5. Juli 2019
Haltbarkeit von Hafermilch und Co: So erkennen Sie schlechte Milch

Daran erkennen Sie verdorbene Pflanzenmilch

Schlecht gewordene tierische Milch zu erkennen, ist noch einfach: Die Packung wölbt sich, die Milch riecht sauer und bildet Klumpen. Doch woran erkennt man verdorbene Pflanzenmilch? Wir klären auf!

Mandelmilch
© iStock / bhofack2
Mandelmilch

Die Auswahl an pflanzlicher Milch ist in den letzten Jahren enorm angetiegen. Ob Soja-, Mandel-, Hafer- oder Kokosmilch: Sie sollen eine echte Alternative zu Kuhmilch sein, indem sie die Umwelt schonen und das Tierwohl unterstützen. Doch wann ist Pflanzenmilch eigentlich schlecht? Schließlich ist es bei tierischer Milch recht einfach zu erkennen, da sie sauer riecht und schmeckt, sich die Packung wölbt und sich Stückchen absetzen.

Haltbarkeit von Hafermilch und Co: Wie lange ist Pflanzenmilch frisch?

Eine geöffnete Packung Pflanzenmilch ist durchaus länger haltbar als H-Milch. Laut Herstellerangaben soll H-Milch innerhalb von 3-5 Tagen aufgebraucht werden. Tatsächlich hält sie sich im Kühlschrank aber um die 5-7 Tage. Die kurze Haltbarkeit kommt durch das Fett und Protein in der Milch zustande. Und so lange ist Pflanzenmilch haltbar:

  • Haltbarkeit von Mandelmilch: Mandelmilch ist auch 12-14 Tage nach dem Öffnen und Aufbewahren im Kühlschrank noch genießbar, da sie hauptsächlich aus Wasser besteht.
  • Haltbarkeit von Hafermilch: Auch Hafermilch können Sie noch 12-14 Tage nach dem Öffnen trinken. Stellen Sie Hafer- oder Mandelmilch jedoch selber her, sollten Sie die frische Milch innerhalb von vier Tagen verbrauchen. Bewahren Sie sie in einem sauberen Gefäß und im Kühlschrank auf.
  • Haltbarkeit von Sojamilch: Anders ist es bei Soja-Milch: Aufgrund des erhöhten Eiweißanteils hält sie nicht so lange wie Mandel- oder Hafermilch.

Schlechte Milch erkennen: So geht's!

Diese Anzeichen sprechen dafür, dass die Milch nicht mehr genießbar ist:

  • Die Milch riecht anders und muffig
  • Die Konsistenz ist nicht mehr wässrig, sondern schmierig, eventuell mit Klümpchen
  • Die Milchfarbe hat sich geändert
  • Schimmel ist zu sehen

Was passiert, wenn ich verdorbene Pflanzenmilch getrunken habe?

Haben Sie verdorbene Pflanzenmilch getrunken, macht sich dies auf ähnliche Weise bemerkbar wie bei verdorbener Kuhmilch. Ein einmaliger Konsum ist in der Regel unbedenklich und in den meisten Fällen müssen Sie mit keinen Folgen rechnen. Haben Sie ein geschwächtes Immunsystem, kann es jedoch zu Beschwerden wie Durchfällen, Übelkeit und Erbrechen kommen.

Pflanzenmilch richtig aufbewahren

  1. Ungeöffnet sind Hafermilch und Co auch ungekühlt lange haltbar. Lagern Sie Ihre Pflanzenmilch an einem kühlen, dunklen Ort.
  2. Geöffnete Pflanzenmilch immer im Kühlschrank aufbewahren, damit sich keine Keime bilden.
  3. Vor dem Verzehr die Milchpackung schütteln, damit sich abgesetzte Inhaltsstoffe in der Milch verteilen und sich nicht vorzeitig Klumpen bilden.
  4. Milchreste, z.B. vor längeren Abwesenheiten oder Reisen, lieber einfrieren und später wieder verwenden.

Pflanzenmilch trinken: 3 gute Gründe

  1. Die Ökobilanz von tierischer Kuhmilch ist höher als die von Pflanzenmilch, die klimaschonender hergestellt wird. Vor allem Hafermilch schneidet im Vergleich mit den anderen pflanzlichen Produkten am besten ab. Für einen Liter Hafermilch benötigt es in der Herstellung ca. 3,4 Liter Wasser. Für einen Liter Kuhmilch sind es 250 Liter Wasser.
  2. Ob morgens im Kaffee oder beim Backen – die Pflanzenmilch steht der Kuhmilch geschmacklich in nichts nach. Dicker Pluspunkt: Pflanzenmilch ist eine gute Alternative für Veganer und für Menschen mit Laktoseintoleranz.
  3. Pflanzlichen Milch ist reich an Aminosäuren, Ballaststoffen, ungesättigte Fettsäuren und Mineralstoffen wie beispielsweise Kalium, Magnesium und Eisen.
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