Umweltfreundlich Hausmittel: So vertreiben Sie Wespen

Der August und September sind die Blütezeit der Wespen. Da sie unter Naturschutz stehen, dürfen sie höchstens vertrieben werden. Mit diesen umweltfreundlichen Hausmitteln ist das ganz einfach!

Wespe

Hochsaison für Wespen: Im August und September sind sie nicht weit von süßen oder eiweißhaltigen Speisen entfernt. Die häufig ungebetenen Gäste werden dann durch nervöses Umsichschlagen vertrieben. Oft werden sie dadurch aber aggressiv und stechen eher zu. Greifen Sie stattdessen auf unsere Hausmittel-Tricks zurück!

Sprühnebel zur Wespenabwehr

Das wohl einfachste und schonenste Hausmittel gegen Wespen ist Wasser. Füllen Sie eine saubere Sprühflasche, z. B. von Emsa (6,99 Euro) mit Wasser. Wenn sich eine Wespe nähert, sprühen Sie in ihre Richtung, aber nicht direkt auf sie. Der feine Sprühnebel signalisiert der Wespe, dass es regnet. Dadurch verschwindet sie schnell wieder und zieht sich in ihr Nest zurück. 

Weintrauben als Lockmittel

Schneiden Sie frische Weintrauben auf und platzieren Sie diese ein paar Meter von Ihrem Platz entfernt. Der süße Duft lenkt die Tiere ab. Doch Vorsicht: Der Duft kann auch dazu führen, dass noch mehr Wespen angelockt werden. 

Zitronen und Teebaumöl

Eine weitere Möglichkeit mit denen Sie Wespen fernhalten können: Schneiden Sie Zitronen oder Orangen in Scheiben und stellen Sie diese wie die Weintrauben ein paar Meter entfernt auf. Alternativ können Sie auch Zitronenöl, z. B. von Aromatika für ca. 13 Euro oder Orangenduftöl, z. B. von Elixr, ca. 5 Euro verwenden. Ebenso wie Teebaumöl, z. B. von australian bodycare, ca. 9 Euro.

Kaffee, Knoblauch und Basilikum

Um Wespen fernzuhalten können Sie auch Tomaten, Basilikum und Weihrauch in Ihren Garten oder auf dem Balkon pflanzen. Durch den Duft werden die Wespen im besten Fall vertrieben. Das kann, muss aber nicht immer funktionieren. Schließlich hindern ein paar Duftmoleküle nicht den Nahrungsdrang der Wespe. Einen Versuch mit frisch aufgeschnittenen Knoblauchzehen oder brennendem Kaffee ist es aber wert. Geben Sie den Kaffee in ein feuerfestes Gefäß und zünden Sie ihn an. Der Qualm soll die Wespen fernhalten.

Kochschinken

Auch mit Kochschinken können Sie Wespen ablenken – und vertreiben. Eine Scheibe von der köstlichen Wurst, die Sie in sicherer Entfernung als Köder auslegen, kann wahre Wunder bewirken.

Kupfermünzen

Ein ganz alter Trick, wenn es darum geht, Wespen zu vertreiben: Angeblich können die lästigen Insekten den Geruch von Messing nicht leiden. Auf dem Tisch verteilte Kupfermünzen sollen sie daher von uns fernhalten. Wer mag, kann die Kupfermünzen zusätzlich zwischen seinen Händen reiben, nachdem sie etwas in der Sonne gelegen haben – so schützen Sie sich gleich doppelt!

Papiertüte

Zugegeben, dieser geniale Trick ist ganz schön gemein! Alles was sie dafür brauchen, ist eine braune Papiertüte. Basteln Sie aus dieser die Attrappe ein Wespennests und hängen Sie sie anschließend auf, lenken sie die Insekten erfolgreich ab. Wespen halten sich nämlich nicht gerne in der Nähe eines fremden Nests auf und treten daher gerne freiwillig den Rückzug an.

Gedeckte Farben

Wespen werden von grellen Farben angelockt – kleiden Sie sich in gedeckten Tönen, bieten Sie den Insekten automatisch weniger Angriffsfläche. Gleiches gilt übrigens für die Farbwahl Ihrer Tischdeko.

Weitere Tipps um Wespen fernzuhalten

  • Räumen Sie Essensreste nach dem Essen direkt ab
  • Decken Sie Kuchen, Säfte, Aufstriche und Obst ab, damit Sie nicht versehentlich eine Wespe verschlucken
  • Bei Obstbäumen sollten Sie reifes Obst regelmäßig abernten und Fallobst entfernen
  • Verzichten Sie im Sommer auf Deos und Cremes mit Duftstoffen und Parfum
  • Verhindern Sie den Nestbau, indem Sie Öffnungen, z.B. an Rollläden, oder Hohlräumen in Mauern oder Gartenmöbeln und mögliche Nistplätze mit Fliegengittern verschließen
  • Bringen Sie Fliegennetze vor den Fenstern an, damit Wespen nicht in die Wohnung gelangen

Das lieber nicht tun!

Pusten Sie die Wespe nicht an, wenn sie sich nähert. Das in der Atemluft enthaltene Kohlendioxid macht die Insekten besonders aggressiv. Auch intensives Herumschlagen reizt die Insekten. Und es gilt: Je aggressiver eine Wespe, desto eher sticht sie zu. 

Auch Wespenfallen, die mit süßem Saft oder Bier gefüllt sind, sollten Sie nicht kaufen. Die Tiere verenden in der Flüssigkeit qualvoll. Da Wespen unter Artenschutz stehen, dürfen Sie auch keine Nester zerstören oder Wespen töten. Bei Tötung einer Wespe oder einer besonders geschützten Wespenart wie die Kreiselwespe oder Knopfhornwespe kann ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro verlangt werden. Gleiches gilt auch für das unerlaubte Entfernen eines Nestes. 

Datum: 06.08.2020

Autor: Christina Liersch