20. September 2021
Diese 4 Faktoren hemmen die Vitamin-D-Aufnahme

Diese 4 Faktoren hemmen die Vitamin-D-Aufnahme

Für uns ist Vitamin D lebensnotwendig. Aus diesem Grund sollten wir so oft wie möglich das Sonnenvitamin tanken. Allerdings gibt es einige Faktoren, welche die Aufnahme von Vitamin D erschweren.

Unser Körper benötigt Vitamin D für ganz verschiedene Prozesse in unserem Organismus. Es ist zum Beispiel wichtig für unsere Knochen und Zähne, da wir mithilfe von Vitamin D Kalzium aus Lebensmitteln aufnehmen können. Zudem brauchen wir Vitamin D für unser Immunsystem, für unsere Muskeln und für unsere psychische Verfassung. Denn Vitamin D spielt eine wichtige Rolle in der Regulation des Hirnbotenstoffes Serotonin sowie in der Verwertung von Dopamin. All diese Botenstoffe beeinflussen unser psychisches Wohlbefinden.

Wir können Vitamin D nur mithilfe von Sonnenlicht aufnehmen. Über die Haut, die den UV-Strahlen ausgesetzt ist, produzieren wir 80 bis 90 Prozent des Bedarfs an Vitamin D selbst. Die restlichen 10 bis 20 Prozent decken wir über unsere Ernährung ab. Allerdings gibt es einige Faktoren, welche die Aufnahme des Sonnenvitamins erschweren. Um welche es sich hierbei genau handelt, erklären wir im Detail:

1. Sonnenschutzmittel verhindern die Vitamin-D-Aufnahme

Um die Haut vor vorzeitiger Hautalterung und Hautkrebs zu schützen, ist ein UV-Schutz immer Pflicht. Allerdings ist die Sonnencreme in diesem Sinne Fluch und Segen zugleich. Denn der Lichtschutzfaktor verhindert, dass genügend Mengen für die Vitamin-D-Bildung notwendige UVB-Strahlung die Haut erreichen können. Damit Sie trotzdem ausreichend Vitamin D aufnehmen können, sollten Sie dreimal die Woche Hände, Arme und Gesicht von der Sonne bescheinen lassen – aber nur so lange, dass es nicht zu einem Sonnenbrand kommt.

2. Ihre Hautfarbe beeinflusst die Aufnahme

Leider können nicht alle Menschen Vitamin D gleich gut aufnehmen. Personen, die eine dunklere Hautfarbe haben, brauchen länger, um dieselbe Menge an Vitamin D aufzunehmen als hellhäutige Hauttypen. Als Faustregel gilt: Je empfindlicher die Haut für Sonnenlicht ist, desto schneller kann sie andererseits Vitamin D bilden.

3. Direktes Duschen nach dem Sonnenbad mindert Vitamin-D-Aufnahme

Wenn Ihrer Haut der Sonne ausgesetzt war, sollten Sie etwa vier bis sechs Stunden warten, ehe Sie unter die Dusche steigen. Warum? Die Haut benötigt bis zu 48 Stunden, um das neu gebildete Provitamin D aus der äußeren Hautschicht aufzunehmen und ins Blut weiterzuleiten. Wenn Sie mit dem Duschen nicht warten können oder wollen, seifen Sie sich nicht von Kopf bis Fuß ein, sondern waschen sich nur mit klarem Wasser.

4. Ihre Kleidung hemmt die Aufnahme des Sonnenvitamins

Was für den Lichtschutzfaktor in Sonnencremes gilt, ist auch für den UV-Schutzfaktor für Kleidung relevant. Je mehr Körperstellen mit Kleidung bedeckt ist, desto weniger kann Vitamin D aufgenommen werden. Dabei ist zu beachten: Je dichter das Kleidungsstück gewebt ist, desto mehr schützt es vor UV-Strahlung – und umgekehrt: Je dünner die Anziehsachen, desto besser ist die Bildung des Sonnenvitamins auf der Haut.

Woran erkenne ich einen Vitamin-D-Mangel?

Wie das Robert Koch-Institut online berichtet, kann ein Vitamin-D-Mangel erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit unserer Knochen haben. Schlimmstenfalls kann es zu Entkalkung und einer Erweichung der Knochen kommen, was sich durch Knochenschmerzen und Muskelschwäche äußert. Ein Vitamin-D-Mangel kann auch Osteoporose hervorrufen. Kinder, denen es an Vitamin D mangelt, können Störungen des Knochenwachstums bekommen. Weitere Anzeichen eines Vitamin-D-Mangels sind eine verringerte Muskelkraft sowie eine erhöhte Infektanfälligkeit. Zusammenhänge zwischen der Vitamin-D-Versorgung und Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes mellitus Typ 2 sowie kardiovaskulären oder Krebskrankheiten konnten in Beobachtungsstudien gefunden werden.

Video: Vitamin-D-Mangel ist kein Winterproblem

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