17. Juni 2014
Die häufigsten Kinderkrankheiten

Die häufigsten Kinderkrankheiten

Unsere Kleinsten können oft nicht genau sagen wo es wehtut. Umso wichtiger, dass Eltern die Signale erkennen und richtig deuten können. Wir haben für euch die häufigsten Krankheiten im Überblick.

Kind ist krank
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Kind ist krank

Windpocken, Mumps, Masern und Röteln zählen zu den häufigsten Kinderkrankheiten. Wie der Name schon sagt, treten diese Erkrankungen häufig bereits im Kindesalter auf, aber auch Erwachsene können noch daran erkranken. Es wird allen Erwachsenen empfohlen, die Impfungen gegen Wundstarrkrampf (Tetanus) und Diphterie alle zehn Jahre zu erneuern.

Das Gute ist, wenn man als Kind die typischen Kinderkrankheiten bereits hatte, ist man als Erwachsener gegen die meisten der Krankheiten immun.

Eine Übersicht der häufigsten Kinderkranheiten finden Sie auf den folgenden Seiten >>

Kinderkrankheiten
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Kinderkrankheiten

Windpocken

Windpocken

Windpocken äußern sich in roten Bläschen, Flecken und Krusten auf der Haut im Gesicht und auf dem Kopf auf. Diese optischen Anzeichen und zusätzlicher Juckreiz sind typische Symptome für die Kinderkrankheit.

Behandlung von Windpocken

Kühle Umschläge lindern den Juckreiz. Wenn zu den Symptomen auch Fieber zählt, ist Bettruhe das effektivste Mittel. Bei Kleinkindern, die noch Windeln tragen, ist das regelmäßige Wechseln wichtig, da sich hier besonders viele Windpocken bilden können.

Kinderkrankheiten
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Masern

Masern

Die Kinderkrankheit ist gar nicht so harmlos wie viele denken. Bei jedem siebten Kind besteht die Gefahr auf eine Lungen- oder Mittelohrentzündung als Folge der Masern. Auch eine Entzündung der Augen oder Vereiterung der Nebenhöhlen sind häufige Begleiterscheinungen. Es beginnt mit Schnupfen und Fieber und nach ca. 2 Tagen lassen sich auf der Mundschleimhaut weiße Flecken erkennen. Im Laufe der Woche verschwindet der Ausschlag allmählich.

Behandlung von Masern

Kinder, die an Masern erkranken, sind lichtempfindlich und brauchen feuchte Atemluft. Ihr könnt euer Kind ab dem 12. Monat gegen Masern impfen lassen. Empfohlen wird eine Kombinations-Impfung, die gleichzeitig vo Masern, Mumps und Röteln schützt.

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Röteln

Röteln

Röteln sind für Kinder vollkommen harmlos. Für Schwangere ist diese Kinderkrankheit allerdings schon gefährlicher, da sie bei einer Erkrankung die Gesundheit ihres Ungeborenen gefährden. Hellrote Flecken im Gesicht, geschwollenen Lymphknoten und schwaches Fieber lassen Röteln erkennen.

Behandlung von Röteln

Impft eure Kinder rechtzeitig, um das Ansteckungsrisiko zu verringern. Brechen die Röteln trotzdem aus, haltet euer Kind für ca. 5 Tage von anderen Kinder fern. Nur bei Fieber ist Bettruhe angesagt.

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Mumps

Mumps

Rund 5 Prozent der Taubheitsfälle bei Kindern sind auf Mumps zurückzuführen. Euer Kind fühlt sich schlapp und ist schnell reizbar? Das können erste Anzeichen für eine Infektion sein. Außerdem haben Kleinkinder oft Schmerzen beim Schlucken, Fieber und geschwollene Speicheldrüsen. Im weiteren Krankheitsverlauf kommen häufig hohes Fieber, Kopfschmerzen und Bauchschmerzen sowie Erbrechen als eindeutige Symptome hinzu.

