Allround-Talent Kältespeicher

Schon die alten Ägypter wussten, dass Heilerde gesund macht. Jetzt beweist es die Wissenschaft.

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Kältespeicher mit Löschpapier-Effekt

Sein Tipp bei Berührungsängsten: die Heilerde nicht, wie allgemein empfohlen, in Wasser, sondern in eine Tasse Kräutertee einrühren. Das überdeckt Geschmack, Geruch und Farbe. „Und so erdig, wie man sich das vorstellt, schmeckt die Heilerde gar nicht“, sagt Dr.Dr. Uehleke. Für Skeptiker gibt es als Alternative aber auch Kapseln. Die sanfte Naturmedizin kann über Monate und Jahre eingenommen werden. „Nur bei einer Nierenschwäche sollte man darauf verzichten“, rät Naturheilkunde-Experte Dr. Dr. Uehleke. Viele Heilerden enthalten Aluminiumsalze, die nach aktueller Studienlage zwar kaum löslich sind, sich theoretisch aber in den Nieren anlagern könnten – bei vorgeschädigten Organen ein Problem.

Tiere wissen, wie angenehm ein Schlammbad die Haut kühlt. Folgen Sie ihrem Beispiel: Ein dünnflüssiger kalter Heilerdebrei eignet sich hervorragend zur Behandlung von Schwellungen, Fieber, juckenden Hauterkrankungen und Venenbeschwerden. Er lindert Schmerzen und Entzündungen, aktiviert Kreislauf und Stoffwechsel. Durch den Saugeffekt, der entsteht, wenn die Erde von außen nach innen trocknet, wird der Wundfluss bei kleinen Hautverletzungen gefördert. „Keine Angst vor dem vermeintlichen Dreck – echte Heilerde ist steril“, beruhigt Dr. Dr. Uehleke.

„Sie kann sogar auf infizierte Wunden aufgetragen werden.“ Das macht sie auch zum idealen Pflegemittel bei zu Akne neigender Haut. Wie ein Löschblatt saugt sie Fett und schädliche Stoffe auf und verringert so die Bildung von Pickeln und Mitessern. Auch diesen Effekt konnte eine Untersuchung der Charité belegen. Bei leichten Unreinheiten genügt es oft schon, etwas Heilerde-Puder mit einem Pinsel aufzutragen und nach 30 Minuten abzuwaschen. Das entfettet und verfeinert den Teint.

Autor: Eva Möller-Hübbe