Hautbarriere stärken Creme und Bodylotion: 21 Wirkstoffe gegen trockene Haut

Häufiges Duschen, das falsche Waschmittel, kratzende Kleidung oder Hauterkrankungen können zu trockener Haut führen. Auf welche Wirkstoffe gegen trockene Haut Sie beim nächsten Einkauf Ihrer Beautyprodukte achten sollten, erklären wir Ihnen hier!

Trockene_Hände

Trockene Haut kann viele Ursachen haben. Zum einen können es das falsche Waschmittel oder die falsche Kleidung sein, aber auch verschiedene Stoffe in Duschgelen, Bodylotionen und Co. Um trockener Haut den Kampf anzusagen, verraten wir Ihnen Pflegestoffe, auf die Sie beim nächsten Einkauf achten sollten.

Wie entsteht trockene Haut?

Talg- und Schweißdrüsen produzieren täglich einen Mix aus Wasser und Fett, um die Haut geschmeidig zu halten. Geben die Talgdrüsen jedoch zu wenig Fett ab, verliert die Haut ihre Funktionsfähigkeit, sodass sie den Körper nicht mehr vor UV-Strahlung, Verletzungen und Krankheitserregern schützen kann. Auch die Regulation der Körpertemperatur und des Wasserhaushalts wird erschwert.
 
Weitere Ursachen von trockener Haut:
  • Wetter
    Bei Kälte, Hitze und zu geringer Luftfeuchtigkeit verliert die Haut Feuchtigkeit und trocknet schneller aus. Im Winter ist vor allem der Wechsel zwischen trockener Heizungsluft und Kälte eine Belastung für die Haut.
     
  • Wasser
    Zu langes und zu heißen Baden oder Duschen kann der Haut Fette entziehen. Auch häufiges Händewaschen führt schnell zu trockener Haut. Hier finden Sie 5 Cremes gegen trockene Hände >>
     
  • UV-Strahlung und Sonnenbrand
    Nach einem langen Tag in der Sonne, fühlt sich die Haut oft trocken an und ist gespannt. Besonders durch Sonnenbrand verliert die Haut viel Feuchtigkeit und wird zusätzlich geschädigt. 
     
  • Stress
    Seelische Belastungen können auf das Immunsystem schlagen, was dazu führt, dass die Haut trocken werden kann. So bietet sie eine Angriffsfläche für z. B. Hautkrankheiten.
     
  • Chemikalien und allergieauslösende Stoffe
    Ob Farbstoffe in Kleidung, Waschsubstanzen in Reinigungs- und Waschmitteln oder Zusatzstoffe wie Duft- und Konservierungsstoffe in Kosmetik: Es gibt viele Chemikalien und allergieauslösende Stoffe, die die Haut reizen und austrocknen können. Auch eng sitzende Kleidung kann die Haut beanspruchen.
     
  • Hormonelle Veränderungen
    In der Schwangerschaft und in den Wechseljahren verändert sich die Hormonzusammensetzung im Körper. Somit kann es zu trockener Haut kommen. Besonders ältere Menschen sind davon betroffen, da sie weniger Feuchtigkeit speichert und schlechter Fette bilden kann.
     

Hautpflege  – Die richtigen Wirkstoffe gegen trockene Haut

Um trockene Haut richtig zu pflegen, benötigt sie idealerweise eine Kombination aus Fett und Feuchtigkeit. Bei juckender Haut mit Spannungsgefühlen ist es oft Feuchtigkeit, die fehlt. Hier ist eine Öl-in-Wasser-Emulsion empfehlenswert. Schuppende, rissige und raue Haut hingegen benötigt oft Fett, sodass eine Wasser-in-Öl-Emulison empfohlen wird.

  • Algen
    Blaualgen, Rotalgen oder Tiefseealgen sind ein reines Naturprodukt. Sie enthalten viele Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, verbessern die Spannkraft der Haut, wirken regenerierend und verbessern die Durchfeuchtung der Haut.
     
  • Allantoin
    Der Stoff Allantoin beschleunigt die Regeneration der Haut, wirkt entzündungshemmend und hilft gegen sehr trockene Haut. Allergische oder toxische Nebenwirkungen gibt es keine, weshalb er sich gut bei z. B. Neurodermitis eignet. 
     
  • Aloe Vera Gel
    Das Gel wird aus den fleischigen Blättern der Aloe Pflanze gewonnen. Es ist reich an Nährstoffen und wird in der Kosmetik vor allen wegen seiner entzündungswidrigen, ausgleichenden und beruhigenden Eigenschaften verwendet. Das Gel spendet viel Feuchtigkeit und zieht tief in die Hornschicht ein. Es eignet sich zur täglichen Anwendung, z. B. als Basis unter der Tagescreme oder auch bei Sonnenbrand.
     