Behandlung von Mumps

Neben einer Impfung, könnt ihr die Schmerzen mit Mundspülungen und leichten Schmerzmitteln lindern. Außerdem wird jeder Kinderarzt strenge Bettruhe verordnen.

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Kinderlähmung

Kinderlähmung

An Polyomyelitis, eine andere Bezeichnung für Kinderlähmung, können sowohl Kinder als auch Erwachsene erkranken. Man steckt sich meistens durch den Kontakt mir verseuchten Fäkalien oder Lebensmitteln an. Aber auch über eine Tröpfcheninfektion ist eine Ansteckung nicht ausgeschlossen. Fieber, Gliederschmerzen, Übelkeit und Erbrechen können erste Anzeichen sein. Jedoch verläuft eine Polio-Infektion in 90 Prozent der Fälle ohne jegliche Anzeichen.

Behandlung einer Kinderlähmung

Es können nur die Krankheitszeichen behandelt werden. Strikte Bettruhe oder maschinelle Beatmung verschaffen Linderung. Generell solltet ihr darauf achten, dass ihr eine konsequente Impfung einhaltet, um vollständigen Schutz zu gewährleisten.

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Koliken

Koliken

Die sogenannten „Drei-Monats-Koliken“ treten meist in den ersten drei Lebensmonaten auf. Die schmerzhaften Blähungen rufen Symptome wie unruhiges Verhalten, hastiges Trinken und viel Schreien aus.

Behandlung von Drei-Monats-Koliken

Die Ursachen der Koliken können sehr vielfältig sein, deswegen gibt es keine konkreten Behandlungsempfehlungen. Stillende Mütter sollten allerdings auf blähende Lebensmittel wie Zwiebeln und Hülsenfrüchte verzichten.

Kinderärzte raten außerdem zum sogenannten "Fliegergriff". Hierbei legt ihr euer Kind bauchlings auf euren Unterarm. Der leichte Druck auf den Bauch und eure Körperwärme sollen krampflösend wirken und die Schmerzen lindern.

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Erkältung

Erkältung

Bis zum sechsten Lebensjahr muss sich jedes Kind mit etwa 200 Viren- und Bakterienarten auseinander setzen. Da bleibt die ein, oder andere Erkältung nicht aus. Nasse Füße oder Zugluft lösen noch keine Erkältung aus. Voraussetzung ist eine Ansteckung mit Krankheitserregern. Ihr erkennt eine Erkältung meistens an den gleichen Symptomen, die auch bei Erwachsenen auftreten.

Behandlung einer Erkältung bei Babys

Gebt eurem Kind möglichst viel zu Trinken. Die Flüssigkeit wirkt schleimlösend. Ein bisschen Muttermilch in die Nase getröpfelt, brefreit die Atemwege. Damit die Haut am empfindlichen Näschen nicht wund wird, könnt ihr die Nasenlöcher vorsichtig mit Vaseline einreiben.

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Durchfall

Durchfall

Das Darmsystem ist in den ersten Lebensjahren bei Babys besonders empfindlich. Da liegt es Nahe, dass eine Infektion mit Viren oder Bakterien schnell zu Durchfall führen kann. Neben flüssigem Stuhl gibt es Belgeiterscheinungen wie ein geblähter Bauch, eine verringerte Menge Urin und hörbare Darmgeräusche, die auf Durchfall bei Kindern hindeuten.

Behandlung von Durchfall bei Babys und Kindern

Das Wichtigste ist der Flüssigkeitshaushalt. Euer Kind muss jetzt besonders viel trinken. Karottensuppe oder Tee mit etwas Traubenzucker oder einer Prise Salz liefert wichtige Elektrolyte. Generell leiden Babys und Kleinkinder häufiger unter Durchfall. Deswegen muss nicht immer gleich eine ernsthafte Erkrankung dahinterstecken. Hält der Durchfall allerdings mehr als zwei Tage an, solltet ihr auf jeden Fall einen Kinderarzt aufsuchen.

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