26. Oktober 2021
Vitamin D: Vorsicht vor Wechselwirkungen

Vitamin D: Diese Wechselwirkung mit anderen Medikamenten ist möglich

Um seinen Vitamin-D-Spiegel anzuheben, ist eine Einnahme von Präparaten sinnvoll. Doch das supplementierte Sonnenvitamin verträgt sich nicht mit jedem Arzneimittel. Bei diesen Medikamenten drohen Wechselwirkungen.

Warum benötigen wir Vitamin-D?

Für die Gesundheit unserer Knochen und Zähne, zur Stärkung unserer Immunabwehr oder für unser psychisches Wohlbefinden ist Vitamin D notwendig. Über die Haut, die der Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist, produzieren wir rund 80 bis 90 Prozent des Bedarfs an Vitamin D selbst. Den restlichen Anteil decken wir über unsere Nahrung ab. Doch gerade in der kalten und dunklen Jahreszeit nehmen viele Menschen zusätzlich Vitamin D ein, um einem Mangel entgegenzuwirken und vorzubeugen. Um keine Fehler bei der Einnahme und Wahl des Präparates zu begehen, sollten Sie Vitamin D erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt einnehmen. Denn falsch supplementiert, kann beispielsweise eine Überdosierung drohen. Außerdem kann eine Wechselwirkung mit anderen Medikamenten bestehen.

Vitamin D: Vorsicht vor Wechselwirkungen

Informieren Sie daher im Vorfeld Ihren Arzt, welche Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel Sie zusätzlich einnehmen. Tun Sie das nicht, können folgende Wechselwirkungen drohen.

  • Blutdrucksenkende Mittel: Wenn Sie verschreibungspflichtige blutdrucksenkende Medikamente mit Hydrochlorothiazid und Chlortalidon nehmen, erhöht sich Ihr Calciumspiegel. Hier ist eine niedrigere Dosierung sinnvoll.
  • Medikamente zur Behandlung einer Fettstoffwechselstörung (bedingt durch einen erhöhten Cholesterinspiegel): Präparate wie Colestyramin und Colestipol sollten in einem zeitlichen Abstand zu Vitamin D-Supplemente genommen werden. Beide Wirkstoffe können nämlich die Vitamin-D-Aufnahme aus dem Darm ins Blut beeinträchtigen. Nehmen Sie daher das Sonnenvitamin zwei Stunden später ein.
  • Vitamin-D-angereicherte Produkte: Wenn Sie Vitamin D supplementieren, sollten Sie nicht zusätzlich weitere mit Vitamin D angereicherte Produkte wie Multivitaminsäfte oder -brausetabletten zu sich nehmen.
  • Kein Vitamin D bei diesen Erkrankungen: Haben Sie bereits einen erhöhten Calciumspiegel, unabhängig von einer Medikamenteneinnahme, sollten Nutzen und Risiken der Anwendung besonders sorgfältig abgewogen werden. Ursachen sind beispielsweise eine Nierenfunktionsstörung oder Nierensteine.

Erfreulicherweise kann Vitamin D die Einnahme vieler Medikamente verträglicher machen und vor Nebenwirkungen synthetischer Arzneimittel schützen.

Tipp: vorher Beipackzettel lesen

Lesen Sie sich auch vor der Einnahme den Beipackzettel Ihres Präparats gründlich durch, um Anwendungsfehler zu vermeiden und über mögliche Nebenwirkungen und Risiken aufgeklärt zu sein. Außerdem finden Sie dort auch weitere Informationen zum Thema Gegenanzeigen, also welche Erkrankungen oder Umstände gegen eine Anwendung des Arzneimittels sprechen.

Video: Vitamin-D-Mangel ist kein Winterproblem

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