Der Zucker Glucose Was steckt hinter Traubenzucker?

Glukose, auch Dextrose genannt, findet man überall. Lebensmittelhersteller nutzen den Traubenzucker ähnlich wie herkömmlichen Zucker für viele ihrer Produkte. Sie bewerten ihn immer wieder als gesund und geraten damit in die Kritik von Ernährungswissenschaftlern und gesundheitsbewussten Menschen.

Glucose - Ist Traubenzucker gesund?

Gleichzeitig gilt Traubenzucker als beliebter und schneller Energielieferant und Wachmacher. Doch wie passen die Informationen des umfangreichen Themas zusammen? Wie viele Kalorien sind drin? Ist Traubenzucker gesund und wie wichtig ist dieser für den menschlichen Organismus?

Den Begriff Glucose oder Dextrose kennt man. Jeder hat ihn schon einmal gehört und verbindet sicherlich nichts Gutes mit ihm. Glucose ist ein Einfachzucker, der dadurch zu der Gruppe der Kohlenhydrate gehört. Eine Menge von 100 Gramm enthält als Beispiel in etwa 400 Kalorien.

Sie ist in vielen Lebensmitteln enthalten, in denen sie eigentlich nichts zu suchen hat. Ketchup enthält Dextrose genauso wie Gewürzgurken. Anders verhält es sich mit Traubenzucker. Bei einer Unterzuckerung kann Traubenzucker bei der Regulierung helfen. Er gilt als guter Energielieferant und wird vor allem vor Prüfungen oder vor einer Präsentation im Büro eingenommen, um schnell geistige Leistungen des Körpers abrufen zu können. Besonders beliebt ist er bei Kindern. Wir haben uns die Glukose einmal genauer angeschaut und zeigen Euch, was Ihr unbedingt über den Zucker wissen müsst.

Was ist Glucose?

Egal ob Dextrose, Traubenzucker oder Stärkezucker: Alle Begriffe beschreiben die gleiche chemische Verbindung. Bei Glucose handelt es sich, wie bei Fructose und Galactose, um ein Monosaccharid (auch Einfachzucker genannt). Alle drei Monosaccharide sind die Grundbausteine für komplexere Zuckerverbindungen. Es gibt drei verschiedene Zuckerarten: Disaccharide (Zweifachzucker), Oligosaccharide (Mehrfachzucker) und Polysaccharide (Vielfachzucker). Dextrose bildet sozusagen das Fundament für die verschiedensten Verbindungen und genau das macht den Zucker so wertvoll für Hersteller. Als reiner Stoff kann er unkompliziert in Apotheken, Drogerie- und Supermärkten gekauft und zum Süßen von Nahrung genutzt werden. Wo Ihr ihn überall versteckt findet,verrät Euch unser Ratgeber.

Warum wird Glucose Traubenzucker genannt? 

Der Begriff Traubenzucker hat, wie sollte es anders sein, eine lange und alte Geschichte. Glucose wurde 1792 von Johann Tobias Lowitz in Weintrauben entdeckt und als eine verschiedene Verbindung zum damals üblichen Rohrzucker (Saccharose, fällt unter die Gruppe der Zweifachzucker) erkannt. Da er erstmals in Trauben entdeckt wurde, prägte sich der Begriff Traubenzucker. Erst 1838 wurde Traubenzucker in Glucose umbenannt. Bis heute ist der Begriff Traubenzucker weit verbreitet, wenn auch die meisten Menschen Traubenzucker und Glucose für verschiedene Arten von Zucker halten. Dem ist allerdings nicht so.

Wo ist Glucose zu finden?

Nehmt Ihr Glucose als Ernährung zu Euch, geht der Zucker direkt in Euer Blut. Dort wird der Blutzuckerspiegel erhöht, mit der Folge, dass das körpereigene Hormon Insulin ausgeschüttet wird. Insulin dient vor allem dazu, den Zucker schnell aus dem Blut in die Zellen Eures Körpers zu transportieren. Dieser Schritt kann für Diabetiker lebenswichtig sein, denn leidet Ihr an Diabetes, ist der Glucose-Stoffwechsel gestört. Überschüssige Energie wird in Fett umgewandelt. Doch das Insulin besitzt eine weitere wichtige Aufgabe. Es sorgt dafür, dass der Zuckerspiegel im Blut schnell wieder sinkt. Gewöhnt Euch also eine tägliche Ernährung damit ab und achtet auf eine ausgewogene Ernährung, um Eurer Gesundheit nicht zu schaden. Eine gesteigerte Energie des Gehirns ist meist nur von sehr kurzer Dauer, die Konzentration kann relativ schnell wieder sinken und auch Heißhunger kann auftreten, wodurch Ihr mehr esst. Greift lieber zu gesunden Nahrungsmitteln mit Kohlenhydraten, die werden nur sehr langsam zu Zucker abgebaut und halten länger satt.

Im Prinzip findet Ihr die Zuckerart überall. Mit Fructose (Fruchtzucker) bildet Glucose die Zusammensetzung von gewöhnlichem Zucker. Damit steht Glucose (wie auch Galactose) im Verdacht, bei zu hohem Konsum der Gesundheit zu schaden und indirekt Diabetes mellitus auszulösen. Auch Glucose gehört zur Gruppe der Kohlenhydrate und kann bei übermäßigen Verzehr schädlich wirken, auch auf die Leber. Zu einem erhöhten Blutzuckerspiegel und Übergewicht kann er ebenfalls führen. Dies wiederum kann ein erhöhtes Risiko von Diabetes mellitus hervorrufen.

Welche Lebensmittel beinhalten Glucose? 

Da es sich um einen Basiszucker handelt, ist Glucose beinahe in allen Lebensmitteln zu finden. Als Beispiel tritt er in seiner natürlichen Form in folgenden Nahrungsmitteln auf:

  • Obst
  • Gemüse
  • Vollkornprodukte
  • Honig
  • Milch

Übrigens wird Glucose nicht aus Weintrauben, sondern hauptsächlich aus der Stärke von Mais und Kartoffeln gewonnen. Um ein Abnehmen zu fördern, solltet Ihr vermehrt Gemüse statt Obst zu Euch nehmen. Lebensmittel mit Fructose findet Ihr in

unserem Ratgeber.

Wie Ihr auf Glucose verzichtet

Natürlich könnt Ihr Glucose nicht völlig aus Eurem Leben verbannen. Das müsst Ihr auch gar nicht. Unser Körper kann Glucose sehr gut abbauen. Eine größere Menge solltet Ihr davon dennoch nicht essen. Das Auf und Ab des Zuckerspiegels im Blut ist nicht gesund. Kontrolliert für Euer nächstes Rezept Eure Lebensmittel auf ihren Glucosegehalt. Glucose kommt beispielsweise in Vollkornbrot vor. Sollte sich der angegebene Wert im hohen einstelligen oder gar zweistelligen Bereich bewegen, sucht Euch besser ein anderes Brot. Auch bei Säften könnt Ihr nachhelfen. Je wässriger ein Saft ist, desto niedriger ist der Glucosewert. Und je niedriger der Glucosewert, desto niedriger der Blutzucker und desto gesünder lebt Ihr. Mehr zu zuckerhaltigen Getränken findet Ihr hier.

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