16. Juni 2021
Häufiger Stuhlgang: Wie oft ist normal und gesund?

Das sagt die Häufigkeit des Stuhlgangs über Ihre Gesundheit aus

Wie oft wir müssen, ist von Mensch zu Mensch verschieden. Manche gehen dreimal am Tag auf die Toilette, andere bloß dreimal pro Woche. Das sagt die Häufigkeit des Stuhlgangs über Ihre Gesundheit aus.

Stuhlgang: Wie oft ist normal?

Dreimal pro Tag oder bloß alle drei Tage? Eine „normale“ Stuhlfrequenz, die für jeden Menschen optimal ist, gibt es nicht. Zwar ist statistischen Erhebungen zufolge die häufigste Stuhlgangsfrequenz einmal täglich, mit rund 33 Prozent der Frauen und 40 Prozent der Männer. Dennoch sind unsere Körper, unser Lebensstil und unsere Essgewohnheiten zu unterschiedlich, als dass man eine optimale Häufigkeit für die Allgemeinheit nennen könnte. Eine gewisse Regelmäßigkeit ist jedoch ein gutes Zeichen, dass im Verdauungssystem alles glattläuft. Bleibt der Stuhlgang mal einen Tag lang aus, ist das noch kein Grund zur Sorge. Verzögert er sich jedoch um mehrere Tage und es kommt zu Verstopfungen, sollten wir aufhorchen und die Ursachen klären. Liegt es bloß an einer neuen Umgebung wie im Urlaub, an ungewohnten Speisen oder einem veränderten Tagesrhythmus? Oder ist die Ursache ernsterer Natur und deutet auf einen Mangel an Ballaststoffen oder gar einen Darmverschluss hin?

Das sagt die Häufigkeit des Stuhlgangs über Ihre Gesundheit aus

Je häufiger Sie Stuhlgang haben, umso besser! Es sei denn Sie haben Durchfall. Hat Ihr Stuhl jedoch eine normale, weiche Konsistenz, spricht alles dafür, dass ein häufigerer Stuhlgang gesünder ist. Zu diesem Ergebnis kamen jedenfalls Forscher der University of Cambridge. Sie verglichen in einer Studie die Regelmäßigkeit, Häufigkeit und das Gewicht des Stuhlgangs verschiedener Bevölkerungsgruppen, und kamen zu dem Schluss, dass häufige und große Ausscheidungen mit einem niedrigeren Darmkrebsrisiko zusammenhängen. Als Grund hierfür führen sie die sogenannte Darmtransitzeit an – je weniger Zeit das Gegessene in unserem Darm verbringt, umso besser. Diejenigen Studienteilnehmenden mit einer langen Darmtransitzeit und einem geringen täglichen Stuhlvolumen litten häufiger an Dickdarmkrebs und Enddarmkrebs. Beachten Sie daher die folgenden Tipps, um Ihre Darmgesundheit zu verbessern.

Achten Sie auf Konsistenz und Gewicht Ihres Stuhls

Bevor Sie nach dem nächsten Stuhlgang die Spülung betätigen, sollten Sie sich zumindest fünf Sekunden Zeit nehmen, um Ihr hinterlassenes Produkt zu begutachten. Ähnelt die Konsistenz einer weichen Wurst, ist alles in Ordnung. Ist die Masse jedoch eher breiig oder gar flüssig, essen Sie vermutlich zu wenig Ballaststoffe oder haben Durchfall. Ein sehr harter und fester Stuhl weist hingegen auf zu wenig Bewegung in Ihrem Darm hin. Dadurch verweilen die Speisereste sehr lange im Dickdarm und ihnen wird mit der Zeit immer mehr Wasser entzogen. Die harte Konsistenz kann zu Schmerzen und starkem Pressen führen, welches wiederum Hämorrhoiden begünstigt. Dasselbe gilt übrigens für das Stuhlvolumen. Ist es aufgrund eines Ballaststoffmangels oder Flüssigkeitsmangels sehr gering, setzt der Stuhl im Darm keinen Dehnreiz, welcher ein wichtiges Signal für den Transport in Richtung Ausgang ist. Verstopfungen können die Folge sein.

Tipp: Nehmen Sie täglich mindestens 25 Gramm Ballaststoffe und 1,5 Liter Wasser zu sich, um Ihre Verdauung zu fördern!

Video: Diese 7 Tipps für eine gesunde Verdauung sollten Sie kennen

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