Geschlechtskrankheit Chlamydien: Symptome und Behandlung der Infektion

Eine Chlamydien-Infektion zählt zu den häufigsten Geschlechtskrankheiten. Welche Symptome auftreten können und wie Sie sich am besten gegen eine Übertragung schützen können.

Bauchschmerzen-Frau

Was sind Chlamydien?

Bei Chlamydien handelt es sich um Bakterien, die Entzündungen in den Schleimhäuten von Harnröhre, Gebärmutterhals und Enddarm verursachen. Sie können auch im Rachen auftreten. Infektionen mit Chlamydien gehören neben HPV-Infektionen, Tripper (Gonorrhö) und Trichomoniasis zu den häufigsten Geschlechtskrankheiten und betreffen sowohl Frauen als auch Männer.
 

Was sind die Symptome einer Chlamydien-Infektion?

Anzeichen für eine Chlamydien-Infektion sind Entzündungen an der Harnröhre oder an den Geschlechtsorganen. Etwa drei Wochen nach der Ansteckung kann es zu Beschwerden kommen. Symptome sind ein schleimig-eitriger und stark riechender Ausfluss aus der Harnröhre und/oder der Vagina, Juckreiz, häufiger Harndrang, Brennen und Schmerzen beim Wasserlassen. Eine Chlamydien-Infektion verläuft jedoch meist beschwerdefrei oder es treten nur leichte Symptome auf. Rund 70 bis 80 Prozent der Frauen bemerken eine Infektion nicht und daher können Chlamydien Monate oder sogar Jahre unentdeckt bleiben.
 

Die Folgen einer unbehandelten Chlamydien-Infektion

Unbehandelte Chlamydien-Infektionen können zu Unfruchtbarkeit, Eileiterschwangerschaften oder Unterleibsentzündungen führen. Wandert die Infektion in die Gebärmutter, Eileiter oder Bauchhöhle, kann es zu Fieber, starken Regelblutungen oder Zwischenblutungen kommen. Erkrankte Schwangere haben ein erhöhtes Risiko für eine Frühgeburt und können die Infektion auf das Baby übertragen. Steigen die Bakterien bei Männern in die Hoden, in den Unterbauch oder in die Prostata auf, können Fieber und Schmerzen auftreten.
 

Übertragung von Chlamydien

Eine Ansteckung ist bei allen sexuellen Praktiken möglich, bei denen es zu direktem Kontakt mit infektiösen Schleimhäuten oder Körperflüssigkeiten kommt. Am häufigsten werden Chlamydien durch ungeschützten Vaginal- und Analverkehr übertragen. Kondome reduzieren das Risiko einer Ansteckung, schützen aber nicht zu 100 Prozent. Auch über Schmierinfektionen, beispielsweise über Hände oder Sexspielzeug können Chlamydien übertragen werden. Deshalb ist es sinnvoll, sich regelmäßig testen zu lassen. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen bei Frauen bis zum 25. Lebensjahr einmal im Jahr die Kosten eines Urintests. Wann und ob ein Chlamydientest ratsam ist, besprechen Sie am besten mit Ihrem Frauenarzt.


Behandlung von Chlamydien

Je früher Chlamydien entdeckt werden, desto besser. Ein Abstrich oder ein Urintest weisen eine mögliche Infektion nach. In der Regel sind die Bakterien mit Antibiotika gut behandel- und heilbar. Sie sollten auf Sex verzichten, bis die Therapie abgeschlossen ist. Die Behandlung dauert meist sieben bis zehn Tage. Um eine erneute Ansteckung zu vermeiden, sollte sich auch der Partner untersuchen und gegebenenfalls behandeln lassen.

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Datum: 18.11.2020
Autorin: Kristina Regentrop