12. März 2021
Haarausfall beim Mann: Ursachen und Behandlung

Haarausfall beim Mann: Ursachen und Behandlung

Der Haarausfall beim Mann rüttelt häufig am eigenen Verständnis von Männlichkeit. Kahle Stellen versucht man deshalb zu kaschieren und fragt sich, woher der Haarverlust kommt. Wir zeigen Ihnen, welche Ursachen der Haarausfall beim Mann haben kann und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.

Im Waschbecken oder im Kamm sammeln sich mehr und mehr Haare und Sie geraten langsam in Panik? Keine Sorge! Wir verlieren täglich 50 bis 100 Haare. Zusätzlich gibt natürlicherweise Phasen, in denen wir vermehrt Haare verlieren. Ein Grund zur Sorge ist das erstmal nicht. Gehen Ihnen allerdings mehr als 100 Haare pro Tag verloren, wachsen nicht genügend nach, um den Ausfall auszugleichen. Ab dann spricht man tatsächlich von Haarausfall. Dabei gibt es nicht nur eine Art von Haarausfall beim Mann, sondern mehrere, die jeweils unterschiedliche Ursachen haben.

Welche Arten von Haarausfall gibt es bei Männern?

Etwa 30 Prozent aller Männer über 30 Jahre sind von Haarausfall betroffen. Ab dem 50. Lebensjahr sind es sogar 50 Prozent. Spätestens mit dem 80. Lebensjahr erleben 80 Prozent aller Männer die eine oder andere Form von Haarausfall.

Am häufigsten ist dabei der erblich bedingte Haarausfall, welcher auch androgenetische Alopezie genannt wird. Er ist für 95 Prozent aller Fälle von männlichem Haarausfall verantwortlich. Je nach Veranlagung kann es bereits ab dem 16. Lebensjahr zu ersten Andeutungen der typischen Geheimratsecken kommen. Schuld am genetischen Haarausfall ist das männliche Sexualhormon Testosteron. Betroffene Männer haben hohe Konzentrationen einer bestimmten Form von Testosteron (Dihydrotestosteron oder DHT), welche den Haarausfall begünstigt.

Doch auch nicht-erbliche Faktoren können eine erhebliche Rolle in der Entstehung von Haarausfall spielen. Hierbei handelt es sich meist um diffusen Haarausfall, ein gleichmäßiger Haarausfall an allen Stellen des Kopfes. So können sich unter anderem der Lebensstil mitsamt Ernährung, Stress im Alltag oder der Einnahme von Medikamenten negativ auf die Haarpracht auswirken. Ebenso können bestimmte Krankheiten, Fehlfunktionen der Organe oder Therapien einen vermehrten Verlust des Haupthaars hervorrufen.

Ursachen des Haarausfalls beim Mann

Meist ist der Haarausfall beim Mann zwar genetisch bedingt, doch es gibt eine Vielzahl möglicher Ursachen:

  • Genetik
    Die androgenetische Alopezie wird durch einen erhöhten Testosteronspiegel verursacht. Die typischen Geheimratsecken sind die Folge.
  • Alopezia Areata
    Diese Erkrankung führt innerhalb von Wochen oder Monaten zu einem starken, meist kreisrunden Haarausfall von bis zu 30 Prozent des Haupthaars. 
  • Nährstoffmängel, z.B. durch Crashdiäten
    Besonders relevant sind die Mineralstoffe Eisen und Zink sowie die Vitamine H, B12 und Folsäure.
  • Gestörte Schilddrüsenfunktion
  • Stress
  • Chemotherapie
  • Autoimmunerkrankungen

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Behandlungsmöglichkeiten gegen Haarausfall beim Mann

Vor einer Behandlung muss immer die Ursache des Haarausfalls geklärt werden. Für eine entsprechende Diagnose sollten Sie zum Hautarzt (Dermatologe) gehen. Inzwischen gibt es sogar spezielle Haarsprechstunden für Betroffene. Dort wird in Abhängigkeit der Ursache eine passende Behandlung besprochen. Folgende Möglichkeiten gibt es, um den Haarausfall beim Mann zu bekämpfen:

  • Medikamente und Tinkturen, z.B. Minoxidil oder Sandelholz
    Diese sind jedoch nicht bei jedem wirksam und sollten auf jeden Fall nur in Absprache mit dem Hautarzt eingenommen oder angewendet werden.
  • Kortisonspritzen 
    Das Spritzen von Kortison in die Kopfhaut kann bei Autoimmunerkrankungen und Entzündungen der Kopfhaut helfen.
  • Ernährungsumstellung und ggf. Nahrungsergänzungsmittel
    Den Nährstoffmangel sollte jedoch ein Arzt per Bluttest diagnostiziert haben, um eine unnötige Einnahme von Tabletten zu vermeiden!
  • Haartransplantation
    Bei starkem oder bereits weit vorangeschrittenem Haarausfall hilft häufig nur noch eine Haartransplantation. Diese kann mit Eigenhaar erfolgen, hilft jedoch leider nicht bei entzündlichen Kopfhauterkrankungen.

Video: Haarausfall beim Mann – was hilft dagegen?

Quellen: bvz-info.de, pharmazeutische-zeitung.de

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