Ursachen, Symptome und Behandlung Erkältungen bei Babys: Diese Hausmittel helfen

Erkältungen bei Babys und Kindern sind zwar nicht immer ganz einfach, dennoch gehören sie zur Entwicklung des Kindes dazu und sie stärken zugleich die Abwehrkräfte. Wie lange eine Erkältung in etwa bei Babys dauert, was Ihr dagegen tun könnt und welche Hausmittel in dieser Zeit hilfreich sind, erfahrt Ihr hier bei uns. 

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Auch wenn Ihr Euch vielleicht im ersten Moment Euch große Sorgen macht, wenn Euer Kleinkind relativ schnell nach der Geburt an einer Erkältung erkrankt, besteht meistens keine Gefahr. Gerade in den ersten Lebensjahren sind Säuglinge schnell empfänglich für Kinderkrankheiten, da ihr Immunsystem noch nicht so stark ist. Wenn Ihr weiterhin stark besorgt seid, könnt Ihr jederzeit vorsichtshalber zum Arzt gehen und Euer Kind untersuchen lassen, um schlimmere Ursachen ausschließen zu können.

Ursachen und Dauer einer Erkältung bei Kleinkindern

Der Auslöser für Erkältungen sind sowohl bei Babys, als auch bei Kindern und Erwachsenen verschiedene Viren, die sich im Rachen-, Nasen- und Mundbereich zu einer Infektion ausbreiten. Übertragen werden sie durch Husten, Niesen oder Körperkontakt. Da das Immunsystem von Babys noch nicht so gestärkt ist wie bei älteren Kindern, erkranken sie schneller und häufiger an einer Erkältung. Mit den Jahren verändert sich dies, da das Immunsystem immer mehr und mehr gestärkt ist. Im Schnitt dauert eine Erkältung bei Babys zwischen acht und zehn Tagen. In den meisten Fällen klingt die Erkältung bereits ab dem 8. Tag ab und verschwindet häufig von ganz allein.

Symptome einer Erkältung bei Babys

Leidet Euer Kind an einer Grippe erkennt Ihr das an den folgenden Symptomen:

  • Appetitlosigkeit
  • Erhöhte Körpertemperatur, sowie Fieber (bis zu 39°)
  • Husten
  • Schnupfen
  • Heiserkeit
  • gerötete Augen
  • Ohrenschmerzen
  • Halsschmerzen
  • geschwollene Lymphknoten (im Nacken, am Hals und unter den Achseln)
  • Ruhelosigkeit
  • Reizbarkeit
  • Trinkverweigerung
  • Atemprobleme

Sollten einige der oben genannten Symptome auftauchen, sind schlaflose Nächte so gut wie sicher. Legt Euch zu Eurem Kind, schenkt ihr oder ihm besonders jetzt viel Wärme und Liebe und bewahrt vor allem vor Eurem Säugling Ruhe. Stress macht in solchen Situationen nur noch alles schlimmer und die Kinder lauter. Was Ihr tun könnt und welche Hausmittel bei einer Erkältung helfen, um einen Arztbesuch erst einmal zu vermeiden, erfahrt Ihr auf der nachfolgenden Seite.

Welche Hausmittel helfen Eurem Säugling bei einer Erkältung?

Diese Hausmittel könnt Ihr verwenden, wenn die folgenden Symptome bei Eurem Kleinkind auftreten.

  • Das A und O in einer Erkältungszeit ist auch für Säuglinge besonders viel Ruhe, Wärme und Liebe.
  • Sorgt bei Fieber dafür, dass Euer Kind weiterhin oder wieder normal isst und trinkt, Euch, wenn es wahrscheinlich keinen Hunger oder Durst hat. Dies ist besonders wichtig, da so das Fieber gesenkt werden kann. Tipp: Gebt Eurem Kleinkind lauwarmen Kamillentee, Kamille wirkt antibakteriell und entzündungshemmend.
  • Leidet es an Babyschnupfen, dann erleichtert ihm das Atmen, indem Ihr ihm regelmäßig vorsichtig die Nase putzt. Ansonsten hilft auch Nasentropfen mit Salzlösung aus der Apotheke ganz gut gegen eine verstopfte und verschnupfte Nase. Zwiebeldämpfe könnten ebenfalls das Atmen wieder erleichtern. Schält hierfür eine Zwiebel, schneidet sie in kleine Stücke, gebt sie in ein Stofftaschentuch oder eine Babysocke und hängt es über das Babybett. Genauso gut gegen eine dichte Nase hilft auch der Wasserdampf aus der Duschbrause. Geht dafür mit Eurem Baby zusammen ins Badezimmer, dreht das Wasser etwas auf und atmet gemeinsam den Dampf des Wassers ein. Hinterher solltet Ihr unbedingt daran denken, dass Euer Kind frische und warme Kleidung benötigt.
    Wenn all dies nichts hilft, sorgt ein alter Hebammen-Tipp eventuell für Hilfe. Dieser besagt, dass die Abwehrstoffe in der Muttermilch den Schleimhäuten in der Nase helfen abzuschwellen. Dazu müsst Ihr lediglich etwas Muttermilch in jedes Nasenloch Eures Kindes geben, um die Schleimhäute Eures Kindes zu lindern.
  • Cremt mehrmals täglich die Nase des kleinen Geschöpf mit Creme ein, damit die Schleimhäute an dieser Stelle nicht noch mehr gereizt werden. Entdeckt Ihr keine typischen Erkältungssymptome, hört Ihr aber dennoch, dass die Nase Eures Kindes verstopft ist, vergewissert Euch durch einen Blick in die Nase, dass es sich nichts in die Nase gesteckt hat.
  • Euer Säugling leidet an Husten, sorgt dafür, dass er viel trinkt und frische Luft einatmet. Zieht ihn warm an und geht etwas spazieren oder stellt Euch kurz zusammen vor dem Kühlschrank. Gebt Eurem Kind auf gar keinen Fall unter einem Jahr flüssigen Honig, denn Honig kann ein bestimmtes Bakterium enthalten, womit der Darm und das Immunsystem eines solch kleinen Geschöpfes noch nicht klar kommt. Verzichtet ebenfalls auf ätherische Öle und Hustentee-Mischungen, diese könnten eine allergische Reaktionen hervorrufen.
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Jetzt solltet Ihr einen Kinderarzt aufsuchen

