12. Oktober 2021
Vitamin D: Hilft es gegen Depressionen?

Kann Vitamin D gegen Depressionen helfen?

Vitamin D ist wichtig für unsere Gesundheit. Wir brauchen das Sonnenvitamin unter anderem für unsere Knochen, unsere Zähne, unser Immunsystem und auch für unser psychisches Wohlbefinden. Lesen Sie hier, welchen Einfluss Vitamin D auf Depressionen haben kann.

Was ist eine Depression?

Jeder Mensch hat Phasen, in denen er vorübergehend niedergeschlagen ist und sich in einem Stimmungstief befindet. Hält dieser Zustand an, kann es sich um eine Depression handeln. Laut Schätzungen der Deutschen Depressionshilfe erkranken in Deutschland derzeit ca. 5,3 Millionen Menschen im Laufe eines Jahres an einer Depression. Betroffene Menschen berichten von einer niedergeschlagenen, gedrückten Stimmung und einer inneren Leere. Sie verlieren das Interesse an Hobbys, Unternehmungen mit Freunden oder Familie. Alltägliche Aktivitäten kosten große Überwindung und führen zu einer schnellen Ermüdung.

Depressive Menschen haben meist Vitamin-D-Mangel

Studien, inwiefern Vitamin D Depressionen vorbeugen oder dagegen helfen kann, kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen. In einer amerikanischen Studie heißt es, dass die Behandlung mit dem Sonnenvitamin unwirksam ist. Eine norwegische Studie wiederum hat feststellen können, dass eine hohe Einnahme von Vitamin D die Symptome einer Depression lindern kann.

„Depressive Menschen weisen häufig sehr niedrige Vitamin-D-Spiegel auf. Laut aktuellen Studien verdoppelt sich das Risiko, an einer Depression zu erkranken, bei einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel fast“, erklärt Dr. Tegtmeier von der Asklepios Stadtklinik Bad Wildungen online auf der Website des Krankenhauses. „Ein Ausgleich des Vitamin-D-Mangels kann zu einem Abklingen der Beschwerden führen.“ Denn das Vitamin ist wichtig bei der Regulierung des Hirnbotenstoffs Serotonin. Dieser aktiviert nämlich das Belohnungssystem in unserem Gehirn und kann für Glücksgefühle sowie für eine gute Stimmung sorgen. Des Weiteren beeinflusst Vitamin D die Verwertung von Dopamin und die Synthese von Noradrenalin – weitere Botenstoffe, die sich auf unser psychisches Wohlbefinden auswirken. Zudem schützt das Sonnenvitamin unsere Nervenzellen.

Wichtig: Supplementieren Sie nicht eigenständig Vitamin D, sondern immer nur nach Absprache mit Ihrem Arzt, der mit einer Blutuntersuchung Ihren Vitamin-D-Spiegel feststellen kann. Im Falle eines Vitamin-D-Mangels berät er Sie bezüglich Wahl und Einnahme von geeigneten Präparaten.

Mehr dazu hier: Anzeichen für eine Überdosierung von Vitamin D >>

Depression – hier finden Betroffene Hilfe

Wenn Sie Anzeichen einer Depression bei sich bemerken, begeben Sie sich in ärztliche Behandlung. Weitere Informationen finden betroffene Personen auf der Webseite der Deutschen Depressionshilfe oder über das Info-Telefon 0800 / 33 44 533.

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