  • Avocado-Öl
    Die Vitamine A, D und E geben der Haut Elastizität und verleihen ihr Geschmeidigkeit. Das Öl wirkt rückfettend, glättend und feuchtigkeitsspendend.
     
  • Bisabolol
    Der Stoff Bisabolol wird aus dem ätherischen Öl der Kamille gewonnen und hat einen entzündungshemmenden Effekt auf der Haut. Ebenso eignet er sich zur Anwendung auf trockener, empfindlicher und zu Reizungen neigender Haut.
     
  • Borretschöl
    Das Borretschöl wird aus der Borretschpflanze gewonnen und ist wegen seines hohen Gehalts an Gamma-Linolsäuren besonders für trockene Haut und bei Neurodermitis geeignet. Es hält die Zellmembranen weich und durchlässig.
     
  • Ceramide
    Der körpereigene Fettstoff wird in immer mehr Cremes verwendet, da er vor Feuchtigkeitsverlust und Irritationen der Haut schützt. 
     
  • Collagen
    Wird Collagen, z. B. als Nahrungsergänzungsmittel, aufgenommen, regt es die Neubildung der hauteigenen Collagenfasern an. Das stärkt die Feuchtigkeitsbindung der Haut und führt zu mehr Elastizität und Spannkraft. 
     
  • Harnstoff (Urea) 
    Der natürliche Feuchthaltefaktor der Haut bindet Wasser und hält die Hornschicht geschmeidig. Der Stoff eignet sich auch bei Neurodermitis, da er keine Allergien verursacht.
     
  • Hyaluronsäure 
    Besonders häufig wird Hyaluronsäure in der Gesichtspflege verwendet, da es Wasser im Gewebe bindet und für ein pralles Aussehen sorgt. In Bodylotions dient der Stoff auch als Feuchthaltefaktor. 
     
  • Jojobaöl
    Das Öl wird aus der Jojobanuss gewonnen. Durch den einzigartigen Anbau wird das Öl nicht ranzig, weshalb es gern in Kosmetik verwendet wird. Es hat eine hohe Hautverträglichkeit und erhöht die Feuchtigkeit in der Haut.
     
  • Kakaobutter
    Kakaobutter lässt sich leicht auf der Haut verteilen und hinterlässt nach dem Eincremen ein weiches und zartes Hautgefühl. Die Butter verleiht einen zarten Glanz und spendet viel Feuchtigkeit.
     
  • Macadamianuss-Öl
    Die Macadamianuss ist reich an ungesättigten Fettsäuren. Ihr Öl ist gut verträglich, zieht in die Haut ein und macht trockene und empfindliche Haut zart und samtig.
     
  • Mandel-Öl
    Das Öl eignet sich besonders bei empfindlicher und normaler Haut. Es stärkt den natürlichen Hautschutz und schützt vor Witterungs- und Umwelteinflüssen.
     
  • Niacinamid
    Dieser Stoff ist auch als Nikotinsäureamid oder einfach Vitamin B3 bekannt. Er eignet sich bei empfindlicher Haut oder leichter Akne, da es Hautrötungen reduziert und die Hautbarriere stärkt.
     
  • Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren
    Ob über die Nahrung aufgenommen oder als Creme aufgetragen: Omega-Fettsäuren schützen trockene Haut und stärken die Hautschutzbarriere. Sie kommen häufig bei Neurodermitis zum Einsatz.
     
  • Panthenol
    Der Stoff ist aus der Hautpflege nicht mehr wegzudenken. Panthenol wirkt entzündungshemmend, anregend, heilungsfördernd und feuchtigkeitsbewahrend. 
     
  • Phytosqualan
    Dieser Stoff wird aus der Olivenpflanze gewonnen und bewahrt die Haut vor Feuchtigkeitsverlust. Squalan ist dem körpereignenen Hautfett sehr ähnlich, weshalb es eine hohe Verträglichkeit besitzt. 
     
  • Saccharide Isomerate
    Der Stoff ist ein natürlicher Feuchtigkeitsspender, der Keratin in der Haut bindet und somit die Feuchtigkeit bewahrt.
     
  • Sheabutter
    Die Sheabutter wird aus den Nüssen des Sheabutterbaumes oder auch Karitébaumes gewonnen. Es lässt sich gut verteilen und macht die Haut weich.
     
  • Vitamin E
    Das fettlösliche Vitamin ist als Zellschutz-Vitamin bekannt. Es schützt vor freien Radikalen, erhöht die Abwehrkraft der Haut und verhindert somit eine vorzeitige Hautalterung.
 
Datum: 14.07.2020

Autor: Christina Liersch

Schlagworte: