19. September 2014
Was mein Gesicht verrät

Was mein Gesicht verrät

Das ist erstaunlich viel. Und auch kein Hokuspokus! Ein Experte erklärt, wie sich Charakter, Gefühle und Gesundheit zeigen. Und wie Sie selbst das "Lesen" lernen können.

Aus dem Gesicht ablesen
© Jacob Wackerhausen / Thinkstock
Aus dem Gesicht ablesen

Punkt, Punkt, Komma, Strich – fertig ist das Mondgesicht. So haben wir es als Kinder gezeichnet. Als Erwachsene sehen wir zwei dunkle Fenster über einem Torbogen, zwei Scheinwerfer und einen breiten Kühlergrill, eine knorrige Eiche im Wald – und entdecken Augen, Ohren, Nasen und Münder, wo keine sind. Gesichter faszinieren uns. Schauen Sie sich die Porträtfotos auf dieser und den folgenden Seiten an; sie werden zu Ihnen „sprechen“, ob Sie wollen oder nicht. Denn unbewusst beginnen wir sofort, in den Gesichtszügen zu lesen.

Die Augen sind das Tor zur Seele

Apropos sprechen: Dabei nutzen wir das Gesicht und seine Bestandteile wie eine Allzweck-Metapher, um andere Dinge auszudrücken: Die Augen gelten als Tor zur Seele. Wir verdienen uns eine goldene Nase, raufen uns die Haare, halten die Ohren steif, bieten anderen die Stirn, hän- gen an jemandes Lippen oder es steht auf der Stirn geschrieben. Und wer auf die rechte Wange geschlagen wird, soll als Christ auch die linke Wange hinhalten. Intuitiv verknüpfen wir bestimmte Gesichtsmerkmale mit recht eindeutigen Charaktereigenschaften. „Genau genommen sind wir alle Gesichtleser“, bestätigt Eric Standop, seit zehn Jahren professioneller Gesichtleser mit eigener Praxis in Karlsruhe. „Was ich tue und in Workshops vermittle, ist keine besondere Gabe. Ich verfeinere eine Fähigkeit, die wir alle besitzen, stimuliere gewissermaßen ein uraltes Wissen.“ Doch wozu genau befähigt es uns? Wie zuverlässig ist unser Gesichter- Radar? Sollte ich meinem Gegenüber offen und ehrlich sagen, was ich in seinem Gesicht lese? Und würde ich das umgekehrt von ihm wissen wollen?

Unser erster Eindruck trifft in 60 von 100 Fällen ins Schwarze

Paul Ekman, emeritierter Professor für Psychologie an der Universität von Kalifornien in San Francisco und einer der bekanntesten Forscher auf diesem Gebiet, mahnt zur Vorsicht: „In gewissem Sinne ist unser Gesicht so ausgestattet, das es am meisten lügt und am meisten verrät. Es kann also als Informationsquelle ziemlich verwirren.“ Das liegt auch daran, dass die 43 für unsere Mimik zuständigen Muskeln sage und schreibe 10 000 verschiedene Ausdrücke darstellen können. Trauen Sie sich zu, die sicher zu unterscheiden? Erstaunlicherweise stellten Verhaltensforscher jedoch fest, dass bestimmte Züge weltweit und kulturunabhängig verstanden werden. Dazu zählen Schmerz, Angst, Wut, Trauer, Ekel, Freude, Überraschung und Verachtung. Bereits Ende der 1970er- Jahre fanden Prof. Paul Ekman und sein Team außerdem heraus, dass wir diese starken Gefühle willentlich nur schwer unterdrücken können. Sie verraten sich durch die sogenannte Mikro-Mimik – Gesichtsausdrücke, die nur für Sekundenbruchteile auftauchen. Bewusst nehmen die meisten von uns sie nicht wahr. Gleichwohl kennen wir alle dieses diffuse Gefühl „Irgendetwas stimmt hier nicht“, das sich plötzlich während eines Gesprächs einstellen kann. „Wir spüren, ob uns jemand gerade etwas vorspielt oder nicht“, erklärt Eric Standop. „Bei mir selbst bewegt sich zum Beispiel beim Reden meine rechte Gesichtshälfte mehr als meine linke. Weil sich die Nervenbahnen im Rückenmark kreuzen, hat sich so über die Jahre die Verbindung zur linken, rationalen Gehirnhälfte verstärkt. Ich bin auch eher ein Logik-Mensch. Würde ich nun beim Reden versuchen, mehr die linke Gesichtshälfte zu bewegen, um emotionaler zu wirken, würden Sie das ziemlich schnell merken.“ Geschulte Kriminalbeamte können so im Verhör feststellen, ob ein Verdächtiger wichtige Dinge absichtlich verschweigt. Kommt Ihnen das bekannt vor? Richtig, Paul Ekmans Forschungen standen Pate für die amerikanische TV-Serie „Lie to Me“ (dt.: „Belüge mich“), die seit 2010 auch im deutschen Fernsehen läuft. Die Sache hat jedoch einen Haken. „Wie stark wir emotionale Gesichtsausdrücke maskieren oder modifizieren, hängt von kulturellen Regeln ab“, sagt Ekman. Als er amerikanischen und japanischen Freiwilligen Filme von Amputationen zeigte, verzogen zunächst alle angeekelt das Gesicht.

