24. November 2020
Androphobie: Wenn Frauen vor Männern Angst haben

Androphobie: Wenn Frauen vor Männern Angst haben

Bei einer Androphobie haben meist Frauen große Angst vor Männern. Wie sich die Furcht vor dem anderen Geschlecht äußert und wie Sie diese behandeln können, lesen Sie hier.

Frau hat Angst vor einem Mann.
© Constantinis/iStock
Frau hat Angst vor einem Mann.

Was ist eine Androphobie?

Die Androphobie ist eine Sozialphobie und bezeichnet die irrationale und übersteigerte Angst vor Männern. Vor allem Frauen sind von einer Androphobie betroffen und nehmen Nähe und intime Situationen als Bedrohung wahr. Sich auf eine intime Partnerschaft einzulassen, ist für solche Frauen meist nicht möglich. Die Phobie kann sich auf unterschiedliche Typen von Männern beziehen oder auf gewisse Situationen beschränken. Betroffene Frauen weisen oftmals ein Vermeidungsverhalten auf und versuchen möglichst den Kontakt mit dem anderen Geschlecht zu verhindern. Gerade im Alltag und im Beruf erweist sich dieses Verhalten jedoch als schwierig. Eine Androphobie betrifft meist Frauen, aber nicht ausschließlich – auch Männer können an dieser Angststörung erkranken.

Angst vor Männern: Das sind die körperlichen Anzeichen

Treffen Betroffene auf ein „Angstobjekt“, in diesem Fall auf einen Mann, treten die typischen körperlichen Anzeichen einer Panik auf und der Körper nimmt diese Situation als Gefahr wahr. In manchen Fällen reicht der Gedanke allein schon aus, um Angst auszulösen oder sich unwohl zu fühlen. Betroffene fühlen sich vor allem an Orten bedroht, wo Männer verstärkt zu finden sind. Dazu gehören beispielsweise Fußballstadien oder Bierlokale.

Die körperlichen Symptome einer Androphobie äußern sich folgendermaßen:

  • Allgemeines Unwohlsein
  • Zittern und Herzklopfen
  • Pulsbeschleunigung und Schweißausbruch
  • Schwindel und Übelkeit
  • Mundtrockenheit und Hitzewallungen
  • Atembeschwerden
  • Ohnmachtsanfall

Die Angst vor Männern: Ursachen und Behandlung

Meist sind Frauen betroffen, die negative Erfahrungen mit dem männlichen Geschlecht gemacht haben. Es kann sich um traumatische Erlebnisse, wie sexueller Missbrauch in der Kindheit, oder um vergleichsweise harmlosere Ursachen, wie die Ablehnung durch den Vater, handeln. Bei jungen und unsicheren Frauen können sexuell-obszöne Verhaltensweisen oder Gesten von Männern zu einer Angststörung führen. Die Behandlung der Androphobie richtet sich je nach Ausprägung und Ursachen. Betroffene Frauen sollten sich professionelle Hilfe bei einem Psychologen suchen, da eine Androphobie massive Beeinträchtigungen im Alltag, im Job oder in der Beziehung mit sich bringt. Die Androphobie kann mithilfe von Verhaltens- oder Hypnosetherapien gut behandelt werden.
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