Hausmittel 12 natürliche Blutverdünner

Arzneimittel, die zur Blutverdünnung eingesetzt werden, bringen häufig Nebenwirkungen mit sich. Natürliche Blutverdünner versprechen Hilfe - denn sie sind gesund und entzündungshemmend. Erfahrt hier mehr dazu!

Hausmittel für die Blutverdünnung

Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie dauerhaftes Vorhofflimmern, einer Thrombose oder Lungenembolie ist das Risiko der Bildung neuer Blutgerinnsel erhöht. Zur Hemmung der Blutgerinnung und zur Vorbeugung von neuen Blutgerinnseln verschreiben Ärzte ihren Patienten Blutverdünner, die eine Vielzahl an gefährlichen Nebenwirkungen haben kann. Durch die medikamentöse Behandlung kann es zu inneren Blutungen, Blut im Stuhl und Urin, Gefäßverschlüssen und infolgedessen zu Herzinfarkten, Embolien und Schlaganfällen kommen. Eine Behandlung mit Blutverdünnern aus natürlichen Hausmitteln ist dahingegen gesünder als eine pharmazeutische Therapie. Jedoch sollten Patienten nie ohne Rücksprache mit ihrem Arzt eigenhändig die Medikamente absetzen, sondern sich von ihm beraten lassen.
Damit im Alter erst keine Herz-Kreislauf-Erkrankungen entstehen, empfehlen wir euch, mit natürlichen Lebensmitteln vorzubeugen. Welche Lebens- und Ergänzungsmittel entzündungshemmend und blutverdünnend wirken, erfahrt ihr nachfolgend.

Was sind die Ursachen für zu dickes Blut?

Häufig liegt die Ursache in der Lebens- und Ernährungsweise. Ein Mangel an Bewegung führt dazu, dass das Blut in den Venen langsamer fließt, wodurch sich Blutplättchen an den Gefäßwänden ablagern können und das Thromboserisiko erhöht. In Verbindung mit Übergewicht und Rauchen steigt das Risiko zusätzlich an. Neben der falschen Ernährung und zu wenig Bewegung können auch Krankheiten und Medikamente dazu beitragen, dass das Blut langsamer fließt. Dazu gehören:

  • Diabetes
  • Fettstoffwechselstörung
  • Chronisch entzündliche Erkrankungen wie Rheuma, Tumore oder Autoimmunerkrankungen
  • Orale Kontrazeptiva/Hormone
Maßnahmen zur Vorbeugung
Die beste Maßnahme zur Vorbeugung ist, sich täglich zu bewegen. Es hilft, regelmäßig am Arbeitsplatz aufzustehen, spazierenzugehen, die Treppe statt den Aufzug zu nutzen und Sport zu treiben. Bewegung bringt die Fließgeschwindigkeit des Blutes in Schwung. Ebenso spielt die Ernährung eine große Rolle. Eine ausgewogene und nährstoffreiche Ernährung mit Kohlenhydraten, Proteinen und guten Fetten verhindert, dass Ablagerungen in den Gefäßen entstehen, an denen sich Blutgerinnsel bilden können. Auf Rauchen und Alkohol sollte weitesgehend verzichtet werden.

Wie verhalten sich Alkohol und Blutverdünner zueinander?

Wer medikamentöse Blutverdünner einnimmt, sollte auf den Konsum von Alkohol verzichten, da dieser eine blutverdünnende Wirkung hat. Er verringert deshalb zum einen zwar das Risiko eines Herzinfarkts, erhöht zum anderen jedoch das eines Schlaganfalls nach einer Arterienverletzung. Ist das Blut zu stark verdünnt, kann es bei einer Verletzung zu Gerinnungsschwierigkeiten kommen, sodass die Blutung nur schwer gestoppt werden kann. Am empfehlenswertesten ist es, Rücksprache mit einem Arzt zu halten.

Natürliche Blutverdünner

Zu den blutverdünnenden Lebensmitteln und Nahrungsergänzungmitteln gehören laut verschiedener Untersuchungen der letzten Jahre die folgenden:

Zimt

Um eine Hemmung der Blutgerinnung erzielen zu können, könnt ihr Zimt zu euch nehmen. So wirkt Zimt in Form von hochdosiertenExtrakten wie Zimtdestillat oder ätherisches Zimtöl gerinnungshemmend. Ein wässirgier Extrakt, z.B. Zimttee, hat keinen Einfluss auf die Blutverdünnung.