Unterschiede treten beim Lügen noch stärker zutage

Saß jedoch ein Versuchsleiter mit weißem Kittel und Klemmbrett mit im Raum – eine Autoritätsperson –, lächelten die japanischen Teilnehmer die blutigen Szenen einfach weg. Diese Unterschiede treten beim Lügen noch stärker zutage: Ihre beste Freundin würde Ihnen hierzulande sagen, wenn sie sicher weiß, dass Ihr Mann eine Affäre hat. In Asien, wo es in der Liebe viel stärker um gemeinsamen Werterhalt geht, würde sie eher antworten: „Nein, das kann ich mir nicht vorstellen.“ Dabei würde ihr Gesicht nicht verraten, dass sie flunkert – weil sie es nicht als Lüge empfindet. Möglich, dass unsere Skepsis gegenüber dem Gesichtlesen auch mit kulturellen Einflüssen zusammenhängt, also „typisch deutsch“ ist: Schließlich missbrauchten die Nazis vermeintliche körperliche Merkmale („Judennase“) für ihren Rassenwahn. Solche Erfahrungen bleiben im kollektiven Unterbewusstsein einer Gesellschaft haften. Wir können das Gesichtlesen deshalb nicht so unverkrampft und eher spielerisch sehen wie die Chinesen ihre Wissenschaft „Siang Mien“ oder die Südamerikaner ihre „Lectura del Rostrot“.

„Ehrliche Kommunikation“

Versuchen wir mal, unvoreingenommen an die Sache heranzugehen. Fakt ist: Auch wenn Freiwilligen in Studien ein Gesicht nur für ein paar Millisekunden präsentiert wird, treffen ihre Einschätzungen in 60 von 100 Fällen ins Schwarze. Zugegeben: Damit liegen sie nur zehn Treffer vor Kollege Zufall. Aber das ist Grund genug, nächstes Mal dem eigenen Bauchgefühl zu vertrauen. Bei jeder zwischenmenschlichen Begegnung haben wir Mühe, die zahllosen und teilweise sehr subtilen Informationen, die wir wahrnehmen, richtig einzuordnen: Wer steht da vor mir? Wie gut kennen wir uns? Worum geht es hier? Wie agiert „man“ in so einer Situation? Nicht zu vergessen: Warum bin ich so nervös? Wieso schwäche ich meine Argumente ab? Wo kommt meine Wut plötzlich her? Um zu verhindern, dass aufkochende Gefühle die Regie übernehmen, raten Kommunikationspsychologen, sich genau solche Fragen zu stellen. Die Miene unseres Gegenübers verrät uns vielleicht, wann es Zeit dafür ist. Passt sein Gesichtsausdruck nicht zur Situation oder zu dem, was er oder sie sagt, können wir Einfühlungsvermögen beweisen, indem wir unser Unbehagen behutsam thematisieren. „Ehrliche Kommunikation“, sagt Eric Standop, „darum geht es.“ Auch wenn ich das Gefühl habe, dass meine beste Freundin gerade flunkert? „Ja, das würde ich ansprechen. Und das sage ich jetzt nicht als Gesichtleser. Die beste Freundin ist es wert, offen und ehrlich mit ihr umzugehen.“ Das gilt auch für uns selbst: Niemanden kritisieren wir härter, niemanden betrach- ten wir so verzerrt. Dann kann es helfen, sich an die eigene Nase zu fassen (siehe Anleitung links). Unser Gesicht offenbart uns ungeschminkt, wie und warum wir wurden, was wir sind – Schicksalsschläge, die wir bewältigt, Entscheidungen, die wir getroffen haben. „Es vermittelt uns einen objektiveren Blick auf uns selbst“, sagt Eric Standop. Aber genauso wie wir ein Buch nicht nur nach seinem Einband beurteilen sollten, erklärt auch das Gesicht nicht alles. Es lädt uns jedoch immer ein, den Menschen dahinter kennenzulernen.

