Gerstenkorn entfernen mit diesen Tipps

Gerstenkorn entfernen mit diesen Tipps

Gerstenkörner sind Entzündungsherde in den Talg- oder Tränendrüsen der Augenlider. Es bilden sich bei Infektionen schmerzende, gerötete Knoten. Wir verraten, was gegen Gerstenkörner hilft und welche vorbeugenden Maßnahmen helfen können.

Gerstenkorn: Was ist das?

Gerstenkörner gehören zu den häufigsten Augenerkrankungen. Fast jeder kennt die schmerzhaften Entzündungen am Augenlid, bei dem sich Talg- oder Tränendrüsen am Auge entzünden. Typisches Merkmal eines Gerstenkorns: der dicke, geschwollene Entzündungsherd am Ober- oder Unterlid des Auges. Je nachdem wie akut die Entzündung ist, kann sich ein mit Eiter gefüllter Abszess bilden. Häufigste Symptome eines Gerstenkorns sind

  • gerötete Schwellung am Auge
  • Schmerzen bei Berührung
  • Tränenbildung durch Reibung
  • Reizung des Auges mit Juckreiz
  • Einschränkung des Blickfelds

Gerstenkörner werden durch Bakterien verursacht. Häufige Auslöser sind Staphylokokken, die in den Drüsen der Augenlider für Entzündungen sorgen können. Normalerweise können unsere Immunsysteme gut mit den Krankheitserregern umgehen, sind die Abwehrkräfte aber durch andere Erkrankungen oder Stress geschwächt, ist die Entstehung einer Entzündung am Augenlid wahrscheinlicher. Anders als etwa Milien und Mitesser sind Gerstenkörner nicht mit Hornmaterial oder Talg gefüllt, sondern bilden Eiter. Je nachdem, an welcher Stelle ein Gerstenkorn entsteht, kann ein eitriger Abszess sichtbar werden.

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Gerstenkorn entfernen und vorbeugen: Diese Tipps helfen

So unangenehm Gerstenkörner auch sind, es gibt auch gute Nachrichten: Die unansehnlichen und störenden Entzündungen verschwinden in der Regel genauso schnell wieder, wie sie gekommen sind. Oft bildet sich ein eitriger Abszess, das sich von allein öffnet. Mit einer beruhigenden Augensalbe kann dann noch für einige Tage nachgepflegt werden.

Achtung: Versuchen Sie Gerstenkörner nicht einfach auszudrücken! Platzt der eitrige Abszess beim Drücken auf, kann die Entzündung auf das komplette Auge übergehen. Außerdem sind die Schwellungen extrem schmerzhaft und Ausdrückversuche oft nicht erfolgreich. Die Gefahr, dass sich die Entzündung verschlimmert oder Schäden am Auge und Augenlid entstehen hingegen sind groß. Bei Gerstenkörnern heißt es also: Nicht daran herumdrücken und quetschen.

Diese Tipps können bei der Behandlung helfen und der Entstehung von Gerstenkörnern vorbeugen.

1. Augenärzte aufsuchen

Für gewöhnlich heilen Gerstenkörner von allein wieder ab. Sind die Entzündungen aber besonders hartnäckig oder treten mehrere Gerstenkörner gleichzeitig auf, sollten Sie einen Augenarzt oder Augenärztin aufsuchen. Bei schweren Entzündungen und starken Beschwerden verschreiben Mediziner und Medizinerinnen antibiotische Salben oder Augentropfen. Die Bakterien, die die Entzündung verursachen, werden damit innerhalb weniger Tage beseitigt und das Augenlid kann heilen. Je nach Antibiotikum und Vorgaben des behandelnden Arztes oder Ärztin müssen solche Salben mehrmals täglich aufgetragen werden.

2. Bestrahlung mit Rotlicht

Rotlichtlampen sind bewährte Hausmittel zur Behandlung von Gerstenkörnern. Die Wärme der Lampe trocknet den Entzündungsherd im Augenlid aus. Da das Infrarotlicht auch die Durchblutung anregt, werden mehr Immunzellen zur Entzündungsstelle im Auge befördert, der Heilungsprozess kann beschleunigt werden. Wenn Sie etwa dreimal täglich das geschlossene Auge für jeweils zehn Minuten mit Rotlicht bestrahlen, werden Sie das lästige Gerstenkorn schnell wieder los.

3. Vorbeugen mit guter Hygiene

Sie können das Risiko einer bakteriellen Infektion des Augenlids durch gute und regelmäßige Handhygiene vorbeugen. Durchschnittlich berühren Menschen ihr Gesicht etwa 800 Mal am Tag. Die meisten dieser Berührungen geschehen unbewusst und lassen sich nur schwer vermeiden. Der Ratschlag, sich einfach nicht ins Gesicht zu fassen oder die Augen zu reiben, fällt daher leider kurz. Da es sich also offenbar nicht vermeiden lässt, dass wir uns täglich immer und immer wieder ins Gesicht fassen und die Augen reiben, sollten wir großen Wert auf saubere Hände und Finger legen. Desinfizieren Sie sich die Hände regelmäßig und waschen Sie Ihre Hände nach dem Toilettengang gründlich mit Seife. Kontaktlinsentragende sollten ihre Handhygiene besonders ernst nehmen, da beim Einsetzen und Herausnehmen der Linsen Bakterien direkt ins Auge gelangen können.

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