Schlechte Augen: 6 Nährstoffe, die fehlen könnten

Schlechte Augen: 6 Nährstoffe, die fehlen könnten

Eine unzureichende Nährstoffversorgung kann unter anderem zu einer Verschlechterung unserer Sehkraft führen. Wir klären auf, um welche Nährstoffe es sich dabei genau handelt und in welchen Lebensmitteln diese zu finden sind. 

Fehlsichtigkeit nimmt zu

Laut dem Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. haben hierzulande etwa 40 Millionen Menschen ab 16 Jahren eine Fehlsichtigkeit. Am häufigsten vertreten ist die Kurzsichtigkeit (Myopie) – und die Tendenz ist weiter steigend. So gibt der Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen an, dass der Anteil der Brillenträger in Westdeutschland 1952 bei rund 43 Prozent lag, 2019 betrug dieser circa 66 Prozent.

Ursachen für schlechte Augen

Es gibt viele Ursachen, die zu schlechten Augen und dementsprechend zu einer Fehlsichtigkeit führen. Zum einen kommen genetische Veranlagungen infrage. Auch mit zunehmenden Alter kann sich das Sehen verschlechtern. So können zum Beispiel auch Augenerkrankungen wie ein altersbedingter Grauer Star oder Grüner Star die Sehqualität beeinträchtigen.

Einer der häufigsten Ursachen, die eine Fehlsichtigkeit verantworten, sind regelmäßige Computerarbeit und häufige Smartphone-Nutzung. Bislang gibt es noch recht wenige wissenschaftliche Erkenntnisse, wie sich die Bildschirmarbeit genau auf unser Sehvermögen auswirkt. Bedingt durch das stundenlange Starren auf den Monitor, kann eine bestehende Fehlsichtigkeit noch weiter zunehmen, ebenso wie trockene und gereizte Augen. 

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Fehlende Nährstoffe können zu schlechten Augen führen

Eine weitere Erklärung für eine Fehlsichtigkeit kann aber auch ein Nährstoffmangel sein. Wir nennen Ihnen, um welche es sich dabei handelt und wie Sie unserem Sehvermögen zugutekommen.

1. Vitamin A

Vitamin A ist entscheidend, wenn es um unsere Augengesundheit geht. Denn wir benötigen das Vitamin, um genügend Augenfarbstoff zu bilden. Mangelt es uns an Vitamin A, können wir nachtblind sein. Zudem wirkt Vitamin A antioxidativ. Das bedeutet, dass es unsere Zellen vor freien Radikalen schützt, die in Verbindung zur natürlichen Alterung stehen und dementsprechend auch eine abnehmende Sehschärfe erklären können. Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin A kann auch das Risiko eines Grauen Stars senken.

Beta-Carotin, der Vorstufe zu Vitamin A, befindet sich vor allem in Gemüsesorten wie Karotten, Brokkoli, Kartoffeln, Kohl und Spinat.

2. Vitamin C

Ähnlich wie Vitamin A ist auch Vitamin C ein Radikalfänger, der für gesunde Augen sorgt. Darüber hinaus ist Vitamin C wichtig für die Zellen der Netzhaut. Die Hornhaut hat die höchste Konzentration von Ascorbinsäure im Auge. Das ist daran zu erklären, dass sich das Auge gegen freie Radikale schützen muss, die das Sonnenlicht produziert.

Vitamin C steckt in Obst und Gemüse wie Orangen, Schwarze Johannisbeeren, Kohl, Petersilie und Paprika.

3. Omega-3-Fettsäuren

Für gesunde und leistungsstarke Augen sind Omega-3-Fettsäuren essenziell. Denn die mehrfach gesättigten Fettsäuren sind wichtiger Bestandteil der Netzhaut und sind dafür zuständig, dass die Augen gut befeuchtet werden. Darüber hinaus unterstützen die Omega-3-Fettsäuren den Stoffwechsel der Augen. Bei meinem Mangel können wir daher unter trockenen Augen und Sehstörungen leiden.

Lebensmittel, die Sie mit Omega-3-Fettsäuren versorgen, sind fetter Fisch wie Lachs und Hering, Walnüsse und hochwertige Pflanzenöle wie Raps- und Olivenöl.

4. B-Vitamine

Aus der Familie der B-Vitamine sind vor allem B6, B12 und die Folsäure für die Gesundheit unserer Augen und für den Sehnerv entscheidend. Bei einem Mangel mit B-Vitaminen kann daher das Risiko für eine Sehschwäche zunehmen. So kann es zum Beispiel eher zu einer Makuladegeneration, eine chronische Erkrankung des Zentrums der Netzhaut des Auges, kommen.  

Gute Quellen mit B-Vitaminen sind Meeresfrüchte, Eier, Huhn, Rindfleisch, Sonnenblumenkerne und Hülsenfrüchte.

5. Lutein

Lutein ist ein sekundärer Pflanzenstoff, der zur Familie der Carotinoide gehört und damit eng verwandt mit dem Pflanzenfarbstoff Beta-Carotin ist. Lutein gibt gelbem Gemüse und Obst die Farbe und ist als Antioxidans bekannt. Es kann helfen, Zellen vor den schädlichen Einflüssen freier, radikaler Sauerstoffverbindungen zu schützen. Für die Augengesundheit und den Erhalt der Sehkraft im Alter scheinen sekundäre Pflanzenstoffe wie Lutein wichtig zu sein. Die antioxidativen Eigenschaften können einen Beitrag leisten, die Zellen der Netzhaut vor Lichtschäden zu schützen. Durch eine ausgewogene Ernährung mit frischem Obst und Gemüse erhalten Ihre Augen bereits ausreichend Lutein. Nahrungsergänzungsmittel, denen Lutein hinzugefügt ist, sind in der Regel nicht notwendig, um die Augengesundheit zu fördern.

6. Zink

Ohne Zink geht in unserem Organismus gar nichts: Wir benötigen das Spurenelement für unsere Enzyme sowie Proteine. Es schützt unser Sinnesorgan unter anderem vor freien Radikalen und trägt zur Regeneration der Sinneszellen bei. Aus diesem Grund trägt der Nährstoff zur Sehkraft und unserer Augengesundheit bei. Bei einer Unterversorgung mit Zink kann daher Nachtblindheit drohen. Auch das Risiko, an einem Grauen Star zu erkranken, kann zunehmen.

Zink finden Sie vor allem in Lebensmitteln wie Fleisch, Fisch, Milchprodukten, Vollkorngetreide und Hülsenfrüchte. 

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