9. August 2021
Das sagt die Stuhlkonsistenz über Ihre Gesundheit aus

Das sagt die Stuhlkonsistenz über Ihre Gesundheit aus

Form, Farbe oder Geruch – unsere Ausscheidungen verraten viel über unseren Gesundheitszustand, weshalb Sie ab und zu einen Blick in die Toilette werfen sollten. Die Beschaffenheit des Stuhls kann beispielsweise auf Krankheiten hinweisen. Wir erklären, was die Stuhlkonsistenz über Ihre Gesundheit aussagt.

Wie sieht gesunder Stuhl aus?

Unser Stuhl entsteht bei den Verdauungsvorgängen unseres Körpers und besteht zum Großteil aus unverdauten Lebensmittelresten wie Wasser oder Ballaststoffen. Abgesehen davon kann er aber auch abgestoßene Zellen der Darmschleimhaut oder Sekrete wie Schleim enthalten. Normaler, gesunder Stuhl hat eine geformte, aber weiche Konsistenz und lässt sich leicht ausscheiden. Die durchschnittliche Stuhlmenge liegt bei rund 100 bis 200 Gramm täglich. Wie oft und wie viel Stuhl jemand ausscheidet, hängt maßgeblich davon ab, was derjenige isst und wie viel er isst. Zum Beispiel scheiden Menschen, die viele Ballaststoffe zu sich nehmen, wie Vegetarier, mehr Stuhl aus, als Menschen, deren Ernährung wenig Ballaststoffe enthält. Dasselbe gilt auch für die Konsistenz des Stuhls: Menschen, die sich ballaststoffarm ernähren, können einen härteren Stuhl und sogar Verstopfungen haben. 

Das sagt die Stuhlkonsistenz über Ihre Gesundheit aus

Kurzzeitige Veränderungen der Stuhlkonsistenz sind normal und kein Grund zur Sorge. Verschiedene Faktoren können die Konsistenz des Stuhls verändern, dazu zählen unter anderem die Einnahme bestimmter Medikamente, kurzzeitige Erkrankungen wie Durchfall oder Stress. Aber auch ernsthafte Erkrankungen können sich durch eine veränderte Stuhlkonsistenz äußern. 

Wenn Sie über einen längeren Zeitraum weichen Stuhl haben, können Krankheiten wie eine Schilddrüsenüberfunktion, ein Reizdarmsyndrom, eine Lebensmittelunverträglichkeit, chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn, ein Vitamin-B-Mangel oder Darmkrebs dahinterstecken.

Harter Stuhlgang und Verstopfungen werden oft durch die falsche Ernährung, einen Flüssigkeits- oder Bewegungsmangel sowie bestimmte Medikamente oder Stress verursacht. Aber auch eine Schilddrüsenunterfunktion sowie Diabetes sind mögliche Auslöser. Wenn sich die Beschaffenheit des Stuhls langfristig verändert, sollte ein Arzt aufgesucht werden. 

Stuhlkonsistenz: Bristol-Stuhlformen-Skala 

Die Universität Bristol in Großbritannien arbeitete im Jahr 1997 eine Tabelle aus, anhand derer man die Form und Konsistenz seines Stuhls einordnen kann – die sogenannte Bristol-Stuhlformen-Skala. Sie gibt Aufschluss darüber, welche Stuhlkonsistenz normal ist. Die Skala beinhaltet folgende Formen:

  • Typ 1: Vereinzelte, harte Kügelchen, die schwer auszuscheiden sind
  • Typ 2: Feste, wurstförmige Klumpen
  • Typ 3: Wurstförmiger Stuhl mit einer rissigen Oberfläche
  • Typ 4: Wurstartiger Stuhl mit einer gleichmäßigen Oberfläche
  • Typ 5: Ebenmäßige weiche Klumpen, die leicht auszuscheiden sind
  • Typ 6: Weiche Klumpen, die eine breiige Masse ergeben
  • Typ 7: Flüssig ohne Form

Der dritte und vierte Typ gelten als optimal, wohingegen der erste und zweite eher bei Verstopfungen auftreten. Der fünfte und sechste Typ gelten als Durchfall. Auch Typ fünf kann bei gesunden Menschen auftreten.

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