Hautpflege Nur das Beste für unsere Haut

Im Meer lebt einiges, was unsere Haut schöner macht. Forscher bestätigen, dass vor allem in den Algen wahre Anti-Aging-Wunder stecken.

Frau entspannt sich im Wasser

Wie kommt die Alge in den Tigel?

Die Algen, die die Kosmetikfirmen verwenden, lassen sie an entlegenen Küstenstrichen ernten, in großer Meerestiefe oder jetzt erstmals auf einer nachhaltig produzierenden deutschen Algenfarm. Im Labor werden die Algen gründlich gereinigt, dann getrocknet und zu den wertvollen Extrakten verar beitet. Zum Beispiel per Mikropulverisierung. Dieses Verfahren knackt die Zellwände extra schonend auf – Bahn frei zu den im Zellkern verborgenen Schönmachern.

Ergebnis: ein naturreines wirkstoffreiches Pulver, das Cremes und Seren zugesetzt wird. Manche Firmen kultivieren auch Algenstämme im Labor unter Idealbedingungen, um die Konzentration der Aktivstoffe weiter zu erhöhen. Oder um bestimmte Beauty-Substanzen mit biotechnologischen Verfahren zu gewinnen.

Übrigens: Moderne Algenkosmetik geht auch pfleglich mit unseren Nasen um – da müffelt nichts.

Algen sind voll mit nützlichen Wirkstoffen

Vollgetankt mit Kraftstoffen, schützen Algen sich und unser Ökosystem Ob Salz- oder Süßwasser, heiße Quellen oder arktisches Eis–Algen sind die „Chamäleons“ der Unterwasserwelt, sie passen sich an alle Widrigkeiten an. Das fällt ihnen dank ihrer extrem hohen Nährstoffdichte, die sie durch Osmose erreichen, leicht. Bei diesem Stoffwechselvorgang nutzen sie ihre gesamte Oberfläche, um wertvolle Kraftstoffe zu filtern und in ihren Zellen zu speichern. Dadurch enthält ein Kilogramm frische Algen so viele Aminosäuren, Mineralsalze, Spurenelemente (z.B. Jod, Eisen, Zink, Selen), Vitamine (A, B², B¹², C, D, E, und K), Polyphenole und Flavonoide wie rund 100 000 Liter Meerwasser. Und noch immer entdecken Forscher neue Substanzen. Z.B. ein Enzym, das UV-Schäden mildert, indem es Defekte im Zellkern ausbessert.

Auch für die Umwelt leisten Algen großes: Sie filtern Giftstoffe aus dem Wasser und sind als CO2-Speicher und Sauerstofflieferant ähnlich wichtig wie die tropischen Regenwälder.

Autor: Astrid Jürgens

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