28. Juli 2021
Periode auslösen: Diese 7 Hausmittel helfen

Periode auslösen: Diese 7 Hausmittel helfen

Wenn jeden Monat aufs Neue die Periode einsetzt, ist das ein gutes Zeichen, dass mit Ihrem Hormonhaushalt alles in Ordnung ist. Doch manchmal machen sich tagelang PMS-Beschwerden bemerkbar, aber die Regelblutung lässt länger auf sich warten. Diese 7 Hausmittel können Ihre Periode auslösen.

Manchmal lässt die Periode auf sich warten. Dann passiert es vielleicht auch, dass sie ganz ausfällt oder sich durch bestimmte Faktoren verzögert. Die Gründe dafür können ganz unterschiedlich sein – sowohl psychische (seelische Probleme, Stress) als auch körperliche Ursachen (Krankheiten, Medikamenteneinnahme) sind möglich. Häufig plagt einen auch schon tagelang vor der Periode das prämenstruelle Syndrom (PMS). Dieses äußert sich zum Beispiel durch Heißhunger, schmerzende Brüste, Müdigkeit und Gereiztheit.
Da diese PMS-Symptome mit dem Einsetzen der Periode nachlassen, kann es sinnvoll sein, bei seinen Tagen etwas nachzuhelfen.

Periode auslösen: 7 Hausmittel

Wir stellen Ihnen sieben effektive Tricks und Tipps vor, die Ihre Periode auslösen können und verraten Ihnen, wie Sie bei einem unregelmäßigen Zyklus vorgehen.
 
Wichtig: Diese Tipps sind wissenschaftlich nicht belegt und daher kein Erfolgsversprechen, dass sie die Menstruation auslösen können. Der weibliche Zyklus ist sehr sensibel und eigen. Daher ist eine Periode auf Knopfdruck leider nicht möglich – so schön das auch wäre!

1. Pflanzliche Mittel

Um das Einsetzen der Periode zu fördern können bestimmte Pflanzen und Kräuter helfen. So fördert Ingwer das Zusammenziehen der Gebärmutter, wodurch die Periode schneller ausgelöst wird. Kurkuma hingegen beeinflusst das Östrogen- und Progesteronlevel, sodass die Periode beeinflusst wird. Eine andere Möglichkeit, um den Blutfluss sowie die Durchblutung im Bauch- und Beckenbereich anzuregen sind Pflanzen und Kräuter wie der Chinesische Engelwurz, Wanzenkraut und die Weiße Pfingstrose.
Wer sich einen regelmäßigeren Zyklus wünscht, sollte Mönchspfeffer einnehmen. Die Pflanze ist für seine zyklusregulierende Wirkung bekannt und lindert zudem die PMS-Beschwerden.

2. Wärme und Entspannung

Extremer Stress kann zu einer Veränderung im Hypothalamus führen, sodass der Körper weniger Progesteron produziert. Dieser Hirnbereich reguliert das Ansteigen und Absinken der Hormone – und somit auch die Periode. Damit eine ausreichende Hormonmenge vorhanden ist, sollte Stress gemieden werden. Wärme und Entspannung, z. B. bei einem heißen Bad oder mit einer Wärmflasche sorgen für eine bessere Durchblutung, was wiederum den Periodenfluss anregen kann. Um innere Anspannung abzubauen, helfen Yoga oder Meditation.

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© stevecoleimages:iStock
Ein heißes Bad wirkt nicht nur entspannend, sondern kann auch den Blutfluss anregen.

3. Sport und Bewegung

Auch wenn es nicht jedem leicht fällt, sich vor und während der Periode für Sport aufzuraffen: Bewegung kann tatsächlich helfen, da der Blutfluss anregt wird. Durch Sport fließt auch gleichzeitig die Periode schneller ab, sodass sie sich verkürzt. Doch auch hier gilt, dass nicht übertrieben werden sollte, da sonst vermehrter Stress dazuführt, dass die Periode sich verspätet oder gar ausbleibt. Am besten eignen sich leichtes Krafttraining oder ein moderates Cardiotraining wie Joggen, was sich nicht nur positiv auf die Menstruation, sondern auch auf die PMS-Beschwerden wie Reizbarkeit, Erschöpfung oder Bauchschmerzen auswirkt. Auch Pilates ist super, da es zum einen sehr entspannend wirkt und zum anderen den Bauch und den Beckenboden aktiviert. Diese gezielte Stärkung der Körpermitte kann Kontraktionen der Gebärmutter auslösen und den Blutfluss aktivieren.

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4. Sex

Beim Sex, bei der Selbstbefriedigung und vor allem beim Orgasmus werden die Muskeln im Bauch- und Beckenbereich aktiv und ziehen sich zusammen. Diese Kontraktion der Gebärmutter kann dazu führen, dass die Periode ausgelöst wird. Nach dem Einsetzen der Periode haben viele Frauen ebenfalls Lust auf Sex, dieser kann zum Beispiel auch gegen Unterleibskrämpfe und andere Periodenbeschwerden helfen. Beim Orgasmus werden nämlich verschiedene Hormone ausgeschüttet, die Einfluss auf das Schmerzempfinden Ihrer Regelblutung haben.

>> Sie wollen mehr zum Thema erfahren? Lesen Sie hier, wie Masturbation helfen kann, Menstruationsbeschwerden zu lindern.

Paar glücklich im Bett
© Thinkstock
Beibt Ihre Blutung aus? Sex kann Ihre Menstruation positiv beeinflussen!

