Ursachen und Behandlung Diese Tipps helfen gegen ein aufgedunsenes Gesicht am Morgen

Manchmal wacht man morgens auf und sieht im Spiegel ein verquollenes Gesicht. Man fühlt sich zerknautscht und weiß oft gar nicht warum. Lesen Sie hier 7 Gründe, woher die Wassereinlagerungen kommen. Dazu haben wir noch 3 SOS-Tipps. 

Frau schaut sich ins Gesicht, Spiegelbild

Da geht man schon zeitig ins Bett, um genügend Schlaf zu bekommen, trinkt am Abend keinen Alkohol und trotzdem sieht man morgens aufgequollen und zerknautscht aus. Man wirkt unausgeschlafen und fühlt sich unwohl. Dabei sind es oftmals unscheinbare Gründe, die für die Wassereinlagerungen sorgen.

1. Zu viel Salz im Essen

Wenn Sie Ihr Abendessen stark gesalzen haben, kann das ein Grund für das geschwollene Gesicht sein. Salz bindet Wasser im Körper, wodurch es sich zwischen den Zellen ansammelt. Unser Tipp: Anstatt schon während des Kochens zu salzen, nehmen Sie den Salzstreuer mit an den Esstisch und würzen nach.

2. Zu viel getrunken

Tatsächlich können Wassereinlagerungen durch zu viel getrunkenes Wasser entstehen. Viel trinken ist zwar gesund, jedoch sollte es über den Tag verteilt passieren. Trinken Sie große Mengen am Abend, kann die Flüssigkeit durch die Schlafposition schlechter abtransportiert werden. Sie staut sich an unterschiedlichen Körperstellen, unter anderem im Gesicht. Besonders bei Bauchschläfern ist das zu beobachten, da der Rückfluss der Flüssigkeit schwerer ist als bei Rücken- oder Seitenschläfern. Unser Tipp: Trinken Sie über den Tag verteilt genügend Tee oder Wasser, um Ihren Flüssigkeitshaushalt in Balance zu halten. Sind Sie Bauchschläfern, versuchen Sie sich möglichst so hinzulegen, dass der Kopf nicht in einer direkten Gerade mit dem Körper ist, damit die Flüssigkeit auch aus dem Gewebe im Gesicht fließen kann.

3. Empfindlichkeit gegenüber Geschmacksverstärkern

Hautärzte sind sich einig, dass Menschen, die gegenüber Geschmacksverstärkern, wie Glutamat, empfindlich reagieren, häufig mit einem aufgequollenem Gesicht zu kämpfen haben. Unser Tipp: Greifen Sie statt zu Fertiggerichten lieber zu frischen Lebensmitteln. 

4. Hormonschwankungen

Bei vielen Frauen führt die Zeit vor und während der Periode zu Wassereinlagerungen in Gesicht, Brüsten, Füßen und Waden. Das liegt daran, dass, wenn die Eizelle nicht befruchtet wird, der Progesteronspiegel im Blut absinkt. Dieses Absinken löst etwa 14 Tage nach dem Eisprung auch die Periode aus. Als Nebeneffekt bringt die geringe Progesteronmenge Wassereinlagerungen mit sich, sowie das aufgeblähte Gefühl und Blähungen. Unser Tipp: Trinken Sie über den Tag verteilt reichlich und reduzieren Sie Salz im Essen. Spargel, Ananas, Brennnessel- und Matetee wirken entwässernd und regen die Nierentätigkeit an.

5. Zu wenig Bewegung

Den ganzen Tag im Sitzen verbracht? Das könnte ebenfalls ein Grund für Wassereinlagerungen sein, da sich durch die wenige Bewegung die Flüssigkeit im Körper staut und schlechter abtransportiert wird. Unser Tipp: Gehen Sie eine Runde spazieren oder powern Sie sich beim Sport aus. Schwitzen ist unter anderem eine gute Lösung, um Wassereinlagerungen loszuwerden.

6. Schwellungen durch Allergien

Tierhaare, Pollen, Staub, Milben, Histamin- oder Laktoseintoleranz: Gründe für ein geschwollenes Gesicht durch Allergien gibt es viele. Jucken die Augen und läuft die Nase, ohne dass Sie sich krank fühlen, ist das ein sicheres Zeichen für eine Allergie. Unser Tipp: Klären Sie beim Arzt, ob und um welche Allergie es sich handelt. Allergie-Tabletten, Nasensprays und Augentropfen lindern die Beschwerden. Versuchen Sie es bis dahin mit einem kühlen Waschlappen oder einem Kühlpack.

7. Ein zu weiches Kopfkissen

Befindet sich Ihr Körper in einer waagerechten Schlafposition, fällt es dem Lymphsystem im Körper schwerer, die Flüssigkeit abzutransportieren. Folge: Sie staut sich im Gesicht. Unser Tipp: Liegen Sie mit dem Kopf leicht erhöht, damit die Flüssigkeit besser zirkulieren kann. 

3 SOS-Tipps gegen ein geschwollenes Gesicht

  • Kälte: Legen Sie zwei Teelöffel für 10 Minuten in den Gefrierschrank und legen Sie sich anschließend die Löffel unter die Augen. Alternativ können Sie auch Ihr Gesicht mit eiskaltem Wasser waschen.
  • Koffein: Eine Gesichtsmaske mit Koffein wirkt hautstraffend und fördert die Durchblutung. Ein leichtes Gel mit Hyaluronsäure wirkt erfrischend und polstert auf.
  • Massage: Eine Massage fördert die Durchblutung, wodurch sich der Lymphstau löst und die Flüssigkeitsansammlungen verschwinden.

Autor: Christina Liersch