Gefahr der Überdosierung Diese Ergänzungsmittel können gefährlich werden

Nahrungsergänzungsmittel bringen zahlreiche gesundheitliche Versprechen mit sich. Doch diese können auch ins Negative umschlagen und der Gesundheit mehr schaden als nutzen. Lesen Sie hier, welche Vitamine und Mineralstoffe problematisch werden können.

Pillen, Tabletten, Dragees, Kapseln

Viele Nahrungsergänzungmittel gibt es freiverkäuflich in Apotheken und Drogerien und sind für Jedermann zugänglich. Im Jahr 2018 wurden in Deutschland 225 Millionen Packungen verkauft. EIn Jahr zuvor waren es 213 Millionen. Im Glauben, der Gesundheit damit etwas gutes zu tun, greifen viele Personen regelmäßig zu den Ergänzungsmitteln. Gleichzeitig setzen immer mehr Lebensmittelhersteller ihren Produkten Vitamine und Mineralstoffe zu. So passiert es, dass die empfohlene Tagesdosis verschiedener Vitamine und Mineralstoffe schnell überschritten ist. Langfristig kann das gesundheitsschädlich sein. 

Bedenkliche Überdosierungen

Vitamin A (Beta-Carotin)
Da es sich um ein fettlösliches Vitamin handelt wird es nicht über den Urin oder Schweiß ausgeschieden, sondern über die Leber und den Darm abgebaut. Eine Überdosierung wirkt sich negativ auf den Hirndruck und den Calciumhaushalt aus. Die Folgen können Bluthochdruck und Nierenversagen, sowie eine Vergrößerung der Milz und Leber.

Vitamin D
Eine Überdosierung mit Vitamin D äußert sich durch Erbrechen, Durchfall und Kopfschmerzen. Der Körper wehrt sich meist schon viel früher, bevor es zu ernsten Schwierigkeiten kommt. Zu viel Vitamin D begünstigt Kalkablagerungen in den Gefäßen und Organen, sowie Nierenschäden. Achten Sie grundsätzlich bei Vitamin D darauf, dass es noch Vitamin K2 enthält, da dieses Vitamin Calcium in die Knochen einbaut, sodass es nicht unverbraucht im Blut bleibt und wieder ausgeschieden wird.

Vitamin E
Sehr hohe Vitamin-E-Zufuhren erhöhen das Risiko für Prostatakrebs. Auch sehen verschiedene Studien einen Zusammenhang mit erhöhten vorzeitiger Sterblichkeit.

Kalium
Bei einer Überdosierung drohen Herzrhtyhmusstörungen oder sogar ein Kreislaufkollaps. Nierenkranke sollten ebenfalls aufpassen, da ihre Nieren weniger Kalium ausscheiden. Wichtig ist es deshalb, dass der Kalium- und Magnesiumspiegel im Blut ausgeglichen und im Normalbereich ist. 

Folsäure
Für Schwangere wird es empfohlen, Folsäure zusätzlich einzunehmen. Für Männer hingegen ist es nicht zu empfehlen, da eine Überdosierung das Risiko für Prostatakrebs erhöht. 

Autor: Christina Liersch