Aus dem Gesicht ablesen
© Jacob Wackerhausen / Thinkstock
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In Gesichtern lesen

PERSÖNLICHKEIT & POTENZIALE

In Gesichtern lesen

Beginnen Sie bei sich selbst: Betrachten Sie ein aktuelles Foto von sich, auf dem Sie kein oder kaum Make­up tragen. Ihr Spiegelbild eignet sich weniger

  • Augen: Die Größe der Pupillen hängt vom Lichtein­fall ab. Bleibt er konstant, werden kleine Pupillen eher mit dem intuitiven Bauch­gefühl, große Pupillen eher mit rationalen Kopfent­scheidungen in Verbindung gebracht. Sind Sie jemand, der auf Details achtet, zeigt sich das oft an einem engen Augenabstand. Menschen, deren Augen weiter ausein­anderliegen, werden in Studien neugieriger und romantischer eingeschätzt. Kräftige Augenbrauen wir­ken anziehend. Lange Wimpern werden, vor allem bei der Partnerwahl, mit Vitalität und Feinfühligkeit assoziiert.
  • Philtrum: Die Rinne zwischen Nase und Ober­ lippe galt lange als erogene Zone. Tatsächlich beeinflusst dieses Merkmal in Studien erheblich, wie attraktiv und erotisch Menschen auf Fotos eingeschätzt werden. Je ausgeprägter das Phil­trum, desto mehr Charisma wird seinem „Besitzer“ außerdem zugeschrieben. Dieser macht nicht selten die Erfahrung, dass er oder sie stark auf diese Äußer­lichkeit reduziert wird.
  • Nase: Nein, es findet sich kein Zusammenhang zwi­schen ihrer Größe und der Länge des Geschlechtsteils eines Mannes. Spaß beiseite: Vor allem das Persönlich­ keitsmerkmal Humor wird mit kleinen und eher spitzen Nasen in Verbindung ge­bracht. Menschen mit gro­ßen Nasen werden eher als antriebsstark, konsequent und ehrgeizig wahrgenom­men, fallen aber gelegentlich als Selbstdarsteller durch.
  • Mund: Das Geschlechts­hormon Östrogen beein­flusst, wie voll Lippen aus­ sehen. In Studien zur Schön­ heit bekamen Menschen umso höhere Attraktivitäts­werte, je voller ihre Lippen waren. Auch bei Geselligkeit und Aufgeschlossenheit spielt dieses Merkmal eine Rolle. Der unterschiedliche Effekt von Mundwinkeln, die nach oben (Freude) bzw. nach unten (Trauer) zeigen, lässt sich bereits bei Säuglingen nachweisen.
  • Wangen: Gesichtsleser nennen sie gern die „Kissen der Macht“. Große Wangen werden in Untersuchungen regelmäßig mit Menschen assoziiert, die mit Macht umsichtig umgehen, ihre Position nicht ausnutzen und stets andere mit ins Boot holen. Kleine Wangen signalisieren uns eher, dass ihr Träger gern so viel wie möglich allein macht. Breite Wangenknochen wirken selbstbewusst. In Personen mit engen Wangenknochen sehen wir eher belastbare Krisenmanager. Grübchen finden wir mehrheitlich sympathisch und vermuten beim Besitzer viel Humor.
  • Ohren: Zwischen zwei großen Ohren vermuten Studienteilnehmer häufig den Kopf einer ehrgeizigen Persönlichkeit. Kleine Ohren werden dagegen mit Cha­raktereigenschaften wie Kreativität, Bescheidenheit und Schüchternheit in Verbindung gebracht. Zeigt ein Foto anliegende Ohren, tippen Betrachter mehrheit­ lich auf ein ausgeprägtes Harmoniebedürfnis. Je mehr die Ohren abstehen, desto mehr Kritikfähigkeit erwarten die Betrachter. 
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© Jacob Wackerhausen / Thinkstock
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Unser Experte im Interview

