30. November 2021
Schwarzer Stuhlgang: 5 Ursachen für Teerstuhl

Schwarzer Stuhlgang: 5 Ursachen für Teerstuhl

Unsere Ausscheidungen können tatsächlich die unterschiedlichsten Farben annehmen. Wenn sich Ihr Kot schwarz färbt, können zwar einige harmlose Gründe dafür verantwortlich sein, aber ebenso auch bestimmte Krankheiten dahinterstecken. Wir verraten Ihnen, welche fünf Ursachen für den pechschwarzen Teerstuhl infrage kommen.

Die Farbe des Stuhlgangs kann erstaunlich viel über Ihren derzeitigen Gesundheitszustand aussagen. Oftmals stecken zwar lediglich harmlose Ursachen, wie der Verzehr bestimmter Lebensmittel, hinter den Verfärbungen. Doch auch Krankheiten oder gesundheitliche Schäden können die Farbe der Exkremente verändern. Falls Ihr Stuhlgang einmal sehr dunkel oder sogar pechschwarz sein sollte, könnten die folgenden 4 Ursachen dem Phänomen zugrunde liegen.

Teerstuhl: 5 Ursachen für schwarzen Stuhlgang

1. Lebensmittel

Eine harmlose und vollkommen unbedenkliche Ursache für Stuhlverfärbungen ist der Konsum bestimmter Lebensmittel. Wenn Sie eine größere Menge Heidelbeeren, Rote Bete, dunkle Schokolade oder Rotwein zu sich nehmen, kann es durchaus dazu kommen, dass Ihr Kot am Folgetag dunkelbraun oder schwarz verfärbt ist. Dies ist auf die starken, natürlich vorkommenden Farbstoffe solcher Lebensmittel zurückzuführen und keinerlei Grund zur Sorge. Haben Sie jedoch keines der genannten Nahrungsmittel verzehrt, könnten die folgenden Ursachen für das als Teerstuhl oder Meläna bezeichnete Phänomen verantwortlich sein.

2. Eisentabletten

Ein weiterer Grund für Teerstuhl kann die Einnahme von Eisenpräparaten sein. Gerade bei höheren Dosen kann sich der Stuhl schnell verfärben, was jedoch unbedenklich ist. Falls sich die Farbe Ihres Stuhls also ändert, weil Sie aufgrund einer Eisenmangelanämie Eisentabletten einnehmen, seien Sie unbesorgt und nehmen Sie die Tabletten nach der Anweisung Ihres Arztes weiter. Treten jedoch zusätzlich unangenehme Symptome wie Bauchschmerzen oder Verstopfungen auf, sollten Sie Ihren Arzt kontaktieren und das weitere Vorgehen besprechen.

3. Blutungen im oberen Magen-Darm-Trakt

Neben diesen harmlosen Ursachen kann ein Teerstuhl auch auf eine ernste Erkrankung, die der ärztlichen Behandlung bedarf, zurückgehen. Pechschwarze Stuhlverfärbungen können nämlich die direkte Folge einer Blutung im Magen oder in der Speiseröhre sein. Denn, kommt Blut mit Magensäure in Kontakt, wird das hellrote Eisenmolekül Hämoglobin, welches im Blut für den Sauerstofftransport zuständig ist, zum dunkelroten bis schwarzen Hämatin, welches letzten Endes den Stuhlgang verfärbt. Blutungen in Ihrem Verdauungstrakt können beispielsweise durch Krampfadern in der Speiseröhre, Magengeschwüre oder Tumorerkrankungen zustande kommen.

Gut zu wissen: Hellrote Spuren im Kot oder am After sind hingegen eher ein Zeichen für Schäden des Darmausgangs – beispielsweise vergrößerte Hämorrhoiden oder Analfissuren.

Video: Was hilft bei Hämorrhoiden? Das sind die besten Tipps!

4. Blutungen im Darm

Treten hingegen Blutungen im Dünndarm oder Dickdarm auf, ist das Blut, welches im Stuhl zu sehen ist, eher hellrot. Zu einem pechschwarzen Teerstuhl kann es jedoch unter gewissen Umständen trotzdem kommen, wenn der Darm betroffen ist. Etwa dann, wenn die Darmpassage stark verlangsamt ist – bei Verstopfungen oder einem trägen Darm, z.B. ausgelöst durch Bettlägerigkeit oder Immobilität. Dann wandeln nämlich bestimmte Darmbakterien das Hämoglobin des Blutes in Hämatin um – es kommt zum Teerstuhl. 

Wichtig: Bei schwarzem Stuhlgang, der mehrere Tage anhält und auf keine der harmloseren Ursachen zurückzuführen ist, sollten Sie unbedingt Ihren Arzt kontaktieren.

5. Darmkrebs

Neben Prostatakrebs und Brustkrebs gehört Darmkrebs zu den drei häufigsten Krebsarten in Deutschland. Meist tritt das Karzinom im unteren Abschnitt des Dickdarms auf – dann kann es zu hellroten Blutspuren im Kot kommen. In etwa 25 Prozent der Fälle ist der Darmkrebs jedoch im obersten Abschnitt des Dickdarms lokalisiert – was zu dunkelroten bis schwärzlichen Stuhlverfärbungen führen kann. Krebs im Dünndarm ist eher selten. Zu den weiteren Symptomen bei Dickdarmkrebs (Kolonkarzinom) zählen unter anderem Blähungen mit Blut oder Schleim, krampfartige Bauchschmerzen, ein Wechsel zwischen Verstopfungen und Durchfall sowie Bleistiftstuhl.

Quellen: magen-darm-aerzte.de, dasgastroenterologieportal.de, frauenaerzte-im-netz.de, krebsgesellschaft.de

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