17. September 2021
Die 5 größten Schlaf-Killer und was Sie dagegen tun können

Die 5 größten Schlaf-Killer und was Sie dagegen tun können

Unser Schlaf beeinflusst unsere Lebensqualität und unsere Gesundheit erheblich. Ein erhöhtes Krankheitsrisiko, sinkende Konzentrationsfähigkeit und ein geschwächtes Immunsystem können die Folgen von zu wenig Schlaf sein. Aber worunter leidet unsere Schlafqualität und wie können wir sie zum Positiven beeinflussen? Wir haben für Sie die 5 größten Schlaf-Killer und was Sie dagegen tun können. 

Mindestens sieben und maximal neun Stunden sollten Sie pro Nacht schlafen, um am nächsten Tag fit und erholt zu sein. Wichtiger als die Schlafdauer ist jedoch die Schlafqualität. Diese kann durch Einschlafprobleme und nächtliche Wachphasen leiden. Forscher sind sich zudem einig, dass der Körper für einen gesunden Schlaf eine feste Routine braucht. Sie sollten also ungefähr zur selben Zeit einschlafen und aufstehen. 

Corona-Pandemie: Deutsche schlafen schlechter

Eine Studie der mhplus Krankenkasse hat nun ergeben, dass seit Beginn der Corona-Pandemie 64 Prozent der Deutschen ihr Schlafverhalten geändert haben. Das liegt zum großen Teil an dem veränderten Tagesrhythmus. So gibt Mariana Naumann, Expertin für Gesundheitsförderung bei der mhplus Krankenkasse, an: "Die Studie zeigt, dass die Schlafqualität über alle Altersgruppen hinweg leidet. So geben 54 Prozent der Befragten an, dass sie morgens wie gerädert aufwachen und am liebsten liegen bleiben würden." Mehr als die Hälfte der Studienteilnehmer gab zudem an, nachts unruhig zu schlafen und immer wieder wach zu werden.

Diese Schlaf-Killer stören Ihren Schlaf:

Einige Angewohnheiten und Verhaltensweisen können Ihren Schlaf zusätzlich negativ beeinflussen. Damit Sie besser schlafen können, müssen Sie wissen, welche das sind und was Sie gegen sie tun können.

  • Smartphone & Co: Das Benutzen technischer Geräte wie Smartphone oder Tablet hat einen negativen Einfluss auf unsere Schlafqualität. Wenn es dunkel wird, bildet der Körper das Hormon Melatonin, welches den Tag-Nacht-Rhythmus steuert. Durch das Licht der technischen Geräte wird die Melatoninbildung gestört und wir schlafen schlechter. Zudem kann das, was man sich vor dem Schlafengehen ansieht, eine aufwühlende Wirkung haben, sodass unser Körper schlechter in den Schlaf findet. Dasselbe gilt auch für Fernsehen und Streaming Dienste. Lesen Sie kurz vor dem Schlafen stattdessen lieber ein Buch oder machen Sie ein Hörbuch an. Beides trägt zur Entspannung bei und lässt den Körper sowie den Geist zur Ruhe kommen.
     
  • Stress: Ängste und Sorgen sind die Schlaf-Killer schlechthin. Wenn Sie abends vor dem Schlafen noch lange über Probleme grübeln oder darüber nachdenken, welche Aufgaben Sie am bevorstehenden Arbeitstag erwarten, dann hindert Sie das am Einschlafen und stört Ihre Schlafqualität. Besonders schlecht ist langanhaltender Stress. Durch diesen wird der Schlaf schlechter, was zu noch mehr Stress führt – und schon befinden Sie sich in einem Teufelskreis. Schreiben Sie abends eine To-do-Liste für den nächsten Tag, damit sie gedanklich besser abschalten können. Yoga, Entspannungsübungen und autogenes Training können Ihrem Körper dabei helfen sich zu entspannen und zur Ruhe zu kommen. Auch spezielle Kräutertees zum Einschlafen können entspannend wirken.
     
  • Zimmertemperatur: Viele wissen es nicht, aber auch eine zu hohe Zimmertemperatur kann sich negativ auf den Schlaf auswirken. Für eine optimale Schlafqualität sollte es im Schlafzimmer kühler sein als in den restlichen Räumen. Die optimale Schlaftemperatur liegt zwischen 16 und 18 Grad. Schalten Sie die Heizung im Schlafzimmer aus und lüften Sie den Raum, bevor Sie ins Bett gehen.
     
  • Sport: Generell ist Sport wichtig für eine gute Schlafqualität. Wenn man sich tagsüber wenig bewegt und keinen Sport treibt, kann es passieren, dass der Körper am Abend nicht müde genug ist. Menschen, die regelmäßig Sport machen, haben eine bessere Schlafqualität. Allerdings sollte die Sporteinheit nicht zu spät stattfinden. Beim Sport werden Glückshormone ausgeschüttet, die den Körper wach machen. Außerdem steigt beim Sport die Körpertemperatur an, welche zum Schlafen etwas abkühlen muss. Deshalb sollte man mindestens zwei Stunden vor dem Schlafengehen keinen Sport mehr machen. Wenn Sie sich vor dem Schlafen noch bewegen wollen, dann gehen Sie lieber eine Runde spazieren.
     
  • Essen: Mindestens zwei Stunden vor dem ins Bett gehen sollten Sie nichts mehr essen, damit Ihr Körper genug Zeit für die Verdauung hat. Wenn Ihr Körper nach einer zu späten Mahlzeit noch mit der Verdauung beschäftigt ist, dann ist an einen erholsamen Schlaf nicht zu denken. Nehmen Sie am Abend eine gesunde, sättigende und fettarme Mahlzeit zu sich. Versuchen Sie spät am Abend auf Schokolade und generell Zucker zu verzichten, da diese natürliche Wachmacher sind, die Sie beim Einschlafen stören können.

Tipp: Gegen Einschlafprobleme können sogenannte Gewichtsdecken helfen. Diese schaffen ein Gefühl der Geborgenheit und können die Schlafqualität und -dauer deutlich verbessern, wie wir im Redaktionstest herausfanden. Ein beliebter Anbieter von Gewichtsdecken ist beispielsweise Cura of Sweden.

Wann muss ich mit Schlafproblemen zum Arzt?

Wenn Sie mehrere Wochen lang schlecht schlafen und die üblichen Schlaf-Killer ausschließen können, dann lassen Sie von Ihrem Arzt überprüfen, ob Ihre Schlafprobleme eine gesundheitliche Ursache haben. Beispielsweise können ein Magnesiummangel oder eine Schilddrüsenüberfunktion zu Schlafstörungen führen. Auch die Wechseljahre können sich negativ auf den Schlaf auswirken.

Video: Schlaflosigkeit? Das könnten die Gründe sein

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