Ursachen und Behandlung Diese Tipps helfen gegen ein aufgedunsenes Gesicht am Morgen

Manchmal wacht man morgens auf und sieht im Spiegel ein verquollenes Gesicht. Man fühlt sich zerknautscht und weiß oft gar nicht warum. Lesen Sie hier 9 Gründe, woher die Wassereinlagerungen kommen. Dazu haben wir noch 3 SOS-Tipps. 

Frau schaut sich ins Gesicht, Spiegelbild

Da geht man schon zeitig ins Bett, um genügend Schlaf zu bekommen, trinkt am Abend keinen Alkohol und trotzdem sieht man morgens aufgedunsen und zerknautscht aus. Man fühlt sich aufgeschwemmt, unausgeschlafen und unwohl. Oftmals fällt es schwer, die Augen richtig aufzukriegen. Dabei sind es häufig unscheinbare Gründe, die für die Wassereinlagerungen sorgen.

1. Zu viel Salz im Essen

Wenn Sie Ihr Abendessen stark gesalzen haben, kann das ein Grund für das geschwollene Gesicht sein. Salz bindet Wasser im Körper, wodurch es sich zwischen den Zellen ansammelt. Schon acht Gramm Salz binden einen Liter Wasser im Körper. Unser Tipp: Anstatt schon während des Kochens zu salzen, nehmen Sie den Salzstreuer, mit an den Esstisch und würzen nach.

2. Zu viel getrunken

Tatsächlich können Wassereinlagerungen durch zu viel getrunkenes Wasser entstehen. Viel trinken ist zwar gesund, jedoch sollte es über den Tag verteilt passieren. Trinken Sie große Mengen am Abend, kann die Flüssigkeit durch die Schlafposition schlechter abtransportiert werden. Sie staut sich an unterschiedlichen Körperstellen, unter anderem im Gesicht. Besonders bei Bauchschläfern ist das zu beobachten, da der Rückfluss der Flüssigkeit schwerer ist als bei Rücken- oder Seitenschläfern. Unser Tipp: Trinken Sie über den Tag verteilt genügend Tee, z. B. Brennnesseltee von Biotiva oder Wasser, um Ihren Flüssigkeitshaushalt in Balance zu halten. Sind Sie Bauchschläfern, versuchen Sie sich möglichst so hinzulegen, dass der Kopf nicht in einer direkten Gerade mit dem Körper ist, damit die Flüssigkeit auch aus dem Gewebe im Gesicht fließen kann. Ein Bauchschläferkissen kann einen geraden Kopf beim Schlafen verhindern.

3. Empfindlichkeit gegenüber Geschmacksverstärkern

Hautärzte sind sich einig, dass Menschen, die gegenüber Geschmacksverstärkern, wie Glutamat oder Hefeextrakt, empfindlich reagieren, häufig mit einem aufgedunsenen Gesicht zu kämpfen haben. Unser Tipp: Greifen Sie statt zu Fertiggerichten lieber zu frischen und wenig verarbeiteten Lebensmitteln. 

4. Hormonschwankungen

Bei vielen Frauen führt die Zeit vor und während der Periode zu Wassereinlagerungen in Gesicht, Brüsten, Füßen und Waden. Das liegt daran, dass der Progesteronspiegel im Blut absinkt, wenn die Eizelle nicht befruchtet wurde. Dieses Absinken löst etwa 14 Tage nach dem Eisprung auch die Periode aus. Als Nebeneffekt bringt die geringe Progesteronmenge und das erhöhte Östrogenlevel Wassereinlagerungen mit sich, sowie das aufgeblähte Gefühl und Blähungen. Unser Tipp: Trinken Sie über den Tag verteilt reichlich und reduzieren Sie Salz im Essen. Spargel, Ananas, Brennnessel- und Matetee wirken entwässernd und regen die Nierentätigkeit an. Ebenfalls helfen Bewegung und Sport.