Ingwer

Als natürlicher Blutverdünner ist Ingwer bekannt. Einen besonders blutverdünnenden Effekt hat Ingwer, wenn er hochdosiert eingenommen wird. Mit Ingwer als Tee oder im Essen ist die aufgenommene Menge für eine Behandlung zu gering, sodass er mehr der Vorbeugung dient, da er die Durchblutung verbessert.

Knoblauch

Mit Knoblauch beugt ihr Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor. Knoblauch enthält antibiotische Eigenschaften, wodurch der Blutdruck- und Cholesterinwert gesenkt und die Blutgerinnung gehemmt werden. Dadurch wird auch seine blutverdünnende Wirkung vermutet, welche jedoch noch nicht konkret erforscht wurde. Dennoch wird er in einer gesunden Ernährung zur Vorbeugung von Arteriosklerose empfohlen.

Kurkuma

Das Gewürz Kurkuma hat Unmengen an positiven Eigenschaften und unterstützt Leber, Zähne und hilft bei der Blutzuckersenkung. Zur Blutverdünnung eignet sich Kurkuma besonders, da das Gewürz das Verklumpen von Blutplättchen und somit die Bildung von Blutgerinnseln verhindert. In einer koreanischen Studie von 2012 wurde erforscht, dass der Wirkstoff Curcumin eine so starke blutverdünnende Wirkung hat, dass bei täglicher Einnahme ganz auf Medikamente verzichtet werden könne.

Bromelain

Das Enzym Bromelain wird aus der Ananas gewonnen. Es verhindert die Bildung von Blutgerinnseln, reduziert die Blutgerinnung und schützt das Herz.

Omega-3-Fettsäuren

Ein gesunder Blutfluss entsteht durch die Wirkung von Omega-3-Fettsäuren. Sie können als Nahrungsergänzungsmittel oder in Form von hochwertigen Ölen, wie durch Hanf- und Leinöl, aufgenommen werden.

Nattokinase

Das aus fermentierten Sojabohnen gewonnene Enzym Nattokinase ist gerinnungshemmend und verhindert ein Verklumpen der Blutplättchen. Da es sich um ein isoliertes Enzym handelt, kann es in der falschen Dosierung zu einer zu starken Blutverdünnung kommen. 

Gojibeere

Auch sie gilt als natürlicher Blutverdünner: Die Gojibeere. In Kombination mit pharmazeutischen Mitteln solltet ihr aufpassen, denn die Mischung der beiden Zutaten kann die Blutgerinnung fördern, statt sie zu hemmen.

Dunkle Schokolade

Dunkle Schokolade enthält viel Kakao - ein stark wirkendes Mittel zur Blutverdünnung. Die im Kakao enthaltenen Wirkstoffe OPC (Oligomere Proanthocyanidine) und der hochkonzentrierte Pflanzenstoff Flavonoide hemmen die Blutgerinnung. Flavonoide sind vor allem in Gemüse, wie Rotkohl und Rote Bete, und in Früchten, wie bspw. Äpfeln, enthalten.

Oligomere Proanthocyanidine (OPC)

OPC ist besonders im Rotwein- und Traubenkernextrakt und in Kakao enthalten. Es wird aus Traubenkernen oder der Haut und den Schalen von Früchten gewonnen. Das Antioxidans schützt die Blutgefäße vor dem Eindringen freier Radikale, lindert Schwellungen und sorgt für einen besseren Blutfluss. Zu kaufen gibt es OPC in Apotheken.

Cayenne Pfeffer

Der Inhaltsstoff Capsaicin, der in Cayenne Pfeffer enthalten ist, fördert die Durchblutung, wirkt gefäßerweiternd und blutverdünnend. Verzehrt Cayenne Pfeffer am besten roh in Säften oder Salaten. Eine stärkere Wirkung bekommt ihr mit hochdosiertem Capsaicin aus Nahrungsergänzungsmitteln. Auch hier ist es ratsam die Dosierung mit einem Arzt zu besprechen.

Brennnesseln

Wissenschaftler fanden heraus, dass Brennnesseln eine entspannende Wirkung auf die Blutgefäße besitzen. Das Heilkraut verhindert eine übermäßige Blutgerinnung und hilft dadurch das Blut zu "verdünnen". Wir sprechen hierbei jedoch nicht von dem grünen Blatt, sondern der wässrigen Konsistenz, also Brennnesseltee, welcher in Untersuchungen getestet wurden.

Autor: Mareike Schumacher