Ursachen und Tipps zur Behandlung Koliken bei Babys

Jedes Baby leidet irgendwann einmal unter Koliken. Die fiesen Bauchschmerzen sind nicht nur für das Kind, sondern oft auch für die Eltern eine echte Belastungsprobe.

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Mein Baby hat Koliken

Für Eltern gibt es kaum was Anstrengenderes, als wenn das Baby Koliken hat. Gerade Neugeborene leiden häufig daran. Der Bauch tut weh und die Luft möchte einfach nicht raus. Das Baby hat Schmerzen und weint viel. Die Eltern leiden mit. Die Wissenschaft ist sich immer noch uneinig, woran es liegen könnte, das Babys Koliken haben. Gerade zu den sogenannten Drei-Monats-Koliken gibt es unterschiedliche Theorien. Diese fangen meist in der zweiten Lebenswoche an und dauern bis zum dritten Lebensmonat. Eine Theorie besagt, dass sich der Körper des Babys auf ein Leben außerhalb der Gebärmutter einstellen muss. Tatsache ist, dass die ersten drei Lebensmonate mit Baby für die Eltern sowieso eine sehr anstrengende Zeit ist. Sollte das Baby außerdem noch an Koliken leiden, treibt dies viele Eltern an den Rand der Verzweiflung.

Wie kann dem Baby geholfen werden?

Viele Babys empfinden es in dieser Zeit als angenehm, gepuckt zu werden. Dazu wird das Baby nach einer speziellen Methode fest in Tücher eingepackt. Die Tücher liegen relativ eng um den Körper, sodass sie das Baby fest umschließen. Anderen Babys hilft hingegen Bewegung besser. Das kann wiegen auf dem Arm sein, Schieben im Kinderwagen oder auch schaukeln im Tragesitz. Auch Tanzen mit dem Baby im „Fliegergriff“ kann helfen. Es gibt sogar Eltern, die als einzige Lösung gegen das Schreien und Weinen, das Autofahren für sich entdeckt haben. Da wird das Baby, mitten in der Nacht, vollständig angezogen, in den Kinderautositz verfrachtet und Mutter oder Vater unternehmen nächtliche Spazierfahrten. Es kann aber auch sein, das dieses nur durch die andere Umgebung in der sich das Baby befindet, wirkt. Man sagt ja auch, wenn ein Baby sich erstmal eingeschrien hat, sollte man versuchen den Raum mit dem Baby zu wechseln. Manchmal genügt das wirklich schon zur Beruhigung. Alle Eltern sollten hier für sich die beste Methode finden, um ihr Baby zu beruhigen.

Auch Bauchmassagen können helfen, die überflüssige Luft im Bauch entweichen zu lassen. Dafür wird der Bauch des Babys im Uhrzeigersinn sanft massiert. Dies hilft Blähungen und Verstopfungen zu lösen. Es kann auch versucht werden, durch ein sanftes Drücken der Beinchen gegen den Bauch die Blähungen zu lösen. Manche Baby beruhigen sich auch erstaunlich gut, bei gleichbleiben Geräuschen oder Vibrationen. Es gibt im Handel Kuscheltiere die beispielsweise den Herzschlag simulieren und dadurch das Baby beruhigen können. Manchmal hilft es auch, die Babyschale neben die laufende Waschmaschine zu stellen. Das gleichmäßige Geräusch kann Ihr Baby beruhigen. Auch Fencheltee oder Kümmeltee können die Blähungen auflösen. Man kann dem Baby auch eine kleine Wärmflasche oder ein warmes Kirschkernkissen auf den Bauch legen. Dies hilft oft erstaunlich schnell und gut.

Kann Koliken vorgebeugt werden?

Eltern können vorbeugend einige Maßnahmen ergreifen, um Blähungen zu reduzieren. Das wichtigste ist, Babys nach jeder Mahlzeit in aufrechter Position ein Bäuerchen machen zu lassen. Dann ist schon viel von der Luft, die während des Trinkens aufgenommen wurde, wieder entwichen. Gestillte Babys leiden weniger unter Blähungen als Flaschenkinder. Das liegt daran, dass mit der Nuckelflasche leichter Luft geschluckt wird. Wichtig ist auch, euer Baby nicht unnötig lange schreien zu lassen. Je länger ein Baby schreit, umso mehr Luft schluckt es, die zu Koliken führt. Sicher gibt es auch Medikamente gegen Blähungen die ihr eurem Baby geben könnt. Diese sind in Tropfenform und werden meistens der Milch oder dem Wasse, welches das Baby trinkt hinzugefügt. Hier solltet ihr euch Rat beim Kinderarzt holen. Diesen solltet ihr sowieso zu Rate ziehen, wenn so gar nichts gegen die Blähungen hilft. Es ist ja immerhin möglich, dass euer Säugling die Babynahrung nicht verträgt oder unter einer Milchallergie leidet.