12. April 2021
Die Pille: Das sind die Vorteile

Die Pille: Das sind die Vorteile des Verhütungsmittels

Innerhalb der letzten Jahre sind die Bedenken in Bezug auf die Pille und deren möglichen Nebenwirkungen gestiegen. Doch nicht für jeden stellt die Einnahme eine Gefahr dar. Wir erklären, welche Vorteile die Pille als Verhütungsmittel haben kann.

Innerhalb der letzten Jahre ist die Anzahl der Frauen, die sich für die Pille als Verhütungsmittel entscheiden, deutlich gesunken. Der AOK Bundesverband teilte mit, dass im Jahr 2019 nur noch 31 Prozent der gesetzlich versicherten Mädchen und Frauen mit der Pille verhüteten. Zehn Jahre zuvor habe der Anteil noch bei 46 Prozent gelegen. Eine Ursache hierfür sind die gesundheitlichen Bedenken, die viele Frauen in Bezug auf die Einnahme haben. Das Verhütungsmittel greift stark in den Hormonhaushalt ein, weshalb es zu Nebenwirkungen kommen kann. Neben einer erhöhten Thrombosegefahr belegen viele Studien unter anderem auch psychische Nebenwirkungen wie ein erhöhtes Risiko für Depression. Doch nicht für jeden stellt die Pille eine Gesundheitsgefahr dar. Für viele Frauen können die Vorteile gegenüber den Nachteilen überwiegen.

Wie sicher ist die Pille?

Nach wie vor zählt die Antibabypille mit einem Pearl-Index von 0,1 bis 0,9 zu den sichersten Verhütungsmethoden. Der Pearl-Index beschreibt den Anteil der Frauen, die trotz der Verwendung eines bestimmten Verhütungsmittels jährlich schwanger werden. Trotz ihrer hohen Sicherheit, können einige Faktoren die Wirkung der Pille beeinflussen. Probleme mit der Zuverlässigkeit können bei der Einnahme bestimmter Medikamente wie Antibiotika, Durchfall und Erbrechen sowie Urlaubsreisen mit einer Zeitverschiebung auftreten. Halten Sie in diesen Fällen Rücksprache mit Ihrem Gynäkologen.

Die Pille: Das sind die Vorteile

Wie jedes andere Medikament kann die Pille Nebenwirkungen hervorrufen, weshalb die Einnahme wohlüberlegt sein sollte. In einem Gespräch mit Ihrem Gynäkologen sollten vorher der Nutzen und die möglichen Risiken abgewägt werden. Ihr Arzt kann dann, unter Einbezug des jeweiligen Gesundheitszustandes und der bisherigen Krankheitsgeschichte, einschätzen, ob die Pille als Verhütungsmittel geeignet ist oder nicht. Der größte Vorteil dieser Verhütungsmethode ist der fast hundertprozentige Schutz vor einer Schwangerschaft – eine regelmäßige Einnahme vorausgesetzt. Die Pille ist zudem ab dem ersten Tag der Einnahme wirksam. Neben diesem Aspekt gibt es aber auch weitere positive Einflüsse, die sie haben kann. Dazu zählen:

  • eine Verbesserung des Hautbildes
  • schwächere, kürzere Menstruationsblutungen
  • Linderung der Schmerzen während der Periode
  • keine Verminderung der Fruchtbarkeit
  • Gewissheit, wann die Periode einsetzt

Einige Pillen sollen zudem das Risiko für die Entstehung von Eierstockkrebs, Eierstockentzündungen, Blutarmut (Anämie) sowie Genitalinfektionen reduzieren.

Die Pille: Für wen eignet sich die Einnahme?

Grundsätzlich eignet sich die Einnahme der Pille für gesunde Frauen bis zum 35. Lebensjahr, die keine Risikofaktoren haben. Für diejenigen kann sie eine sichere Möglichkeit sein, um eine Schwangerschaft zu verhindern. Frauen mit bestimmten Risikofaktoren sollten die Pille nicht einnehmen. Dazu zählen Raucherinnen sowie Frauen mit Thromboseneigung, Bluthochdruck, Übergewicht, Lebererkrankungen und Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes.

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