Lumbalgie – so behandeln Sie Schmerzen im unteren Rücken

Lumbalgie – so behandeln Sie Schmerzen im unteren Rücken

Volkskrankheit Rückenschmerzen: Egal ob Verspannungen, Schmerzen im Lendenwirbelbereich oder ein Bandscheibenvorfall – von Schmerzen im unteren Rücken kann so manch einer ein Lied singen. Wir verraten, was hinter der sogenannten Lumbalgie steckt und was Sie dagegen tun können.

Lumbalgien, also chronische Schmerzen im unteren Rücken, zählen tatsächlich zu den häufigsten Erkrankungen in Deutschland. Stress, zu wenig Bewegung, eine falsche Haltung, Überlastungen oder nicht ausgeheilte Verletzungen – die Gründe für die starken Rückenschmerzen könnten vielfältiger nicht sein. Auch bestimmte Erkrankungen, wie zum Beispiel Bandscheibenvorfälle oder ein Hexenschuss, der auch als akuter Lumbago bekannt ist, können die Ursache für die chronischen Rückenschmerzen sein. Doch was tun, wenn es schmerzt?

Lumbalgie – so behandeln Sie Schmerzen im unteren Rücken

Wer von Rückenschmerzen betroffen ist, sollte zunächst einen Arzt aufsuchen, um den Grund der Schmerzen ausfindig zu machen. Nur so kann eine Diagnose gestellt und eine individuelle Behandlungsmöglichkeit für Sie gefunden werden. Falls nötig, kann Sie der Arzt auch zu einem Facharzt verweisen.

Handelt es sich um ein akutes Problem wie zum Beispiel einen Hexenschuss, wird der Arzt Ihnen vermutlich eine schmerzlindernde und entzündungshemmende Spritze verabreichen. Diese verschafft Ihnen Linderung. Zusätzlich kann er Ihnen Schmerzmittel verschreiben. Bei einem Bandscheibenvorfall bekommen Sie meist Schmerz- und entzündungshemmende Medikamente. Im Anschluss ist eine Physiotherapie sinnvoll.

Bei Verspannungen hingegen helfen Massagen, Salben und vor allem Wärme. Ein heißes Bad, eine Wärmflasche oder ein Körnerkissen ist oft die beste Medizin. Bei akuten Beschwerden können Sie es zudem mit der sogenannten Stufenlagerung versuchen, in der Sie flach auf dem Rücken liegen und ihre Beine hochlegen. Die Unterschenkel sollten im rechten Winkel zu den Oberschenkeln liegen. Am besten benutzen Sie einen geeigneten Stuhl als Hilfsmittel. Hier zeigen wir Ihnen noch mehr Übungen für einen starken Rücken >>

Schmerzen im unteren Rücken vorbeugen

Damit es gar nicht erst zu den lästigen und vor allem schmerzhaften Beschwerden kommt, gibt es natürlich einige hilfreiche Methoden, mit denen Sie Lumbalgien vorbeugen können.

1. Bewegung

Das wichtigste zuerst: Bewegung ist das A und O! Körperliche Aktivitäten sollten stets in den Tagesablauf integriert werden, damit die Muskulatur aufgebaut und gestärkt wird. Gerade schwere körperliche Arbeit und monotone Bewegungen sind maßgeblich an der Entstehung von chronischen Rückenschmerzen beteiligt. Dem gilt es entgegenzuwirken. Neben regelmäßigen Sporteinheiten sollte auch im Alltag der Fokus auf Bewegung liegen. Nehmen Sie statt dem Lift doch mal die Treppe oder fahren Sie mit dem Fahrrad zur Arbeit. Wer einen Bürojob hat, für den kann ein Steh-Schreibtisch eine gute Alternative sein, um stundenlanges Sitzen ohne Unterbrechung zu verhindern.

2. Übergewicht vermeiden

Wer starkes Übergewicht hat, neigt auch eher zu Rückenschmerzen. Dies liegt vor allem daran, dass ein paar Pfunde extra die Wirbelsäule überlasten und Fehlhaltungen begünstigen.

3. Fehlhaltungen vermeiden

Eine schlechte Körperhaltung begünstigt die Entstehung von Lumbalgien um ein Vielfaches – erst recht, wenn Sie über einen längeren Zeitraum in der falschen Position verharren. Damit nicht immer derselbe Abschnitt der Wirbelsäule belastet wird, sollten Sie immer zwischen verschiedenen Sitzpositionen wechseln. Doch dynamisches Sitzen allein reicht nicht. Stehen Sie zudem auch immer mal wieder auf. Faustregel: Auf 40 Minuten dynamisches Sitzen folgen 15 Minuten stehen und 5 Minuten gehen. Lesen Sie hier auch unsere Tipps für eine gute Körperhaltung >>

4. Stress entgegenwirken

Anhaltender Stress und psychische Belastung erhöhen nicht nur das Risiko für verschiedene Krankheiten wie Depressionen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sondern begünstigt auch Rückenschmerzen. Dadurch, dass der Körper ständig unter Strom steht, erhöht sich die Muskelspannung. Insbesondere durch einen Bewegungsmangel fehlt dann der Ausgleich, um diese Muskelverspannungen wieder abzubauen. Achten Sie darauf, ausreichend Stressausgleich in Form von Sport, Spaziergängen, Yoga oder Meditation in Ihren Alltag zu integrieren. 

Video: Rückenübungen fürs Homeoffice – Tipps aus einem Yogastudio 

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