30. September 2021
Überdosierung Vitamin D: Mögliche Anzeichen

Anzeichen für eine Überdosierung von Vitamin D

Sei es für unsere Knochen, Muskeln oder unser Immunsystem – Vitamin D ist für unseren Körper lebensnotwendig. Über die Haut, die den UVB-Sonnenstrahlen ausgesetzt ist, produzieren wir rund 80 bis 90 Prozent des Vitamins selbst. Da im Winter viele Menschen einen niedrigen Vitamin-D-Spiegel haben, ist es ratsam, das Sonnenvitamin zu supplementieren. Eine falsche Dosierung kann allerdings gefährlich werden und eine Vergiftung auslösen.

In der kalten Jahreszeit haben viele Menschen einen zu niedrigen Vitamin-D-Spiegel. Laut der Barmer Krankenkasse haben bundesweit knapp 10 Millionen Menschen einen Vitamin-D-Mangel. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, Vitamin-D-Präparate einzunehmen. Vorher sollten Sie allerdings Ihren Vitamin-D-Spiegel checken lassen und Rücksprache mit Ihrem Arzt halten, was die Dosierung anbelangt. Lesen Sie ebenfalls die Gebrauchsinformation Ihres jeweiligen Präparats gründlich durch.

Ansonsten kann bei einer exzessiven Einnahme der Supplemente eine gefährliche Vergiftung drohen. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit rät Erwachsenen und Jugendlichen, täglich nicht mehr als 100 Mikrogramm zu sich zu nehmen. 100 Mikrogramm entsprechen 4.000 Internationalen Einheiten (IE).

Anzeichen einer Überdosierung von Vitamin D

Bei der Überdosierung kann man unterscheiden zwischen einer akuten oder chronischen. Eine akute Vergiftung entsteht, wenn man auf einen Schlag eine übermäßig hohe Dosis Vitamin D zu sich nimmt. Eine chronische Vergiftung entwickelt sich, wenn man über einen längeren Zeitraum eine erhöhte Dosis des Präparats zu sich nimmt. Eine Überdosierung lässt sich feststellen, indem Ihr Blutspiegel auf Vitamin D überprüft wird. Liegt dieser bei über 100 ng/ml, handelt es sich um eine Überdosierung.

Die Überdosierung von Vitamin D führt zu einem erhöhten Kalziumspiegel. Das ist daran zu erklären, dass aufgrund des Überschusses der Körper vermehrt Calcium aus der Nahrung aufnimmt und der Mineralstoff aus den Knochen gelöst wird. Der erhöhte Calciumwert kann nach Angaben des Robert Koch-Instituts folgende körperliche Beschwerden auslösen:

  • Übelkeit und Erbrechen
  • Appetitlosigkeit
  • Starker Durst
  • Vermehrtes Wasserlassen
  • Dehydration
  • Bauchschmerzen 
  • Kopfschmerzen
  • Abgeschlagenheit
  • Nervosität
  • Herzrhythmusstörungen
  • Probleme mit den Nieren wie Nierensteine bis hin zu Nierenversagen

Um den erhöhten Calciumspiegel zu senken, kann dieser durch viel Flüssigkeit oder mit der Einnahme von Glucocorticoiden (Cortisol) und Calcitonin (calciumsenkendes Hormon) ausgeglichen werden. Ebenfalls ist es ratsam, das Vitamin-D-Präparat für einige Wochen abzusetzen, damit sich der gestörte Calciumspiegel wieder normalisieren kann.
Liegt eine schwere Hyperkalzämie vor, ist eine Blutwäsche nötig.

Übrigens: Ein Vitamin-D-Überschuss kann nicht auf natürlichem Weg durch Sonnenbestrahlung oder den Verzehr von Lebensmitteln, die viel Vitamin D enthalten (beispielsweise fetter Fisch wie Lachs), entstehen.

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Video: Vitamin D in Lebensmitteln – Booster für das Immunsystem

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