Selbstzweifel: 3 Tipps, um sie zu überwinden

Selbstzweifel: 3 Tipps, um sie zu überwinden

Es ist normal, dass wir von Zeit zu Zeit Selbstzweifel empfinden, insbesondere wenn wir mit neuen oder herausfordernden Situationen konfrontiert werden. Wenn sie jedoch zu einer Belastung für uns werden und Probleme mit sich ziehen, benötigen wir möglicherweise Hilfestellungen. Wir haben 3 Tipps zusammengestellt, die Ihnen helfen können, einen konstruktiven Umgang mit Ihren Selbstzweifeln zu finden.

Was sind Selbstzweifel?

Selbstzweifel wird als „das Gefühl, kein Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Entscheidungen zu haben“ definiert. Häufig entstehen sie aus dem Vergleich zwischen dem, wie man ist und wie man gerne wäre. In anderen Worten: Je größer die Diskrepanz zwischen der Realität und dem Ideal, desto größer die Selbstzweifel.

Die meisten von uns haben irgendwann in ihrem Leben schon einmal Selbstzweifel erlebt. Dabei erfahren wir dieses Gefühl in den unterschiedlichsten Situationen — ob wir nun eine neue Stelle antreten, eine Prüfung ablegen, eine Liebe zerbricht oder generell ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Wir fragen uns, ob wir in der Lage sind, all die Herausforderungen zu meistern, die auf uns zukommen und ob wir überhaupt gut genug sind.

Selbstzweifel sind normal 

Diese Unsicherheiten sind völlig normal und ein gewisses Maß an Selbstzweifeln ist sogar gut, da es als Fähigkeit oder Aufruf verstanden werden kann, zu reflektieren. Im besten Fall stellen wir sogar fest, dass wir beim nächsten Projekt sorgfältiger arbeiten oder der Beziehung mehr Aufmerksamkeit schenken sollten.

Starke Zweifel können destruktiv sein

Hartnäckige Ängste und Selbstzweifel können sich jedoch sehr destruktiv auf unser Leben auswirken und Probleme nach sich ziehen. Dann stoßen sie keine persönliche Entwicklung mehr an, sondern können zu größeren Unsicherheiten und bisweilen zur Selbstentwertung führen. Menschen, die unter starken Selbstzweifeln leiden, grübeln ständig darüber nach, wie sie wirken und ob sie gut genug sind. Die Art und Weise, wie wir damit umgehen, macht den entscheidenden Unterschied.

Glücklicherweise kann man ein gutes Selbstwertgefühl und ein Maß an Selbstzweifel, welches nicht entmutigt, sondern anstößt, lernen. Wir geben Tipps, die Ihnen helfen können, Ihre Unsicherheit zu überwinden.

3 Tipps, um Selbstzweifel zu überwinden

Ein Erfolgstagebuch führen

  • Halten Sie sich mit einem Tagebuch vor Augen, was Sie bereits geschafft haben. Notieren Sie sich auch vermeintlich kleinere Erfolgserlebnisse, wie zum Beispiel ein erfolgreicher Arbeitstag, ein Kompliment oder haben Sie es geschafft, früher aufzustehen? Sich täglich positive Erlebnisse und Stärken bewusst zu machen, hilft Ihnen, Erfolge wahrzunehmen, macht glücklich und pusht Ihr Selbstbewusstsein.

Den inne­ren Kri­ti­ker zum Schweigen bringen

  • Denken Sie daran, dass Sie selbst Ihr größter Kritiker sind. Denn in der Regel stellt niemand an uns höhere Anforderungen als wir selbst. Überlegen Sie, welche Sätze Sie sich sagen, wenn Sie an sich zweifeln und achten Sie dabei auf Ihre Wortwahl. Sie würden Ihrer Freundin nicht die Schuld geben, dass sie für einen Job nicht ausgewählt wurde oder Ihrem Bruder, weil er für sein Projekt keine Bestnote bekommen hat - warum also sollten Sie sich das antun? Überlegen Sie, was eine nahestehende Person in derartigen Situationen zu Ihnen sagen würde. Stellen Sie diese Sätze dann Ihren Selbstzweifeln gegenüber. Dadurch üben Sie ein neues Denken und distanzieren sich Schritt für Schritt von den Zweifeln.

Verbannen Sie Perfektionismus

  • Wenn wir manchmal das Gefühl haben, dass, egal was wir tun, es nicht gut genug ist, kann das auch an einem übertrieben perfektionistischen Anspruch an uns selbst liegen. Haben wir zu hohe und unrealistische Ziele, können wir den Ansprüchen, die wir an uns stellen, nie ganz gerecht werden. Das kann uns schließlich das Gefühl der persönlichen Zuversicht rauben, zu einem Verlust unseres Selbstwertgefühls und somit zu Selbstzweifeln führen. Überprüfen Sie, worauf sich Ihr Selbstwertgefühl gründet und versuchen Sie realistische Anforderungen an sich zu stellen. Perfektionismus kann tief verwurzelt sein, weshalb das Erlernen neuer Denk- und Verhaltensmuster Zeit und Übung erfordert. Wenn es Ihnen schwer fällt, Ihren Perfektionismus zu überwinden, sollten Sie sich an einen Psychologen wenden, der Ihnen bei Ihren Fortschritten unterstützen kann.

Quelle: Psychologie Heute Compact 62

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