11. Juni 2021
Sonnenstich oder Hitzschlag? Das sind die Unterschiede

Sonnenstich oder Hitzschlag? Das sind die Unterschiede

Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel – wer sich zu lange der Sonne aussetzt, riskiert einen Sonnenstich oder sogar einen Hitzschlag. Beide Begriffe werden oft durcheinander gebracht, obwohl der Hitzschlag wesentlich gefährlicher ist. Wir erklären die Unterschiede zwischen Sonnenstich und Hitzschlag.

Was ist ein Sonnenstich?

Wer seinen Kopf und Nackenbereich zu lange der Sonne aussetzt, bei dem kann es durch die lokale Überwärmung zu einer Reizung des Gehirns und der Hirnhaut kommen, durch die im Körper Entzündungsreaktionen ausgelöst werden. Diese können bis hin zu einer Hirnschwellung reichen. Der sogenannte Sonnenstich äußert sich durch einen roten Kopf, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Ohrgeräusche oder Bewusstseinsstörungen. Viele Betroffene leiden auch unter Nackenschmerzen oder sogar einer Nackensteifheit. 

Erste Hilfe bei Sonnenstich

Wer einen Sonnenstich erleidet, der sollte schnellstmöglich aus der Sonne gebracht werden. Betroffene sollten sich hinlegen, am besten mit erhöht liegendem Kopf, und der Kopf- und Nackenbereich sollte mit kühlen Tüchern gekühlt werden. Ist der Betroffene bei Bewusstsein, sollte er Wasser trinken. Um einen Hitzschlag ausschließen zu können, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Wenn der Patient stark erbricht oder apathisch ist, sollte er ins Krankenhaus gebracht werden.

Sonnenstich oder Hitzschlag? Das sind die Unterschiede

Die Begriffe Sonnenstich und Hitzschlag werden oft durcheinander gebracht und die meisten wissen gar nicht, dass es sich dabei um unterschiedliche Krankheitsbilder handelt. Der Hitzschlag, auch Hyperthermiesyndrom genannt, ist wesentlich gefährlicher als ein Sonnenstich. Der größte Unterschied ist, dass, anders als beim Sonnenstich, die Körpertemperatur des Betroffenen beim Hitzschlag stark ansteigt. Meist wird er durch körperliche Überlastung bei direkter Sonneneinstrahlung oder in Räumen mit einer hohen Temperatur ausgelöst, weshalb beispielsweise Saunagänger oder Sportler, die in der Hitze Sport treiben, betroffen sein können. Wenn der Körper sich durch körperliche Anstrengung bei hohen Temperaturen überhitzt, kann die Wärmeregulation versagen. Als Folge steigt die Körpertemperatur auf 40 Grad oder mehr an und folgende Symptome können auftreten:

  • hoher Puls
  • niedriger Blutdruck
  • Schwindel
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Orientierungslosigkeit
  • Bewusstseinsstörungen
  • schnelle Atmung
  • Muskelkrämpfe
  • Halluzinationen
  • heiße und trockene Haut
  • Durchfall

Bei Verdacht auf einen Hitzschlag sollte der Betroffene schnellstmöglich aus der Sonne gebracht werden. Rufen Sie einen Notarzt und kühlen Sie unterdessen den gesamten Körper mit feuchten, kalten Tüchern. Atmung und Bewusstsein sollten kontrolliert und notfalls erste Hilfe geleistet werden.

Achtung: Es kann auch vorkommen, dass sich der Hitzschlag nur durch starke Müdigkeit und Erschöpfung äußert und er deshalb nicht ernst genommen und erst zu spät behandelt wird. 

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Sonnenstich und Hitzschlag vorbeugen

Am einfachsten können Sie einen Sonnenstich oder gar Hitzschlag vermeiden, in dem Sie sich nicht zu lange in der direkten Sonne aufhalten. Wenn sich dies nicht vermeiden lässt, dann sollten Sie Ihren Kopf mit einer Kopfbedeckung vor den Sonnenstrahlen schützen. Achten Sie zudem darauf ausreichend zu trinken – bei hohen Temperaturen im Sommer benötigen Erwachsene rund einen halben Liter mehr Flüssigkeit als sonst. Besonders bei Babys ist Vorsicht geboten, da ihre Schädeldecke wesentlich dünner ist und die Schädelknochen in den ersten zwei Lebensjahren noch nicht vollständig verschlossen sind. 

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