5. Dezember 2013
Warum wirkt Aromatherapie

Warum wirkt Aromatherapie

Erstaunlich: Es beginnt lange vor der Geburt.

Aromatherapie
© Thinkstock
Aromatherapie

Sie müssen nur daran glauben, dann wirkt es. Dieser Satz gilt nicht für Aromatherapie. Sondern das Gegenteil: Selbst wenn Sie nicht daran glauben, wirkt sie. Denn die Nase ist das einzige Sinnesorgan, das seine Impulse direkt ins Gehirn leitet, ohne dass andere Nervenzellen zwischengeschaltet sind. Im limbischen System, dem Sitz der Emotionen, wird sofort über die eintreffende Duftinformation ein Gefühl erzeugt. Dies geschieht unkontrolliert, denn wenn wir den Duft riechen, ist er schon im Gehirn angekommen und hat dort Freude oder Entspannung, Angst oder Ekel ausgelöst.

Das Leben beginnt duftend

Wie stark Düfte uns Menschen steuern, beweist unsere Entstehungsgeschichte: Dort, wo Eizelle und Spermien sich finden müssen, weisen Duftstoffe den Weg. Erst vor wenigen Jahren wurde an der Ruhr-Universität Bochum entdeckt, dass jede reife weibliche Keimzelle einen maiglöckchenartigen Duft aussendet. Den erkennen die männlichen Samenzellen ähnlich wie die Riechzellen unserer Nase und finden ihr Ziel. Etwas nicht so Duftes passiert Frauen, die mit der Pille verhüten. Unter dem Einfluss der Hormone wählen sie manchmal Partner, die sie eigentlich nicht riechen können. Im Versuch mit Trennungspaaren stellte sich heraus, dass Frauen den Geruch des Partners nach Absetzen der Pille negativer wahrnahmen.

Sympathie wecken

Wer hingegen mittels Duft anderen gefallen möchte, liegt laut Diplom-Aro- matherapeutin Eliane Zimmermann mit Vanille richtig: „Kaum jemand wird von echtem Vanilleduft nicht tief berührt. Kein Wunder: Dieser Duft ist schon in der Muttermilch nachweisbar.“ Und in den 1970er-Jahren konnten Forscher die keimtötende Wirkung von ätherischen Ölen nachweisen – mit denselben standardisierten Tests wie für Antibiotika.

Also: Warum die nächste Krankheit nicht mit unseren Rezepten behandeln?

Düfte kaufen und lagern

Düfte kaufen und lagern: Bitte 6 Dinge beachten

Ätherische Öle sind niemals billig Zum Herstellen eines einzigen Tropfens werden die Schalen Dutzender Zitronen oder die Blütenblätter von 30 Rosen gebraucht. Darum kostet ein hochwertiges Öl immer mehr als 1 Euro pro Milliliter, bei Blütendüften bis zu 30 Euro.

Nur Öle in kbA-Qualität kaufen Die Abkürzung steht für kontrolliert biologischer Anbau. Das heißt für die Kunden: keine Giftstoffe im Öl und obendrein nachhaltige Landschaftspflege und fairer Handel. Öle in bester Qualität liefern zum Beispiel Farfalla (www.farfalla.eu) und Primavera (www.primaveralife.com).

Ätherische Öle immer verdünnen Pharmazeutisch gesehen handelt es sich bei den Ölen um sehr aktive Vitalstoffgemische. Verwenden Sie sie deshalb immer verdünnt (einzige Ausnahmen: Lavendelöl und Teebaumöl). Zum Verdünnen eignet sich besonders das angenehm leichte Johanniskrautöl. Mit der cremigen Sheabutter als Träger können Sie schnell gute Cremes herstellen.

Öle lichtundurchlässig aufbewahren Verkauft werden ätherische Öle nur in Fläschchen aus Buntglas. Stellen Sie die am besten noch in einen Schrank – bei möglichst kühler Raumtemperatur. Aber die Öle niemals im Kühlschrank aufbewahren, da ist es ihnen zu kalt.

Geöffnete Öle innerhalb von ein bis drei Jahren verbrauchen Besonders empfindliche Öle halten sich maximal ein Jahr. Dazu gehören Zitrusdüfte, Teebaum, Weißtanne und Zitronenmyrte. Grundsätzlich werden ätherische Öle viel schneller ranzig als Parfüms.

Die Küche als Labor Um die Rezepte von Seite 58/59 anzumixen, haben Sie in Ihrer Küche schon einen prima Arbeitsplatz. Die Arbeitsplatte säubern und unbedingt mit Küchenkrepp auslegen: Ätherische Öle verursachen Flecken. Zum Rühren Edelstahlbesteck verwenden, Silber- oder Plastikbestandteile können ins Öl übergehen. Zum Aufbewahren in der Spülmaschine gereinigte Marmeladengläser benutzen.

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