Der Zucker Glucose Wie gesund ist der Traubenzucker wirklich?

Glucose, auch Dextrose genannt, findet man überall. Lebensmittelhersteller nutzen den Traubenzucker ähnlich wie herkömmlichen Zucker für viele ihrer Produkte. Sie bewerten ihn immer wieder als gesund und geraten damit in die Kritik von Ernährungswissenschaftlern und gesundheitsbewussten Menschen.

Glucose - Ist Traubenzucker gesund?

Traubenzucker ist als schneller Energielieferant und Wachmacher bekannt, da der Zucker sofort ins Blut übergeht. Doch ist Traubenzucker gesund? Und wie wichtig ist dieser für den menschlichen Organismus?

Was ist Glucose?

Egal ob Dextrose, Traubenzucker oder Stärkezucker: Alle Begriffe beschreiben die gleiche chemische Verbindung. Bei Glucose handelt es sich, wie bei Fructose und Galactose, um ein Monosaccharid (auch Einfachzucker genannt). Alle drei Monosaccharide sind die Grundbausteine für komplexere Zuckerverbindungen. Es gibt drei verschiedene Zuckerarten: Disaccharide (Zweifachzucker), Oligosaccharide (Mehrfachzucker) und Polysaccharide (Vielfachzucker). Dextrose bildet sozusagen das Fundament für die verschiedensten Verbindungen und genau das macht den Zucker so wertvoll für Hersteller. Als reiner Stoff kann er unkompliziert in Apotheken, Drogerie- und Supermärkten gekauft und zum Süßen von Nahrung genutzt werden. Wo ihr ihn überall versteckt findet, verrät euch unser Ratgeber.

Warum wird Glucose Traubenzucker genannt? 

Der Begriff Traubenzucker hat, wie sollte es anders sein, eine lange und alte Geschichte. Glucose wurde 1792 von Johann Tobias Lowitz in Weintrauben entdeckt und als eine verschiedene Verbindung zum damals üblichen Rohrzucker (Saccharose, fällt unter die Gruppe der Zweifachzucker) erkannt. Da er erstmals in Trauben entdeckt wurde, prägte sich der Begriff Traubenzucker. Erst 1838 wurde Traubenzucker in Glucose umbenannt. Bis heute ist der Begriff Traubenzucker weit verbreitet, wenn auch die meisten Menschen Traubenzucker und Glucose für verschiedene Arten von Zucker halten. Dem ist allerdings nicht so.

Wie wirkt Glucose?

Wird Glucose aufgenommen, geht er direkt ins Blut über und erhöht den Blutzuckerspiegel, mit der Folge, dass das körpereigene Hormon Insulin ausgeschüttet wird. Insulin dient vor allem dazu, den Zucker schnell aus dem Blut in die Zellen eures Körpers zu transportieren. Dadurch sinkt er Blutzuckerspiegel wieder. Bei Glucose geht das sehr schnell, sodass auch Heißhunger eher auftritt. 

Mit Fructose (Fruchtzucker) bildet Glucose die Zusammensetzung von gewöhnlichem Zucker. Glucose, wie auch Galactose, stehen im Verdacht, bei zu hohem Konsum der Gesundheit zu schaden. Zu einem erhöhten Blutzuckerspiegel und Übergewicht kann er ebenfalls führen. Dies wiederum kann ein erhöhtes Risiko von Diabetes mellitus Typ 2 hervorrufen.

Welche Lebensmittel enthalten Glucose?

Da es sich um einen Basiszucker handelt, ist Glucose beinahe in allen Lebensmitteln zu finden. Als Beispiel tritt er in seiner natürlichen Form in folgenden Nahrungsmitteln auf:

  • Obst
  • Gemüse
  • Vollkornprodukte
  • Honig
  • Milch

Übrigens wird Glucose nicht aus Weintrauben, sondern hauptsächlich aus der Stärke von Mais und Kartoffeln gewonnen. 

Wie viel Glucose ist gesund?

Glucose lässt sich so gut wie nicht aus der Ernährung verbannen. Das ist auch gar nicht nötig, da der Körper den Zucker leicht abbauen und verwerten kann. Wichtig ist, dass Sie darauf achten, dass der Blutzuckerspiegel täglich nicht Achterbahn fährt. Das lässt sich verhindern, indem Sie auf Lebensmittel mit einem hohen Ballaststoffanteil setzen. 

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