5. Vitamin C

Das Vitamin kann im Körper den Östrogenspiegel erhöhen und den Progesterongehalt senken, wodurch die Periode schneller ausgelöst wird. Grund dafür ist der Östrogenspiegel, der dafür sorgt, dass sich die Gebärmutter zusammenzieht. Um diesen Effekt zu erzielen, sollten Sie auf Vitamin C-reiche Lebensmittel wie Zitrusfrüchte, Brokkoli, Erdbeeren, Kiwi oder Paprika zurückgreifen. Damit so wenig Vitamin C bei der Zubereitung wie möglich verloren geht, sollten Sie die Nahrungsmittel nicht über 60°C erhitzen.

6. Inositol

Zitronen
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Inositol finden Sie unter anderem in Zitrusfrüchten und es kann dafür sorgen, dass Sie Ihre Periode bekommen.

Bei Inositol handelt es sich um einen vitaminähnlichen Zuckeralkohol, welcher im menschlichen Körper vorkommt. In Verbindung mit Vitamin B5, B6 und B9 wirkt Inositol auf den Hormonstoffwechsel und kann bei Kinderwunsch und Zyklusbeschwerden helfen. Es fördert einen regelmäßigen Eisprung, sodass die Periode nicht immer auf sich warten lässt. Um mehr Inositol zu sich zu nehmen, sollten Sie auf Bohnen, Zitrusfrüchte, Vollkornprodukte, Nüsse und grünes Blattgemüse setzen. Darüber hinaus wirkt sich Inositol positiv auf andere Beschwerden wie Übergewicht, Stoffwechselstörungen oder Bluthochdruck aus.

7. Petersilie

Das Küchenkraut wirkt sich ebenfalls auf Ihre Regelblutung aus, da in der Petersilie die beiden Stoffe Apiol und Myristicin enthalten sind. Sie bewirken, dass sich die Gebärmutter zusammenzieht und so die Monatsblutung ausgelöst werden kann. Schneiden Sie ein paar Stängel Petersilie klein, gießen diese mit heißem Wasser auf und lassen den Sud für einige Minuten ziehen. Anschließend die Petersilie aussieben und den Tee trinken.

Übrigens: Auch Aloe vera soll dabei helfen können, die Periode auszulösen. Der Saft der Pflanze enthält Anthron sowie C-Glycoside, denen eine menstruationsfördernde Wirkung nachgesagt wird.

So wird Ihre Periode regelmäßiger

Um eins vorweg zu sagen: Natürliche Schwankungen sind ganz normal. Der weibliche Zyklus ist außerdem kein Schweizer Uhrwerk und kann schnell mal aus dem hormonellen Gleichgewicht kommen. Ein Zyklus kann daher mal länger oder kürzer gehen – Zykluslängen zwischen 23 und 35 Tagen sind nicht unüblich. Gerade jüngere Frauen haben einen eher längeren Zyklus. Auch durch starkes Unter- oder Übergewicht kann es zu Schwankungen kommen.
Allerdings können Sie an der ein oder anderen Stellschraube drehen, um einen regelmäßigeren Zyklus zu bekommen.

  • Meiden Sie Stress: Das ist meistens leichter gesagt als getan. Aber Stresshormone können Ihren Zyklus direkt beeinflussen. Gönnen Sie sich daher bewusst Auszeiten. Vielleicht ist ja regelmäßiges Meditieren etwas für Sie?
  • Führen Sie einen gesunden Lebensstil: Eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung können zu einem regelmäßigeren Zyklus beitragen.
  • Natürliche Helfer wie Zyklustee: Diese Kräutertees sollen dazu beitragen, den Zyklus zu regulieren und Ihren Hormonhaushalt zu normalisieren. Vor allem für Frauen mit Kinderwunsch sind Zyklustees ein natürliches Mittel, um die Fruchtbarkeit zu fördern.

Übrigens können äußere Faktoren wie die Einnahme von Medikamenten, intensiver Sport, eine Erkrankung oder Stress dafür sorgen, dass sich Ihre Regelblutung verzögert.

Unregelmäßigen Zyklus abklären lassen

Wenn Sie jedoch über einen längeren Zeitraum einen sehr unregelmäßigen Zyklus haben, sollten Sie Ihren Gynäkologen aufsuchen. Als Ursachen könnten ein mögliches hormonelles Ungleichgewicht oder ernsthafte Erkrankungen infrage kommen.

Dazu gehören:

  • eine Eierstockentzündung
  • eine Schilddrüsenüberfunktion
  • Diabetes
  • rheumatoide Arthritis
  • Herzerkrankungen
  • Endometriose
  • Bösartige Tumore 
  • Bluthochdruck

Führen Sie einen Zykluskalender, in dem Sie genau festhalten, wann und wie lange Sie Ihre Regelblutung bekommen haben. Besonders hilfreich sind Zyklus-Apps, mit denen Sie genauer erfahren können, wann Ihr Eisprung stattfindet und somit Ihre fruchtbaren Tage anstehen. Zudem können Sie in der App hilfreiche Informationen zu Symptomen wie PMS-Beschwerden hinterlegen. 

Wenn Sie nicht natürlich verhüten wollen und Hormone gut vertragen können, kann die Pille ebenfalls im Betracht gezogen werden, da sie für einen regelmäßigen Zyklus sorgt. Lassen Sie sich am besten von Ihrem Gynäkologen informieren. Versuchen Sie zudem auf einen gesunden Lebensstil zu achten, Normalgewicht zu haben, ausreichend Sport zu treiben, sich ausgewogen zu ernähren und Stress zu reduzieren. All dies sind Faktoren, die den Zyklus beeinflussen.

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Video: 10 Fakten über den Menstruationszyklus und die Periode

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