Zeckenbiss: 3 Tipps zur Entfernung

Zeckenbiss: 3 Tipps zur Entfernung des Ungeziefers

Im Sommer ist die Zeckengefahr besonders hoch, vor allem wenn wir in der Natur unterwegs sind. Hat die Zecke zugebissen, ist schnelles Handeln gefragt: Denn die kleinen Spinnentiere können Krankheitserreger übertragen. Erfahren Sie, was Sie beim Entfernen und bei Behandlung eines Zeckenbisses wissen müssen. 

Im Unterholz, im hohen Gras oder in Büschen – dort fühlen sich Zecken besonders wohl. Vor allem in den Sommermonaten steigt bei einem Ausflug ins Grüne die Gefahr, von den kleinen Spinnentieren gebissen zu werden, die sich vom Blut anderer Tiere und Menschen ernähren. Ein Zeckenbiss ist an sich harmlos, problematisch ist allerdings, dass bei einem Zeckenbiss Erkrankungen wie Lyme-Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen werden können.

Zecke richtig entfernen: So geht’s

Bei einem Zeckenbiss gilt: Je früher Sie die Zecke entfernen, desto geringer ist das Risiko, dass sie Krankheitserreger in Ihr Blut überträgt. Das Tückische dabei: Ein Zeckenbiss bereitet keine Schmerzen und kann daher lange unentdeckt bleiben. Meistens macht sich eine Zecke erst dann bemerkbar, wenn sie sich vollgesogen hat.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Zecke in einem Stück zu entfernen. Sie können eine Pinzette oder eine spezielle Zeckenkarte verwenden. Diese bekommen Sie zum Beispiel in der Apotheke oder im Drogeriemarkt. Wenn Sie eine Pinzette nutzen, greifen Sie die Zecke möglichst knapp über der Haut. Mit einer senkrechten Bewegung ziehen Sie das Spinnentier senkrecht heraus. Dabei können Sie einen leichten Widerstand spüren. Das ist daran zu erklären, dass sich die Zecke mit ihrem Stechrüssel in der Haut fest verankert. Mit einer Zeckenkarte können Sie ganz leicht und unkompliziert den Parasiten durch Schiebebewegungen entfernen. 

3 Tipps zur Entfernung

1. Zecke nicht quetschen

Achten Sie auch beim Hinausziehen der Zecke darauf, diese nicht stark zu drehen und vor allem nicht zu zerquetschen. Denn auf diesem Weg können Krankheitserreger in die Wunde geraten. Haben Sie Probleme damit, die Zecke herauszubekommen, können Sie sie ganz leicht hin- und herdrehen.

2. Kopf bleibt stecken: Was tun?

Nicht immer gelingt das Entfernen einwandfrei und der Kopf der Zecke kann steckenbleiben: In der Regel ist das nicht weiter problematisch, da der Körper mit Zeit den Fremdkörper von selbst abstößt. Entzünden sich jedoch die Rückstände, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

3. Keine Hausmittel zum Entfernen der Zecke benutzen

Verwenden Sie beim Entfernen keinerlei Hausmittel – oftmals liest man von Öl, Nagellackentferner oder Alkohol. Aufgrund dieser Stoffe kann sich die Zecke übergeben, sodass Krankheitserreger noch leichter übertragen werden.

Behandlung des Zeckenbisses: Wann Sie zum Arzt müssen

Nach dem Entfernen sollten Sie den Biss mit einem Wunddesinfektionsspray behandeln. Die betroffene Stelle kann leicht gerötet sein. Nach etwa drei Tagen sollte die Rötung abgeklungen sein. Allerdings sollten Sie auch einige Wochen nach dem Biss die Hautstelle im Blick behalten. Treten nach einigen Tagen und Wochen erneute Rötungen auf, kann es sich hierbei um eine Wanderröte oder um ein Frühzeichen von Borreliose handeln. Sie sollten daher unverzüglich einen Arzt aufsuchen. Auch Juckreiz ist meistens ein Warnsignal, dass eine Infektion vorliegt.  

Wenn Sie einige Wochen nach dem Zeckenbiss Fieber sowie Kopfschmerzen bekommen, sollten Sie ebenfalls einen Arzt aufsuchen. Die Beschwerden deuten auf eine Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), die Entzündung des Gehirns oder der Hirnhäute auslösen kann. 

Video: Hohe FSME-Zeckengefahr im Frühjahr

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