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5. Zu wenig Bewegung

Den ganzen Tag im Sitzen verbracht? Das könnte ebenfalls ein Grund für Wassereinlagerungen sein, da sich durch die wenige Bewegung die Flüssigkeit im Körper staut und schlechter abtransportiert wird. Unser Tipp: Gehen Sie eine Runde spazieren oder powern Sie sich beim Sport aus. Schwitzen ist unter anderem eine gute Lösung, um Wassereinlagerungen loszuwerden.

6. Schwellungen durch Allergien

Tierhaare, Pollen, Staub, Milben, Histamin- oder Laktoseintoleranz: Gründe für ein geschwollenes Gesicht durch Allergien gibt es viele. Jucken die Augen und läuft die Nase, ohne dass Sie sich krank fühlen, ist das ein sicheres Zeichen für eine Allergie. Unser Tipp: Klären Sie beim Arzt, ob und um welche Allergie es sich handelt. Allergie-Tabletten, Nasensprays, z. B. von Livocab, und Augentropfen, z. B. von Vividrin, lindern die Beschwerden. Versuchen Sie es bis dahin mit einem kühlen Waschlappen oder einem Kühlpack.

7. Ein zu weiches Kopfkissen

Befindet sich Ihr Körper in einer waagerechten Schlafposition, fällt es dem Lymphsystem im Körper schwerer, die Flüssigkeit abzutransportieren. Folge: Sie staut sich im Gesicht. Unser Tipp: Liegen Sie mit dem Kopf leicht erhöht, damit die Flüssigkeit besser zirkulieren kann. Empfehlenswert sind hier ergonomische Kissen, z. B. von Power of Nature, die u.a. auch Nackenschmerzen und Steifheit reduzieren.

8. Zu viele Kohlenhydrate gegessen

Wenn Sie zu viele Kohlenhydrate essen, kann dies ebenfalls zu Wassereinlagerungen führen. Die Leber speichert bis zu 150 g Kohlenhydrate, während die Muskelzellen sie in Form von Glykogen einlagern. Das können schon mal bis zu 600 g sein. Ein Gramm Glykogen bindet jedoch im Körper ca. 2,7 bis 3 Gramm Wasser, wodurch es zu Wassereinlagerungen kommen kann. Vor allem, wenn Sie abends sehr kohlenhydrat- und salzreich essen und dazu viel trinken, ist ein aufgequollenes Gesicht am Morgen sehr wahrscheinlich.

9. Kaliumarme Ernährung

Der Mineralstoff Kalium ist unter anderem für die Regulation des Wasserhaushaltes im Körper zuständig. Nehmen Sie zu viel Natrium und zu wenig Kalium auf, kann dies zu Wassereinlagerungen führen. Achten Sie deshalb darauf, täglich 2000 bis 2500 mg Kalium zu sich zu nehmen. Besonders gut eignen sich dafür Lebensmittel wie:

  • Trockenobst, z. B. von KoRo
  • Bananen
  • Himbeeren
  • Kiwi
  • Kohlsorten
  • Paprika
  • Tomaten
  • Kürbis

3 SOS-Tipps gegen ein geschwollenes Gesicht

  • Kälte: Legen Sie zwei Teelöffel für 10 Minuten in den Gefrierschrank und legen Sie sich anschließend die Löffel unter die Augen. Alternativ können Sie auch Ihr Gesicht mit eiskaltem Wasser waschen.
  • Koffein: Eine Gesichtsmaske mit Koffein wirkt hautstraffend und fördert die Durchblutung. Ein leichtes Gel mit Hyaluronsäure, z. B. von Satin Naturel, wirkt erfrischend und polstert auf.
  • Massage: Eine Massage, z B. mit der Massagebürste von Foreo, fördert die Durchblutung, wodurch sich der Lymphstau löst und die Flüssigkeitsansammlungen verschwinden.
Datum: 19.08.2020
Autorin: Christina Liersch