18. Februar 2021
Schleim im Stuhl: Das sind die Ursachen

Schleim im Stuhl: Das sind die Ursachen für schleimigen Stuhlgang

Farbe, Konsistenz und Geruch des Stuhls sagen viel über unsere Gesundheit aus. Doch was bedeutet es, wenn man plötzlich Schleim im Stuhl bemerkt? Hier erfahren Sie, welche Ursachen hinter schleimigem Stuhl stecken können und wann dieser ein Grund zur Sorge ist.

Unser Stuhl ist ein Indikator für unsere Gesundheit, weshalb sich ein Blick in die Toilette lohnen kann. Der Stuhl eines gesunden Menschen hat in der Regel eine weiche Konsistenz, ist dennoch geformt und hat eine hell- bis dunkelbraune Farbe. Bestimmte Ursachen können Farbe, Konsistenz und Geruch des Stuhls verändern. Unter Umständen kann sich sogar Schleim im Stuhl befinden. Aber ist das ein Grund zur Sorge?

Wieso produziert der Körper Schleim?

Schleim, auch Mukus genannt, ist ein zähflüssiges Sekret, das in den Schleimdrüsen an verschiedenen Orten des Körpers produziert wird. Dazu zählen beispielsweise der Magen-Darm-Trakt oder die Atemwege. Je nachdem wo im Körper der Schleim produziert wird, variiert die Zusammensetzung. Der Mukus besteht zum großen Teil aus einer Gruppe von Eiweißen, den Muzinen. Sie bilden die Grundlage des Schleims und sorgen für dessen Konsistenz. Der Schleim fungiert im Körper als eine Art Schutzschicht für das Gewebe, schützt vor Austrocknung und kann Bakterien oder Viren abwehren. Normaler Schleim ist in der Regel klar und zähflüssig.

Schleim im Stuhl: Das sind die Ursachen

Im Darm ist der Schleim zum einen dafür zuständig Nährstoffe mithilfe von Darmbakterien aufzunehmen und zum anderen dafür, die Schleimhaut vor Erregern und Bakterien zu schützen. Kleine Mengen des Schleims im Stuhl sind also normal. Wenn sich die Schleimmenge jedoch erhöht, sodass der Schleim im Stuhl sichtbar wird, kann das verschiedene Ursachen haben.

Der Schleim muss nicht immer krankheitsbedingt auftreten. Wenn er nur kurzzeitig auftritt und nach wenigen Tagen wieder verschwunden ist, kann das zum Beispiel auf eine Ernährungsumstellung zurückzuführen sein. Auch nach dem Verzehr fettreicher Mahlzeiten kann der Stuhl kurzzeitig schleimig sein. Eine weitere Ursache für veränderten Stuhl sind Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Zu den häufigsten Unverträglichkeiten zählen Laktoseintoleranz und Glutenunverträglichkeit (Zöliakie). Eine Unverträglichkeit macht sich meist durch weitere Symptome wie Übelkeit und Erbrechen, Blähungen, Bauchkrämpfe sowie Durchfall bemerkbar.

Auslöser für den Schleim im Stuhl können zudem Krankheiten sein. Dazu zählen chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn, Infektionskrankheiten (zum Beispiel mit Salmonellen) und Darmkrebs.

Schleim: Welche unterschiedlichen Arten gibt es?

Wässrigen Schleim produzieren die Schleimdrüsen als Reaktion auf eine Entzündung, weshalb dieser auf einen Infekt hinweisen kann. Besonders die Farbe des Schleims sagt viel über mögliche Ursachen aus.

  • Heller Schleim: Klarer Schleim ist eine normale Reaktion des Körpers – beispielsweise auf eine Unverträglichkeit oder die Umstellung der Ernährung.
  • Weißer Schleim: Hinter weißem Schleim steckt meist eine Intoleranz und selten auch eine entzündliche Darmerkrankung.
  • Gelber Schleim: Durch abgestorbene Leukozyten (weiße Blutkörperchen) färbt sich der Schleim gelb. Gelber Schleim kann als Folge einer Infektion auftreten.
  • Roter Schleim: Roter Schleim spricht dafür, dass sich Blut im Schleim befindet. Das kann ein Zeichen für eine entzündliche Darmerkrankung oder Darmkrebs sein. Selten kann roter Schleim auch bei Infektionen auftreten.

Wichtig: Auch bestimmte Lebensmittel wie grünes Blattgemüse oder Rote Bete können den Stuhl und Schleim verfärben. Wenn die Verfärbung also nur kurzzeitig auftritt, ist das kein Grund zur Sorge.

Behandlung von schleimigem Stuhl

Da auch ernsthafte Erkrankungen den Schleim im Stuhl auslösen können, sollten Sie in jedem Fall einen Arzt aufsuchen, wenn der schleimige Stuhl länger als ein paar Tage anhält. Der Arzt wird dann die jeweilige Ursache behandeln. Bei chronischen Erkrankungen wie Morbus Crohn können die Symptome zumindest gelindert werden.

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