen Körperbereichen ansammelt. Betroffene haben dann geschwollene Beine, Füße, Hände oder ein aufgeschwemmtes Gesicht. Manche Wassereinlagerungen können schmerzhaft sein, da die Haut durch das Wasser gedehnt wird und spannt. In der Regel sind solche Einlagerungen aber harmlos. Mit kleinen Tricks werden Sie sie wieder los!

1. Salz und Zucker reduzieren

Im Körper binden zu viel Salz und Zucker große Mengen an Wasser, die für Wassereinlagerungen sorgen. Greifen Sie deshalb auf frische Nahrungsmittel zurück, statt auf verarbeitete Lebensmittel. Diese enthalten weniger Natrium und dafür mehr an Mineralstoffen, die Wassereinlagerungen vorbeugen. 

2. Auf Mineralstoffe setzen

Achten Sie bei der Auswahl Ihrer Lebensmittel darauf, dass diese viel Kalium, Magnesium und Vitamin B6 enthalten. Diese Mineralstoffe und Vitamine sind für den Wasserhaushalt zuständig und transportieren überschüssiges Wasser vom Körper über die Nieren ab. Kalium und Magnesium stecken in grünem Gemüse, Nüssen, dunkler Schokolade und Vollkornprodukten. Vitamin B6 finden Sie in Kartoffeln, Bohnen, Fleisch, Ananas, Gurke und Wassermelone.

3. Wechselduschen

Da sich die Blutgefäße bei Wärme weiten und bei Kälte zusammenziehen, verschaffen Wechselduschen schnell Linderung. Durch das starke Kühlen wird überschüssiges Wasser abtransportiert. Gleichzeitg stärken Wechselduschen die Elastizität des Gewebes und trainieren den Prozess des Zusammenziehens und sich wieder Lösens. Für einen langfristigen Erfolg, binden Sie Wechselduschen bei jedem Duschgang mit ein.

4. Viel Flüssigkeit trinken

Klingt paradox, dass Wasser gegen Wasser helfen soll? Stimmt aber! Der Körper speichert bei Wassermangel sämtliche Flüssigkeit, die ihm zugeführt wird. Damit das Blut flüssig bleibt, sich die Zellen besser reinigen können und Giftstoffe ausgespült werden, benötitgt der Körper Wasser. Trinken Sie deshalb reichlich Wasser und Tee. Letzterer kann sogar Wassereinlagerungen beseitigen und vorbeugen. Brennnessel, Birkenblätter, Löwenzahn und Schachtelhalmkraut leisten Abhilfe. Auch in Wasser aufgequollene Koriander- und Leinsamen fördern die Durchblutung, lindern Schmerzen und Schwellungen und wirken entzündungshemmend.

5. Regelmäßige Bewegung

Bauen Sie genügend Aktivität in Ihren Alltag ein. Dabei geht es um die alltägliche Bewegung wie Spazierengehen, Treppensteigen und Fahrradfahren. Sitzen Sie tagsüber viel, stehen Sie einmal pro Stunde auf und lockern Sie Ihre Muskulatur. Ein kleiner Spaziergang zur Toilette oder zur Kaffeemaschine helfen schon, das Lymph- und Blutsystem in Wallung zu bringen. Bei Wassereinlagerungen in den Waden, stellen Sie sich auf die Zehenspitzen und wippen auf und ab. Das aktiviert die Wadenmuskulatur und lässt überschüssiges Wasser abfließen. Legen Sie danach die Füße hoch. Das fördert das Abfließen des Wassers zusätzlich.

6. Enge Kleidung meiden

Zu enge Schuhe oder Hosen schneiden im Laufe des Tages ein und fördern zusätzlich Wassereinlagerungen. Z.B. sind in hohen Schuhen die Waden permanent angespannt, wodurch Druck auf die Venen entsteht und Wassereinlagerungen begünstigt werden. Setzen Sie lieber auf weitere Hosen, Kleider oder Röcke, sowie auf flache Schuhe. 

Autor: Christina Liersch