Gesund leben Stille Entzündungen – Symptome, Ursachen und Behandlung

Nicht spürbare Entzündungen im Körper lassen uns weder krank noch richtig top fit fühlen. Der Körper gerät in eine Abwehrhaltung, welche auf Dauer das Immunsystem und Organe schwächen und auch zu Krankheiten führen kann. Wir erklären, was dagegen hilft.

Übergewicht

Symptome – Stille Entzündungen erkennen

Eine stille Entzündung äußert sich nicht etwa durch gerötetes Gewebe, eine Schwellung oder eine Wunde. Auch körperliche Signale wie Schmerzen, Pochen oder Fieber bleiben aus. Stattdessen breitet sich die Entzündung langsam im Körper aus und wird durch fehlende offensichtliche Symptome häufig nicht bemerkt.

Hinweise auf eine stille Entzündung äußern sich dagegen oft in sogenannten „Sickness-Behaviour": Das sind Verhaltenssymptome wie Schlappheit, Müdigkeit, Antriebslosigkeit und ein allgemeines Krankheits- und Trägheitsgefühl

Diese Symptome können ebenfalls auf stille Entzündungen hindeuten:

  • depressive Verstimmung
  • Gelenkbeschwerden
  • Konzentrationsprobleme, z. B. Vergesslichkeit
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Allergien
  • Müdigkeit
  • Schwindel
  • Schlaflosigkeit
  • Sehstörungen
  • überhöhte Reizbarkeit

Die stillen Entzündungen spielen auch weiterführend bei der Entstehung von chronisch entzündlichen Krankheiten wie Arterienverengung oder Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen eine Rolle.

Woher kommen stille Entzündungen?

Besonders Übergewicht und Adipositas sind für stille Entzündungen im Körper verantwortlich. Das viszerale Fett bzw. das Bauchfett produziert in großen Mengen Entzündungsbotenstoffe, die sich über das Blut im gesamten Körper verteilen. Auch die Lunge von Rauchern produziert nach jahrelanger Nikotinsucht Entzündungen, welche sich auf alle Organe übertragen. Ebenso können Stress, die falsche Ernährung und mangelnde Bewegung Entzündungen auslösen. 

Stille Entzündungen können zu Diabetes, Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall, Demenz, psychischen Krankheiten, COPD, Allergien, nicht-alkoholischer Fettleber, chronischen Schmerzen und Arteriosklerose führen.

Stille Entzündungen bekämpfen

  1. Bauchfett reduzieren
    Ist der Bauchumfang größer als der Hüftumfang, sollte dies geändert werden. Je weniger Bauchfett vorhanden ist, desto weniger Entzündungsbotenstoffe können produziert werden. Folglich hilft nur eine Ernährungsumstellung und Bewegung.
     
  2. Die richtige Ernährung finden
    Grundsätzlich ist kein Lebensmittel schlecht, solange es in Maßen gegessen wird. Wichtig bei einer antientzündlichen Ernährung sind Vitamin C, D und E, welche das Immunsystem unterstützen, freie Radikale im Körper fangen und oxidativen Stress reduzieren. Frisches Obst und Gemüse eignen sich ideal. Noch mehr Antioxidantien stecken z. B. in dunkler Schokolade, Tee- und Kaffeesorten. Zudem sollten Sie auf Ihre Omega-3-Zufuhr achten. Die Fettsäuren sind in fettem Fisch wie Lachs oder Makrele vorhanden und dienen dazu, stille Entzündungen zu beseitigen. 

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  3. Bewegung und Sport
    Für eine Gewichtsreduktion sind Bewegung und Sport ideal! Herz-Kreislauf-Erkrankungen wird vorgebeugt, der Körper wird gestärkt und belastbarer, sodass es bis ins hohe Alter fit bleibt. Neben einer Lieblingssportart sollte auch die Alltagsbewegung erhöht werden, z. B. durch regelmäßiges Spazierengehen, Treppensteigen oder Fahrradfahren.
     
  4. Gesunder Schlaf
    Um Stress abzubauen und um den Körper zu regenerieren, ist guter Schlaf von mindestens sieben Stunden wichtig. Zusätzlich reguliert ausreichend Schlaf das Hunger- und Sättigungsgefühl, sodass man seltener zu Heißhungerattacken neigt.
     
  5. Stressmanagement lernen
    Im Leben gibt es immer Höhen und Tiefen. Um nicht jedes Mal in ein tiefes Loch zu fallen, sobald es etwas schwieriger oder stressiger wird, ist ein Stressmanagement wichtig. Entspannungsphasen, Yoga, Meditation oder einfach etwas, das Körper und Geist guttut, reduzieren Stress und beugen somit Essanfälle, Übergewicht und stillen Entzündungen vor.

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Datum: 23.06.2020

Autor: Christina Liersch