„Ich biete Orientierung“

Eric Standop, 48, über sein früheres Leben, die Zufälle, die ihn zum Gesichtlesen führten, und tägliche Blicke in den Spiegel

vital:
Herr Standop, in Ihrem Gesicht fällt mir sofort die tiefe senkrechte Falte zwischen Ihren Augen auf. Was bedeutet die?

Eric Standop: Diese Falte nennen chine­ sische Gesichtsleser „hängende Nadel“. Sie ist gewissermaßen ein Zeugnis meiner Vergangenheit. Sie entsteht bei Menschen, die sehr zielfokussiert sind, rechts und links ausblenden, voller Ellenbogeneinsatz. Das hängt mit Sicherheit mit meinem früheren Karrierewunsch zusammen. Junge Männer ticken eben so.

Sie haben Pädagogik studiert, als Journalist gearbeitet, einen Freizeitpark vermarktet, waren dann Regionalleiter einer Firma in Hamburg ...
... und hatten zum ersten Mal ein Burn­out. Ich war körperlich am Ende, erholte mich aber recht zügig. Ich fing wieder an zu arbeiten, wollte es langsam angehen. Doch da mein Chef erkannte, dass ich mich im Grunde langweilte, beförderte er mich recht schnell zum Marketing­ Direktor. Drei Jahre später kam das zweite Burn­out.

Haben Sie da entschieden, Ihr Leben zu ändern und Gesichtleser zu werden?
Nein. Das habe ich nie bewusst entschie­den. Damals bin ich, wie beim ersten Burn­out auch, verreist, um mich zu erholen. In einer Bar traf ich zufällig einen Gesicht­leser, den ich ziemlich respektlos behandelt habe. Ich hielt das ganze für Humbug. Als der Mann mir aber genau die Krankheiten nannte, unter denen ich tatsächlich litt, war mein Ehrgeiz geweckt. Ich wollte das lernen, zurück in meine Branche und das Gesichtlesen bei Kollegen anwenden. Es sollte mir einen Vorteil verschaffen. Sehr zwielichtige Wünsche.

Es kam anders. Anderthalb Jahre wurden Sie einer der letzten Schüler eines alten deutschen Gesichtlesers und eröffneten 2006 Ihre erste eigene Praxis.
Ja, ich nannte sie „Restart Life“. Offenbar dachte ich immer noch in meinen alten beruflichen Vokabeln. Ich bot Fitness, Ernährungs­ und Lebensberatung und eben Gesichtlesen an. Aber es kam so gut wie niemand. Da habe ich sehr gezweifelt.

Was taten Sie?
Ich ging wieder auf Reisen, um mir da­rüber klar zu werden, was ich wollte. Drei Wochen hatte ich geplant. Es wurden acht Monate. An einem Strand in Kolumbien, wo ich eigentlich nicht hinwollte, traf ich wieder eine Gruppe Gesichtleser. Bei der südamerikanischen „Lectura del Rostro“ geht es vor allem um Liebe, Partnerschaft und Sexualität. Danach wollte ich dann alles wissen. Ich ging nach China, wo mir ein Meister die Kunst des asiatischen Gesichtlesens beibrachte. Seit 2012 bin ich Großmeister im „Siang Mien“.

Ein völlig neues Leben.
Ja. Ich hätte nicht gedacht, dass es sich so stark ändert. Aber wenn man sich Tag für Tag so intensiv mit seinem Gesicht beschäftigt, kommt man schon ins Grübeln. Meinen deutschen Lehrer fragte ich am Anfang: Was kostet der Kurs? Er sagte: nichts. Ich sagte: Kann ich mir nicht vor­ stellen. Er antwortete: Du wirst mit deinem Glaubenssystem bezahlen. So kam es.

Das müssen Sie uns bitte noch genauer erklären.
Mein Glaubenssystem sah in etwa so aus: Mit Ungeduld bringst du es weit. Du musst dich anstrengen. Fokussiere dich auf dein Ziel, gib Gas, Ellenbogen raus. Im Nach­hinein habe ich es gern abgegeben. Aber es war ein Kampf, das loszulassen. 

Sie bieten verschiedene Themen an, die Sie im Gesicht lesen. Welche sind das?
Fangen wir mal mit Gesundheit und Ernährung an. Sie sogenannte Antlitz­diagnostik nutzt die Tatsache, dass alle Organe über das vegetative Nervensystem und die beiden Gesichtsnerven Trigeminus und Fazialis mit dem Gesicht verbunden sind. Bei Störungen kommt es zu Ver­färbungen, Rötungen, Schwellungen oder Falten. Nierenprobleme zeigen sich z. B. durch Falten unter den Augen, eine Magen­ schleimhautentzündung erkenne ich an einer geröteten Nasenspitze.

Was verrät Ihnen das Gesicht über Liebe, Partnerschaft und Sexualität?
Für dieses Thema verwende ich vor allem die südamerikanische Technik. Besonders die Augen, der Mund und das Philtrum, die Rinne zwischen Nase und Oberlippe, sind da interessant. Ich berate Menschen, die einen Partner suchen, aber keinen finden. Oder ich versuche Paaren zu helfen, die immer wieder Konflikte austragen. Bewegt sich z. B. der Mund kaum, liegt in den Bereichen Liebe, Kreativität oder Kommunikation etwas brach.

Aber das hat doch auch mit der eigenen Persönlichkeit zu tun.
Natürlich. Alle Themen im Gesicht haben miteinander zu tun. Bei Fragen zur Per­sönlichkeit geht es jedoch auch darum, einen objektiveren Blick auf sich selbst zu bekommen. Ich kann auch Potenziale und Talente lesen. Helfen, wenn jemand vor einer schwierigen Entscheidung steht.

Dann können Sie Orientierung geben?
Sehr gut gesagt! Es geht um Orientierung, nicht um krachende Aussagen wie „Mit 82 wirst du sterben“ oder „Mit 42 wirst du heiraten.“ Das ist im Gesicht nicht lesbar.

Welche Themen fehlen noch?
Die beiden mystischsten: das chinesische Lesen des Schicksals und der Lebensauf­gabe. Unser Gesicht zeigt, in welcher Lebensphase wir uns befinden, wie wir sie gestalten können und wann wir in die nächste Phase wechseln. Lese ich das, ertappe ich mich dabei, dass ich oft so spreche: „Der Chinese würde jetzt sagen ...“ Offenbar hat sich mein westlicher Ver­stand damit noch nicht angefreundet.

Können Sie noch etwas lesen, wenn sich eine Frau Botox hat spritzen lassen?
Botox verschwindet schnell wieder. Richtige Schönheits­-OPs machen es mir schwerer. Die löschen diverse Seiten im Gesicht. Aber auf 570 statt auf 600 Seiten kann ich immer noch eine Menge lesen.

Welche Seite war die überraschendste in Ihrem eigenen Gesicht?
Das kann ich gar nicht sagen. Ich stehe jeden Morgen vor dem Spiegel, entdecke etwas und beobachte, was sich entwickelt.

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