Haarausfall nach Schwangerschaft: Ursachen und Tipps

Haarausfall nach Schwangerschaft: Welche Ursachen dahinterstecken und welche Tipps helfen

Haarausfall nach der Geburt? Dieses Problem kennen frisch gebackene Mamas nur zur Genüge. Wir erklären Ihnen, wie es zum Haarverlust kommt und welche Tipps weiterhelfen. 

Voller, glänzender und gesünder – viele Frauen bemerken in der Schwangerschaft deutlich mehr Haarfülle. Das liegt vor allem an den Hormonen, genauer am Östrogen. Dieses steigt während der Schwangerschaft an, um die bestmöglichen Voraussetzungen für die Entwicklung des Kindes zu schaffen und zum Beispiel das Wachstum der Gebärmutter zu fördern. Aber der steigende Östrogenspiegel verspricht noch weitere Vorteile und sorgt dafür, dass die Lebens- und Ruhephasen der Haare verlängert werden. Die Folge: Die Haare fallen weniger aus und die Haarfülle nimmt während der Schwangerschaft zu. Zudem wirkt das Haar deutlich glänzender.

Ursachen für Haarausfall nach der Schwangerschaft

Allerdings bleibt die dichte Mähne nur temporär. Nach der Schwangerschaft sinkt der Östrogenspiegel wieder und es kommt zu einem gesteigerten Haarausfall. Medizinisch wird dieser als postnatales Effluvium bezeichnet. Meistens tritt der Haarausfall wenige Wochen nach der Geburt auf. Er kann sich aber auch erst viel später äußern, zum Beispiel nach einigen Monaten. Eine mögliche Erklärung kann das Stillen bieten, das eine langsamere Hormonumstellung begünstigen kann. In solchen Fällen bringen viele betroffene Frauen den Haarausfall nicht als Folge der Schwangerschaft in Verbindung. 

Tipps für Haarausfall nach Schwangerschaft: Was sollten Sie tun?

Verständlicherweise reagieren die meisten Frauen erst einmal besorgt, wenn sie den Haarausfall bemerken und sind zu Recht verunsichert. Betroffene Frauen bemerken, dass sich mehr Haare im Ausfluss ansammeln oder in der Bürste zu finden sind. Die schlechte Nachricht vorweg: Den Haarausfall können Sie nicht vermeiden. Allerdings gibt es einige Tipps, die Ihr Haar währenddessen bestmöglich unterstützen.

  • Um nicht noch mehr Haare ungewollt zu verlieren, greifen Sie auf Kämme und Bürsten zurück, die Ihre Mähne sanft entknoten. Kämmen Sie Ihr Haar niemals im nassen Zustand!
  • Heißes Stylen mit Föhn, Glätteisen und Lockenstab sollten Sie in dieser Zeit eher vermeiden.
  • Verzichten Sie ebenfalls aufs Haarefärben. Die enthaltenen chemischen Substanzen schädigen noch weiter Ihre Haarstruktur und können diese austrocknen. Haarbruch und Spliss können drohen. 
  • Ebenfalls entscheidend ist die richtige Haarpflege: Verwenden Sie Shampoos und Spülungen, das explizit für feines Haar ausgezeichnet ist. Diese punkten mit leichten Formulierungen, die Ihr Haar nicht unnötig beschweren. Mit einer Rundbürste können Sie zusätzliches Volumen am Ansatz zaubern.
  • Wenn Ihr Haar sichtbar dünner aussieht, können Sie mit einem kürzeren Haarschnitt clever einen dünner werdenden Schopf kaschieren. Tipp: Bob-Frisuren stehen jeder Frau gut.
  • Da Stress ein weiterer Auslöser für Haarausfall sein kann, sollten Sie Stress möglichst vermeiden. Gönnen Sie sich nach der Geburt möglichst viel Ruhe.
  • Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung: Damit Ihre Haare gesund und richtig wachsen können, brauchen sie Vitamine und Mineralstoffe. Mehr dazu im nächsten Absatz.

Haarausfall: Welche Vitamine können beim Haarausfall unterstützen?

Die wichtigsten Nährstoffe für ein gesundes Haarwachstum sind unter anderem Biotin, Zink, Selen, Kupfer, Eisen und Protein. Versuchen Sie diese zuerst über die Nahrung aufzunehmen. Nahrungsergänzungsmittel sollten Sie idealerweise erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt einnehmen. Mithilfe eines Bluttests kann genau festgestellt werden, welche Mineralstoffe und Vitamine möglicherweise fehlen.

Haarausfall nach Schwangerschaft: Wie lange?

Der Haarausfall stoppt, sobald sich Ihre Östrogenwerte wieder eingependelt haben. In der Regel geschieht das nach sechs bis neun Monaten nach der Geburt.

Direkt weiterlesen: Haarausfall bei Frauen – Ursachen und Therapien >>

Haarausfall nach Schwangerschaft – wann Sie zum Arzt sollten

Wenn Ihr Haarausfall länger als etwa neun Monate nach der Entbindung andauert, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Ein möglicher Grund kann ein Nährstoffmangel sein, der während der Schwangerschaft aufgetreten ist. Im Zuge der Geburt kann aufgrund des hohen Blutverlusts Ihr Eisenspiegel zu niedrig sein und eine mögliche Erklärung für Ihren Haarverlust sein. Ebenfalls den Gang zum Arzt sollten Sie nicht scheuen, wenn Sie mehr als 150 Haare am Tag verlieren oder Ihr Haar kreisrund ausfällt.

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