13. April 2021
Parasiten beim Hund erkennen und behandeln

So erkennen und behandeln Sie Parasiten beim Hund

Ob Zecken, Flöhe oder Würmer – Hunde können von ganz unterschiedlichen Parasiten befallen werden. Liegt ein Parasitenbefall vor, ist schnelles Handeln gefragt, da diese Krankheiten übertragen können. Wie Sie Parasiten erkennen und behandeln können, erklären wir Ihnen genauer.

Was sind Parasiten?

Parasiten sind meist sehr kleine Lebewesen, die andere Lebewesen befallen und sich von dessen Blut oder Hautpartikeln ernähren. Parasiten können beim Wirt Erkrankungen (Parasitosen) hervorrufen. Unterteilt werden sie in Ektoparasiten (äußere Parasiten) und Endoparasiten (innere Parasiten). Tiere wie Hunde, die sich viel draußen aufhalten, sind besonders gefährdet, sich einen Parasiten einzufangen. Bei Parasiten unterscheidet man zwischen äußeren und inneren Parasiten.

  • Äußere Parasiten: Zecken, Flöhe, Mücken oder Läuse
    Diese Ektoparasiten befinden sich außen auf der Haut des Tieres und ernähren sich von Hautsubstanzen oder saugen das Blut Ihres Wirtes.
  • Innere Parasiten: Band- oder Spulwürmer
    Endoparasiten sind im Blut, Darm oder Gewebe des Wirtes zu finden.

Körperliche Anzeichen, das Ihr Hund Parasiten hat:

  • häufiges Kratzen
  • Tier beißt sich an einer bestimmten Stelle
  • Haarausfall
  • Schuppenbildung
  • entzündete Hautstellen

Da Parasiten meist nur wenige Millimeter groß sind, werden Sie häufig übersehen. Würmern, die im Inneren ihres Opfers leben, können meist nur im Kot des Hundes entdeckt werden. Von daher ist Vorsorge besser als Nachsorge. Um einen Befall daher zu vermeiden, ist die richtige Fellpflege, eine saubere Umgebung und regelmäßig das Tier nach Parasiten untersuchen, ist für jeden Hundehalter ein Muss.

Parasiten beim Hund erkennen und behandeln: Zecken

Zecken sind in Büschen, Gräsern und Wäldern zu finden und lassen sich auf Ihren Wirt fallen, um dessen Blut zu saugen. Aus diesem Grund sollten Sie nach jedem Spaziergang Ihren Liebling nach Zecken absuchen. Je schneller Sie eine Zecke bei ihrem Tier entdecken, desto besser. Am meisten befallen Zecken den Kopf Ihres Hundes und vor allem die Bereiche rund um Augen, Ohren und Schnauze. Zecken können Krankheiten wie Borreliose oder FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) übertragen.

Entfernen Sie den Parasiten sachgemäß mit einer Zeckenkarte oder -zange. Tragen Sie über die gesamte Zeckensaison bestimmte Spot-On-Präparate wie Sprays oder Tabletten auf den Nacken des Hundes auf. Der enthaltene Wirkstoff wehrt Zecken ab. Alternativ können Sie Halsbänder verwenden, die diesen Wirkstoff gegen Zecken enthalten. Auch Frauchen und Herrchen sollten nach jeder Gassirunde sich nach möglichen Zecken absuchen.

Parasiten beim Hund erkennen und behandeln: Flöhe

Hunde bekommen Flöhe, wenn Sie mit Ihren Artgenossen draußen spielen oder in einer verdreckten, häusliche Umgebung leben. Flöhe sind gerade einmal wenige Millimeter groß und trinken das Blut Ihres Wirtes. Sie vermehren sich rasant. Aus diesem Grund sind Eier, Larven und Puppen meist in der Umgebung zu finden. Bei der Bekämpfung der Parasiten sollten Sie Ihre Umgebung nicht vergessen. Saugen Sie daher Ihre Räume gründlich durch und tragen Sie bestimmte Sprays, die wirksam gegen Flöhe sind, auf behandelnde Oberflächen auf. Um einen Flohbefall zu vermeiden, sollten Sie prophylaktisch bestimmte Präparate ganzjährig verwenden. Anzeichen für einen Flohbefall sind starker Juckreiz, Haarausfall sowie entzündete Hautstellen.

Läuse ernähren sich entweder vom Blut Ihres Opfers oder von Hautschuppen oder Haaren. Sie erkennen die flügellosen Läuse an ihren platten, ovalen Körper. Im Gegensatz zu Flöhen übertragen die Insekten keine Krankheiten, können aber zu Hautinfektionen und kahlen Stellen im Fell führen.

Parasiten beim Hund erkennen und behandeln: Würmer

Band- oder Spulwürmer leben im Inneren Ihres Wirtes und befallen vor allem die Organe. Die Hunde nehmen die Türme meist über den Kot anderer Tiere übers Maul auf. Diese lösen im Inneren eine Infektion aus.
Umso wichtiger ist es, auf folgende Anzeichen zu achten, die auf einen Wurmbefall hindeuten:

  • Juckreiz um den Anus, der Hund rutscht mit dem Gesäß am Boden
  • Durchfall und/oder Erbrechen
  • Verstopfung
  • Appetit- und Gewichtsverlust
  • glanzloses Fell
  • aufgeblähter Bauch (bei massivem Befall)
  • schlechter Allgemeinzustand

Um Ihr Haustier vor einem Wurmbefall zu schützen, sollten Sie regelmäßige Wurmkuren machen. Je nach Infektionsrisiko können diese vierteljährlich oder monatlich sein. Achten Sie außerdem beim täglichen Gassigehen, dass Ihr Hund nicht den Kot anderer Tiere frisst.

Video: Zecken bei Hunden – was Sie dagegen tun können

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