31. Mai 2021
Periode: Übelkeit vor und während der Menstruation

Was hilft gegen Übelkeit vor und während der Periode?

Die Periode geht oftmals mit Beschwerden wie Bauchkrämpfen oder Kopfschmerzen einher. Einige Frauen leiden zudem vor und während der Regelblutung unter Übelkeit und Erbrechen. Welche Ursachen dahinterstecken und was dagegen hilft, lesen Sie hier.

Rund dreiviertel aller Frauen klagen über prämenstruelle Beschwerden wie Unterleibsschmerzen, Stimmungsschwankungen, Wassereinlagerungen oder Heißhungerattacken. Darüber hinaus können auch Magen-Darm-Probleme wie Übelkeit und Erbrechen vor und während der Periode eintreten. Betroffenen Frauen ist meist nach den Mahlzeiten schlecht, sie müssen sich oftmals überwinden etwas zu essen oder im schlimmsten Fall sogar erbrechen.

Ursachen für Übelkeit vor und während der Periode

Es gibt verschiedene Gründe, warum machen Frauen vor und während der Menstruation schlecht wird. Schuld an der lästigen Übelkeit tragen meist die Unterleibsschmerzen. Das starke Zusammenziehen der Muskeln der Gebärmutter kann mitunter so schmerzhaft sein, dass einigen Frauen davon übel wird und sie daher erbrechen müssen.

Mediziner sehen das Östrogen als Ursache der zyklusbedingten Übelkeit. Die hormonellen Schwankungen kurz vor dem Einsetzen der Periode können den Teil im Gehirn beeinflussen, der für die Steuerung der Übelkeit und Erbrechen zuständig ist – ganz ähnlich wie bei der morgendlichen Übelkeit bei Schwangeren. Weitere Auslöser können auch die körpereigenen Schmerzbotenstoffe (Prostaglandine) sein, die das Zusammenziehen der Gebärmutter-Muskulatur verantworten. Diese können ebenfalls in den benachbarten Darm gelangen und Beschwerden auslösen.

Übrigens: Auch äußerliche Faktoren wie Stress, Probleme in der Partnerschaft oder eine unausgewogene Ernährung können die PMS-Beschwerden und somit auch die Übelkeit verstärken.

Periode: Diese Hausmittel lindern die Übelkeit

Übelkeit und Erbrechen lassen sich gut mit Hausmitteln behandeln – diese drei haben sich bewährt.

  • Kräutertees
    Tees mit Ingwer, Kamille oder Pfefferminze sind altbewährte Helfer bei Magen-Darm-Beschwerden. Sie wirken entspannend, regen die Darmtätigkeit an und lindern die Übelkeit.
     
  • Bewegung
    Auch wenn es Ihnen schwerfällt und Sie lieber zusammengerollt auf dem Bett liegen möchten, lohnt es sich aufzustehen und sich zu bewegen. Ein kurzer Spaziergang regt die Durchblutung im Darm an, was die Übelkeit lindert. Generell ist es ratsam, regelmäßig Sport zu machen. Die Bewegung sorgt dafür, die Stoffwechselprozesse im Körper anzukurbeln. Das erleichtert auch die Hormonumstellung während des Zyklus.
     
  • Gesunde und ausgewogene Ernährung
    Vor der Periode haben viele Frauen Heißhunger nach süßen und fettigen Speisen, welche jedoch die Übelkeit vor und während der Periode verschlimmern können. Dafür verantwortlich ist der steigende Progesteronspiegel sowie der sinkende Östrogenspiegel. Eine vitamin- und ballaststoffreiche Ernährung hält lange satt und beugt ungewollte Heißhungerattacken vor. Frisches Obst und Gemüse, Vollkornprodukte, magerer Fisch, Nüsse und Hülsenfrüchte sollten daher regelmäßig auf Ihrem Speiseplan stehen. Verzichten Sie möglichst auf Fleisch, Fertiggerichte, Alkohol und Süßigkeiten.

Wann zum Arzt? Wenn Sie unter immer wiederkehrender und/oder sehr starker Übelkeit leiden, Hausmittel oder Arzneimittel nicht gegen die Beschwerden helfen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, um mögliche ernsthafte Erkrankungen auszuschließen.

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