Körper 4 Gründe, warum Sie ständig frieren

Fenster bitte zu, kalte Füße im Bett, immer ein Pullover dabei – das kennen die Frostbeulen unter uns. Doch warum ist eigentlich den einen häufiger kalt, als anderen? Wir verraten Ihnen, welche 4 Ursachen hinter ständigem Frieren stecken können.

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Ständiges Frieren: Das sind die Ursachen

Sie sind eine Frau

Tatsächlich ist etwas dran am Klischee: Frauen frieren erwiesenermaßen eher und schneller, als Männer. Das liegt daran, dass Männer von Natur aus einen höheren Muskelanteil im Vergleich zu ihrem Körperfett haben. Die Muskeln sorgen für einen aktiveren Stoffwechsel: Sie verbrennen dauerhaft mehr Energie, weshalb der Körper ständig Wärme produziert. Frauen hingegen haben verhältnismäßig weniger Muskelmasse und mehr Körperfett, weshalb sie eher dazu neigen, schnell zu frieren.

Müdigkeit

Wer kennt es nicht: Wenn wir müde sind, möchten wir uns am liebsten ins warme Bett kuscheln und schlafen. Leider ist das nicht immer möglich, zum Beispiel, wenn wir zur Arbeit müssen. Dann kommt es häufig dazu, dass wir frieren. Eine Studie beweist: Schon eine Nacht Schlafentzug bringt die natürliche Temperaturregulation des Körpers durcheinander und sorgt dafür, dass wir mehr Wärme verlieren. Achten Sie also darauf, jede Nacht wenigstens 7 Stunden Schlaf zu bekommen – vor allem, wenn Sie dazu neigen, zu frieren.

Unregelmäßige Ernährung

Sowohl aufgrund von langen Essenspausen als auch bei zu unregelmäßigen Mahlzeiten schaltet der Körper in den Energiesparmodus. Das bedeutet, dass er wenig Kalorien verbrennt, um den Tagesbedarf zu senken. Infolge dessen produziert der Körper wenig Eigenwärme und wir frieren schneller. Achten Sie deshalb unbedingt auf eine ausgewogene, regelmäßige Ernährung mit viel frischem Gemüse, gesunden Fetten, Kohlenhydraten und ausreichend Eiweiß.

Steigendes Alter

Während die typischen Hitzewallungen in der Menopause für Schweißausbrüche sorgen, frieren Frauen nach den Wechseljahren häufig umso mehr. Der Körper baut mit steigendem Alter die Muskelmasse ab, da es schwieriger wird, neue Muskelmasse aufzubauen beziehungsweise zu erhalten. Diese sorgt jedoch eigentlich dafür, den Körper warm zu halten und die Körpertemperatur hoch zu halten. Die Folge: häufiges Frösteln!

Frieren: Wann Sie zum Arzt gehen sollten

Haben Sie Probleme mit einer regelmäßigen, ausgewogenen Ernährung, leiden eventuell sogar unter einer Essstörung, sollten Sie in jedem Fall eine ärztliche Beratung aufsuchen. Auch einige andere Krankheiten können hinter ständigem Frieren stecken, zum Beispiel Blutarmut, eine Schilddrüsenunterfunktion oder das sogenannte Raynaud-Syndrom, bei dem Durchblutungsstörungen auftreten, die die Finger weiß färben. Suchen Sie in diesen Fällen bitte einen Arzt auf und lassen Ihr Blut und Ihren Gesundheitszustand untersuchen.

Datum: 07.09.2020
Autorin: Silva Oldenburg