Ist Euer Kind unter drei Monate alt, dann solltet Ihr bei den ersten Anzeichen einiger Symptome einen Kinderarzt aufsuchen. Sollte Ihr Kind bereits etwas älter sein, besucht ebenfalls lieber einen Arzt. Ansonsten lasst Euer Kind auf jeden Fall von einem Arzt untersuchen, wenn die Symptome nach ein paar Tagen schlimmer statt besser werden oder generell nicht abklingen wollen. Zu den Symptomen zählen Fieber über 38°, nicht aufhörender und schon fast dauerhafter Husten, nicht abklingender Schnupfen, Atemnot aufgrund einer dichten Nase, Ihr Kleinkind trinken oder essen komplett verweigert, sich an den Ohren reibt, auffällig viel schreit und wenn beim Husten oder beim Naseputzen grünlicher, gelblicher oder bräunlicher Schleim austritt.

Antibioika oder Globuli?

Sollte eine Bronchitis, eine Mittelohrentzündung, eine Lungen- oder eine Nebenhöhlenentzündung vom Arzt festgestellt werden, könnte es sein, dass er Euch zu einem Antibiotika rät. Eine Vermehrung der Bakterien und zugleich das Abtöten soll dadurch gefördert werden. Achtet in allem Falle auf die richtige medizinische Dosierung und brecht sie nicht ohne ärztlichen Rat vorher ab.

Eltern wollen eine rasche Behandlung, wenn Ihr Kind an einem Infekt leidet. Homöopathie stellt eine gute Alternative zu den medizinisch verabreichten Medikamenten dar. Die Symptome können mit chemiefreien Mitteln aus der Homöopathie - mit Globuli - behandelt werden. Verabreicht dazu die folgenden Globuli: Belladonna bei hohem Fieber, Chamomilla bei wiederkehrenden Infekten und Ferrum phosphoricum bei ersten Anzeichen eines grippalen Infekts. Legt Eurem Kind die Globuli in die Wangeninnenseite, damit es sie nicht verschluckt. Die Kügelchen lösen sich langsam auf und wirken heilend auf die Schleimhäute im Mund, die Symptome schwellen langsam ab.

So schützt Ihr Euer Neugeborenes vor einer Erkältung

Leider gibt es oftmals wenig Wege, um Euer Baby vor einer Erkältung zu schützen, ganz im Gegenteil häufig gibt es eher mehr Ansteckungsgefahren. Da braucht nur ein Geschwisterteil eine Infektion von der Schule oder dem Kindergarten mit nach Hause bringen und schon ist das Risiko, dass sich das Baby auch ansteckt sehr hoch. Einiges könnt Ihr natürlich dennoch tun:

  • Wascht Euch und Eurem Kind immer gründlich die Hände, sei es nach einer Busfahrt oder nach dem Naseputzen.
  • Die Geschwisterkinder und natürlich auch Ihr als Eltern solltet möglichst vermeiden das Kind anzuhusten oder anzuniesen.
  • Achtet darauf, dass Euer Baby möglichst keine Gegenstände in die Hände bekommt, was zuvor von einem erkälteten Baby oder erkältetem Kind angefasst wurde.
  • Stresst Euer Baby nicht, versucht ihr oder ihm so wenig Stress wie möglich entgegen zu bringen.

Vital wünscht Euch und Eurem Kind eine gute und vor allem stressfreie Genesung!

Autor: Mareike Schumacher

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