23. November 2021
Schmerzende Brustwarzen: Diese 5 Gründe stecken dahinter

Schmerzende Brustwarzen: Diese 5 Gründe stecken dahinter

Veränderungen der Brüste machen vielen Frauen erstmal Sorgen, obwohl sie auch durch einige unbedenkliche Ursachen hervorgerufen werden können. Aber woran liegt es, wenn die Brustwarzen wehtun? Wir erklären, welche 5 Gründe hinter schmerzenden Brustwarzen stecken.

Vermutlich kennt jede Frau das Gefühl: Die Brustwarzen spannen, tun weh oder fühlen sich empfindlich an. Die Veränderungen können durch unterschiedliche Faktoren hervorgerufen werden. Auch, wenn der Grund für die Schmerzen meist harmlos ist, sollten Sie anhaltende oder wiederkehrende Veränderungen der Brust immer ärztlich abklären lassen, um ernste Erkrankungen als Ursache auszuschließen. 

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Schmerzende Brustwarzen: 5 Gründe

1. Hormonelle Umstellung

Immer, wenn sich die Brust durch hormonelle Umstellungen verändert, kann es zu Schmerzen in den Brüsten oder speziell in den Brustwarzen kommen. Beispielsweise in der Pubertät kann sich das Wachsen der Brüste durch schmerzende Brustwarzen bemerkbar machen. Aber auch, wenn der Hormonhaushalt in den Wechseljahren durcheinander gerät, kommt es zu Veränderungen des Brustgewebes, welche mit Schmerzen einhergehen können. Zyklusbedingte Brust- oder Brustwarzenschmerzen, die in der Regel kurz vor dem Einsetzen der Periode beginnen, werden als Mastodynie bezeichnet – der Begriff umfasst neben Schmerzen auch Spannungsgefühle und eine Berührungsempfindlichkeit. 

2. Schwangerschaft

So schön eine Schwangerschaft auch ist, sie geht leider mit einigen unangenehmen körperlichen Veränderungen einher – dazu zählen unter anderem schmerzende Brustwarzen. Denn bei schwangeren Frauen bilden sich die Milchdrüsen in dieser Zeit voll aus, sodass sie Druck auf die Brustwarzen ausüben können. Und auch nach der Schwangerschaft, am Anfang der Stillzeit, können die Brustwarzen wehtun, bis sie sich ans Stillen gewöhnt haben.

Weitere, äußerliche Veränderungen der Brustwarzen sind ebenfalls ein Hinweis auf eine Schwangerschaft. So können Brustwarzen und der umliegende Warzenvorhof (die Haut um die Brustwarze) größer und dunkler werden.

3. Zyste

Bei Zysten handelt es sich um gutartige, mit Flüssigkeit gefüllte Blasen, die sich im Drüsenläppchen der Brust befinden. Die Ursachen für die Zystenbildung sind nicht genau bekannt, allerdings entstehen sie meist zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr und zu Beginn der Wechseljahre. Zysten machen sich nur dann durch Beschwerden wie Schmerzen bemerkbar, wenn sie so stark mit Flüssigkeit gefüllt sind, dass sie auf das umliegende Gewebe drücken. In der Regel müssen die Zysten nicht behandelt werden, in manchen Fällen macht es aber Sinn, sie aufzustechen, um den Inhalt untersuchen zu können.

4. Fibroadenom

Ebenso können die schmerzenden Brustwarzen durch ein Fibroadenom, also einen gutartigen Tumor in der Brust, ausgelöst werden. Es handelt sich dabei um eine Geschwulst, die sich aus Drüsen- und Bindegewebe bildet. Da das Wachstum des Fibroadenoms durch hormonelle Umstellungen beeinflusst wird, kann es in der fruchtbaren Zeit der Frau oder in den Wechseljahren an Größe zunehmen. In der Regel müssen insbesondere kleine Tumore nicht entfernt werden, allerdings sollten sie vorsichtshalber regelmäßig untersucht werden.

5. Falsche Kleidung 

Sowohl bei Männern als auch bei Frauen kann die falsche Kleidung zu Schmerzen in den Brustwarzen führen. Da die Brustwarzen empfindlich auf Berührungen reagieren, kann sie ein eng anliegender rauer Stoff reizen und unter Umständen sogar wund reiben. Besonders häufig passiert das beispielsweise bei langen Joggingeinheiten oder Marathonläufen. Hier erfahren Sie, was gegen schmerzende Brustwarzen beim Joggen hilft >>

Brustkrebs: Veränderte Brustwarzen

Körperliche Veränderungen und Krankheiten machen sich neben Brustwarzenschmerzen auch äußerlich durch Hautveränderungen bemerkbar. Tritt aus Ihrer Brustwarze blutige, eitrige oder klare Flüssigkeit aus, kann eine Brustkrebserkrankung vorliegen. Auch eine Farbveränderung oder eine nach innen gezogene Brustwarze sind ein Warnsignal.

Video: Schmerzen beim Stillen – das kann Abhilfe schaffen

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