Öko-Test 2022: Diese 6 Buttermarken kassieren Note 6

Öko-Test 2022: Diese 6 Buttermarken kassieren Note 6

Fast alle Buttermarken fielen bei Öko-Test durch – so lautet das erschreckende Ergebnis. Wieso fast keine Butter überzeugen konnte und welche Produkte mit der Note 6 abgeschnitten haben, lesen Sie hier. 

Ob für die Stulle, zum Kochen oder Backen – Butter gehört für viele zu den Grundnahrungsmitteln und ist daher in so ziemlich jedem Kühlschrank zu finden. Allerdings wissen die meisten von uns, dass Butter alles andere als gesund ist. Das Streichfett ist reich an gesättigten Fettsäuren, die bei einem übermäßigen Verzehr für einen Anstieg des Cholesterinspiegels sorgen und demnach Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes fördern.

Fast alle Butter-Marken fallen bei Öko-Test durch

Öko-Test hat sich 20 Produkte genauer angeschaut – und berichtet von erschreckenden Ergebnissen. Und zwar konnten nur 3 Buttersorten überzeugen, die restlichen 17 fiel alle durch und erhielten die Noten „mangelhaft“ oder „ungenügend“. Fast der Großteil der Marken war mit Mineralöl belastet. In 19 von 20 Produkten wurden gesättigte Mineralölkohlenwasserstoffe (MOSH) entdeckt. Rückstände reichern sich im Fettgewebe, aber auch in Lymphknoten oder Organen an. Ob es gesundheitliche Langzeitfolgen gibt, ist unklar. Die wissenschaftliche Datenlage ist hierzu nicht ausreichend. Auch wurden aromatische Mineralölwasserkohlenwasserstoffe (MOAH) gefunden, welche als krebserregend gelten. Diese können von Schmierölen von Maschinen in die Produkte gelangen.

Video: Wie lange ist Butter haltbar?

SO wurde getestet

Um herauszufinden, um die Butter den Qualitätsanforderungen entsprechen, wurden die einzelnen Produkte unter anderem auf die Wasserverteilung, den pH-Wert, die Härte und Streichfähigkeit untersucht. Auch entscheidend waren Geruch, Geschmack und Aussehen.

Ein weiterer, wichtiger Indikator des Öko-Tests war die Berücksichtigung des Tierwohls. Drei Viertel der Marken gaben mithilfe von Fragebögen detailliert an, wie die Kühe gehalten wurden, welches Futter sie bekommen und wie viel Auslauf sie haben. Keinerlei Einblicke gaben die Marken Weihenstephan und Meggle.

Diese 6 Butter rasselten bei Öko-Test durch

Einige der Öko-Test-Verlierer nennen wir Ihnen hier. Allesamt hatten nur mit einem „ungenügend“ abgeschnitten.

  • Alnatura Bergbauern Süßrahmbutter
  • Landliebe Butter rahmig-frisch streichzahlt, mildgesäuert
  • Kerrygold Origimal, Irische Butter, mildgesäuert
  • Meggle Feine Butter, Süßsauerrahm
  • Weihenstephan Butter, mild gesäuert
  • Gut & Günstig Deutsche Markenbutter, mildgesäuert

Welche Butter empfiehlt Öko-Test?

Bei all den schlechten Testergebnissen fragen sich Verbraucher und Verbraucherinnen nun: Welche Butter kann man denn nun noch ohne Bedenken essen? Als einzige Butter mit einem "guten" Testergebnis kam die Gläserne Molkerei Fassbutter Naturland Bio-Sauerrahmbutter durch den Öko-Test. Es wurden keine Mineralölspuren gefunden, der Fettsäuregehalt ist aufgrund der Fütterung der Kühe mit Grünfutter hoch und die Milchkühe werden unter guten Bedingungen gehalten.

Fassbutter
© PR
Zählt zu den Öko-Testsiegern: Die Gläserne Molkerei Fassbutter Naturland Bio-Sauerrahmbutter erhielt die Note „gut“. Gibt es zum Beispiel bei Aldi Süd oder Rewe zu kaufen.

Wie viel Butter am Tag ist gesund?

Butter gehört definitiv zu jenen Lebensmitteln, von denen Sie nicht zu viel am Tag essen sollten. Denn: Das Milcherzeugnis ist reich an gesättigten Fettsäuren. Wer zu viel Butter zu sich nimmt, erhöht beispielsweise sein Risiko für Herzinfarkte oder Schlaganfälle. Ihr täglicher Konsum an Butter sollte 10 bis 20 Gramm nicht überschreiten.

Margarine: bessere Alternative zu Butter?

Möglicherweise stellen Sie sich jetzt die Frage, ob Margarine gesünder als Butter ist? Die pflanzliche Alternative ist zwar auch sehr fettreich, aber zeichnet sich durch ihren hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren aus. Diese wirken sich positiv auf Ihren Cholesterinspiegel aus. Allerdings hängt es hier von der verwendeten Ölsorte ab. Produkte aus Raps- und Leinöl sind gesünder als Sonnenblumenöl, das reich an ungesunden, gesättigten Omega-6-Fetten ist. 

Wer gänzlich auf Streichfette verzichten möchte, sollte zum Beispiel auf Aufstriche wie Frischkäse oder Hummus setzen. Lecker und ebenfalls gesund ist auch eine zerdrückte Avocado. 

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