10. Februar 2021
Magnesiummangel: Daran erkennen Sie ihn

Magnesiummangel: Daran erkennen Sie ihn

Muskelzucken, Schlafstörungen und sogar Depressionen – ein Magnesiummangel kann verschiedene Symptome auslösen und langfristig sogar die Entstehung bestimmter Krankheiten begünstigen. Hier erfahren Sie, woran Sie einen Magnesiummangel erkennen und welche Ursachen es gibt.

Magnesium ist ein wichtiger Nährstoff für unseren Körper, den dieser nicht selber herstellen kann und den wir deshalb über die Ernährung aufnehmen müssen. Das aufgenommene Magnesium wird in den Knochen, in der Muskulatur und im Weichteilgewebe gespeichert und erfüllt viele lebenswichtige Aufgaben im Körper. Es ist wichtig für die Funktion unserer Zellen, Knochen, Haut und Organe – beispielsweise wird Magnesium für Muskelkontraktionen, die Kommunikation zwischen Muskel- und Nervenzellen sowie die Herzfunktionen benötigt.

Wodurch entsteht ein Magnesiummangel?

Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) liegt der tägliche Magnesiumbedarf ab 25 Jahren für Frauen bei 300 mg und für Männer bei 350 mg. Ein Magnesiummangel, auch Hypomagnesiämie genannt, kann verschiedene Ursachen haben.

Magnesiummangel durch Ernährung
Da unser Körper Magnesium nicht selber herstellen kann, muss es über die Ernährung aufgenommen werden. Wenn diese den Bedarf nicht deckt, entsteht ein Mangel. Das kann beispielsweise als Folge einer einseitigen, nährstoffarmen Ernährung oder einer Diät vorkommen. Auch Alkohol und Kaffee fördern die Magnesiumausscheidung und können in großen Mengen zu einem Mangel beitragen. Achten Sie darauf, regelmäßig magnesiumhaltige Lebensmittel in Ihre Ernährung einzubauen – dazu zählen unter anderem Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse, Brokkoli und Kartoffeln.

Magnesiummangel durch Sport
Durch starke körperliche Belastung werden über den Schweiß Mineralstoffe ausgeschieden, unter anderem auch Magnesium. Da ein Magnesiummangel die Muskelfunktion beeinträchtigen und das Risiko für Verletzungen steigen kann, kann es besonders für Sportler Sinn machen, auf Magnesium-Präparate zurückzugreifen.

Magnesiummangel durch Krankheiten
Chronische Darmerkrankungen wie Morbus Crohn, die mit Durchfällen einhergehen, können einen Magnesiummangel verursachen, da nicht genug Magnesium aus dem Darm aufgenommen werden kann. Dasselbe gilt auch bei Zöliakie, also einer Glutenunverträglichkeit. Weitere Krankheiten, die einen Mangel auslösen können, sind Diabetes, Schilddrüsenüberfunktion sowie Erkrankungen der Nieren.

Auch Stress kann die Ursache eines Magnesiummangels sein, da Magnesium die Ausschüttung der Stresshormone reguliert. Weitere mögliche Ursachen sind Schwangerschaft, Stillzeit oder die Einnahme bestimmter Medikamente.

Magnesiummangel: Das sind die Symptome

Da Magnesium an vielen Prozessen im Körper beteiligt ist, können bei einem Mangel verschiedene Symptome auftreten. Viele der Symptome können auch in Verbindung mit einer anderen Störung oder Krankheit auftreten. Deshalb ist es wichtig, im Zweifelsfall einen Arzt aufzusuchen. Zu möglichen Beschwerden zählen:

  • Muskelzucken oder Muskelkrämpfe
  • Verdauungsbeschwerden
  • Schwindel
  • Stimmungsschwankungen
  • Herzrhythmusstörungen oder Herzrasen
  • Kopfschmerzen
  • Ruhelosigkeit
  • Müdigkeit und Erschöpfung
  • Durchblutungsstörungen
  • depressive Verstimmungen
  • Taubheitsgefühle in Händen und Füßen
  • Schlafstörungen
  • Bluthochdruck

Bei einem langfristigen Magnesiummangel steigt das Risiko für einen Schlaganfall sowie für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, da durch ihn Entzündungen im Körper entstehen können.

Wie kann man einen Magnesiummangel feststellen?

Wenn Sie bei sich einen Magnesiummangel vermuten, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Dieser kann anhand einer Blutuntersuchung feststellen, ob ein Mangel vorliegt oder nicht. Die frühzeitige Erkennung eines Magnesiummangels ist jedoch oft schwierig, da ein Großteil des Magnesiums in den Knochen und Muskeln gespeichert wird. Sobald ein Mangel auftritt, greift der Körper zuerst auf die Reserven zurück, sodass die Blutwerte zunächst normal aussehen können. Erst wenn die körpereigenen Speicher nicht mehr ausreichen, ist der Mangel auch am Blutbild erkennbar. Ein bestehender Mangel kann in vielen Fällen durch eine nährstoffreiche, und ausgewogene Ernährung ausgeglichen werden.

Lade weitere Inhalte ...