Kopfläuse: Anzeichen und Behandlung

Kopfläuse: Wie Sie einen Befall erkennen und ihn behandeln

Wenn plötzlich die Kopfhaut übermäßig juckt, kann ein Kopflausbefall als Ursache dahinterstecken. Um sich von unserem Blut zu ernähren, nisten sich die winzigen Parasiten in unserem Haar ein. Lesen Sie hier, welche Anzeichen auf einen Befall mit Kopfläusen hinweisen und wie dieser effektiv behandelt wird.

Was sind Kopfläuse?

Hierzulande sind Kopfläuse weit verbreitet, vor allem Kinder im Alter von drei bis zwölf Jahren stecken sich aufgrund des engen Körperkontakts öfters an. Zu Ausbrüchen kommt es vor allem in Kindergärten und Schulen, vorwiegend zwischen Spätsommer und Frühherbst. Kopfläuse werden nicht über Gegenstände oder Haustieren wie Hund und Katze übertragen.

Bei Kopfläusen handelt es sich um kleine, flügellose Insekten, die meist nur 2 bis 3 Millimeter messen. Ihr graubrauner Körper ist flach und sie haben sechs Beine. Kopfläuse ernähren sich von Blut und beißen daher in unsere Kopfhaut, was einen unangenehmen Juckreiz auslöst.

Ein Befall von Kopfläusen ist meistens kein Zeichen von mangelnder Hygiene. Das Ungeziefer nistet sich sowohl in schmutziges als auch in sauberes Haar ein. Auch die Haarlänge ist nicht relevant und hat keinen Einfluss auf das Ansteckungsrisiko. Kopfläuse sind allerdings schwieriger in dichtem, lockigem Haar zu erkennen.

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Anzeichen von Kopfläusen

Wie sich ein Kopflaus-Befall äußert, zeigen diese folgenden Symptome:

  • Starker Juckreiz, der vor allem in der Nacht zunimmt. Denn: Kopfläuse sind nachtaktiv.
  • Das Gefühl, dass sich etwas im Haar bewegt.
  • Biss- und Einstichstellen auf der Kopfhaut.
  • Die Eier – auch Nissen genannt – der Kopfläuse kleben fest auf der Kopfhaut, meistens an wärmeren Stellen wie hinter den Ohren oder am Nacken. Die Nissen werden leicht mit Schuppen verwechselt. Im Gegensatz zu Schuppen lassen sich diese nicht so leicht aus dem Haar entfernen.

Behandlung von Kopfläusen

Einfaches Haarewaschen beseitigt nicht das Ungeziefer von Ihrem Kopf. Um die Läuse effektiv aus dem Haar zu entfernen, sollten Sie sich daher einen speziellen Läusekamm zulegen, der in Apotheken oder Drogerien erhältlich ist. Feuchten Sie das Haar an und kämmen Sie jede einzelne Partie sorgfältig vom Ansatz bis zur Spitze mit dem Kamm durch. Nach jeder Strähne sollten Sie den Kamm mit einem sauberen Küchentuch abwischen. Wenn Sie den gesamten Kopf einmal bearbeitet haben, sollten Sie den Kamm anschließend gründlich unter heißem Wasser abwaschen.

Begleitend zur Behandlung mit einem Läusekamm sollten Sie ein spezielles Läusemittel mit Dimeticon, einem Silikonöl, auftragen. Bei diesem Mittel werden die Tiere samt ihrer Eier durch eine dicke Ölschicht bedeckt und ersticken dadurch. Dimeticon enthält kein Gift – es wird in vielen Kosmetikprodukten und in der Lebensmittelproduktion eingesetzt. Nach etwa 7 bis 10 Tagen sollten Sie die Behandlung nochmal wiederholen, da beim ersten Vorgang einige Läuse überleben können.

Übrigens: Der Gebrauch von Insektiziden wird nicht empfohlen, da die Läuse mittlerweile Resistenzen gegenüber den Wirkstoffen aufgebaut haben.

Kopfläuse bekämpfen: Das sollten Sie noch bedenken

Neben einer direkten Behandlung der befallenen Kopfhaut sollten Sie noch weitere, begleitende Maßnahmen treffen:

  • Familienmitglieder sollten ebenfalls gründlich nach Kopfläusen untersucht und gegebenenfalls mit behandelt werden.
  • Benutzte Bettwäsche und getragene Wäsche wie Schlafanzüge sowie Handtücher bei mindestens 60 Grad waschen.
  • Kleidung sowie Gegenstände wie Kuscheltiere, die nicht heiß waschbar sind, sollten für drei Tage in einer verschlossenen Plastiktüte aufbewahrt werden. Alternativ können Sie diese auch für zwei Tage ins Gefrierfach legen.
  • Benutzte Bürsten und Haarspangen mit heißem Wasser sowie Seife reinigen und für ein paar Tage nicht benutzen.
  • Polstermöbel wie Sofa und Sessel sollten gründlich abgesaugt werden.
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