Schlafstörungen: Diese 5 Nährstoffe könnten fehlen

Schlafstörungen: Diese 5 Nährstoffe könnten Ihnen fehlen

Sie haben Probleme beim Einschlafen oder wachen nachts öfters auf? Die Ursachen für Schlafstörungen können vielfältig sein und sind nicht immer leicht als solche zu erkennen. Zum Beispiel kann eine Unterversorgung mit Nährstoffen dazu beitragen, dass Sie schlechter schlafen.

Schlaf ist wichtig für unsere Gesundheit. Etwa sieben bis acht Stunden sind optimal, in denen der Körper sich erholt, seine Abwehrkräfte stärkt und seine Zellen erneuert. Doch statt schnell einzuschlummern oder nachts durchzuschlafen, leiden viele Menschen unter Schlafstörungen. Laut dem DAK Gesundheitsreport schlafen hierzulande etwa 80 Prozent der Arbeitnehmer schlecht – Tendenz weiter steigend. Sogar jeder Zehnte leidet sogar unter einer schweren Schlafstörung. 

An erster Stelle der Ursachen bei Schlafproblemen stehen psychische Gründe. Zu viel abendliche TV- und Computer-Nutzung sorgt ebenfalls für schlaflose Nächte. Auch ein Nährstoffmangel kann in einigen Fällen Schlafstörungen begünstigen. Im Detail klären wir auf, welche Mineralstoffe und Vitamine Ihnen fehlen könnten:

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Schlafstörungen durch Nähstoffmangel

Eisen

Ob für den Sauerstofftransport, die Bildung roter Blutkörperchen oder für die Zellbildung – stets ist Eisen mit im Spiel. Das Spurenelement spielt ebenfalls eine große Rolle für einen gesunden und erholsamen Schlaf. Doch warum? Da Eisen entscheidend für zahlreiche Stoffwechselvorgänge ist, zum Beispiel für die Regenerationsprozesse in der Nacht, können diese bei einem Mangel nicht planmäßig ablaufen. Die Folge: Wir wachen morgens trotz ausreichendem Schlaf gerädert auf. Dauerhaft kann das zu einer Übermüdung führen, die wiederum paradoxerweise Schlafstörungen auslösen kann.

Weitere typische Anzeichen eines Eisenmangels sind Blässe, Müdigkeit und Haarausfall. Um eine Unterversorgung mit Eisen zu umgehen, sollten eisenreiche Lebensmittel wie rotes Fleisch, Hülsenfrüchte und Haferflocken regelmäßig auf Ihrem Speiseplan stehen.

Magnesium

Magnesium ist wichtig für unser Herz sowie für unsere Muskeln und Knochen. Außerdem fördert es einen gesunden Schlaf, da es die Ausschüttung von Stresshormonen bremst und nächtliche Wadenkrämpfe sowie Muskelzuckungen unterbindet. Zudem trägt Magnesium dazu bei, dass der Organismus zur Ruhe kommt. Es verstärkt die Wirkung des Botenstoffs GABA, der wachmachende Reize hemmt. Kommt es daher zu einer Unterversorgung des Mineralstoffs, leidet auch unsere Schlafqualität und wir haben mit Schlafstörungen zu kämpfen.

Um dem vorzubeugen, sollten Sie regelmäßig Lebensmittel verzehren, die Sie mit Magnesium versorgen. Dazu gehören Fisch, Weizenkleie, Hülsenfrüchte und Sonnenblumenkerne.

Vitamin D

Das Sonnenvitamin, das wir unter anderem für starke Knochen und Muskeln sowie für unser Immunsystem benötigen, kann uns vor allem in den kalten und dunklen Monaten fehlen. Denn über die Haut, welche den Sonnenstrahlen ausgesetzt ist, produzieren wir den Großteil an Vitamin D selbst. Eine Unterversorgung von Vitamin D kann sich unter anderem durch eine erhöhte Infektanfälligkeit, Muskel- und Gelenkschmerzen sowie durch Müdigkeit und Schlafstörungen bemerkbar machen. Noch ist medizinisch nicht vollständig geklärt, wieso das Sonnenvitamin unseren Schlaf beeinflusst. Mediziner gehen allerdings davon aus, dass Vitamin D entscheidend in der Regulation des Schlaf-Wach-Rhythmus ist.

Bei Verdacht auf eine Unterversorgung, sollten Sie Ihren Hausarzt oder Ihre Hausärztin aufsuchen, um Ihren Vitamin-D-Wert kontrollieren zu lassen. Gegebenenfalls kommt eine Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln infrage, um Ihren Spiegel anzuheben. 

Kalium

Kalium wird in unseren Körpern als Elektrolyt gebraucht. Solche elektrisch geladenen Ionen übernehmen eine ganze Reihe wichtiger Prozesse in unserem Organismus. Kalium kommt vor allem eine wesentliche Funktion bei der Regulierung des Wasserhaushalts der Körperzellen zu, es ist aber außerdem auch an der Steuerung des Blutdrucks und Herzrhythmus beteiligt und hilft, Impulse zwischen Nerven und Muskeln korrekt zu übertragen. Ein Kaliummangel macht sich oft durch Muskelschwäche, Kopfschmerzen, Herzrhythmusstörungen und Schlafstörungen bemerkbar. Obwohl mit dem Kaliummangel eine körperliche Müdigkeit einhergeht, fällt das Einschlafen schwer. Der Körper befindet sich dann nämlich in einem Stresszustand, Signale und Reize können nicht mehr richtig übertragen werden, was dazu führt, dass Schlaf auslösende Mechanismen im Körper gestört sind. Häufige Ursache für Kaliummangel können starker Flüssigkeits- und Elektrolyteverlust durch Durchfall, Erbrechen, entwässernde Medikamente oder einseitige Ernährungsformen sein. 

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Selen

Das Spurenelement ist Bestandteil vieler Enzyme und dementsprechend in zahlreichen Prozessen integriert. Zudem ist Selen antioxidativ. Das bedeutet, dass es unsere Zellen vor freien Radikalen schützt. Mangelt es uns an Selen, kann sich das unter anderem durch Flecken auf dem Nagel, Haarausfall, Gelenkbeschwerden und Müdigkeit bemerkbar machen. Aber auch unsere Schlafqualität kann davon betroffen sein. Denn aufgrund der Unterversorgung kommt unser Hormonhaushalt aus der Balance. Das wirkt sich auch auf die Produktion des Schlafhormons Melatonin aus. Unruhe und Probleme beim Einschlafen sind dann die Folgen. 

Selen finden Sie vor allem in tierischen Lebensmitteln wie Fleisch, Fisch und Eier. Pflanzliche Selen-Quellen sind Pilze, Linsen, Spargel und Paranüsse. 

Im Video: Endlich normal einschlafen mit diesen 4 Lebensmitteln

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