7 Gründe, jetzt mehr Bärlauch zu essen

7 Gründe, jetzt mehr Bärlauch zu essen

Mitte März beginnt die Bärlauch-Saison. Jetzt ist die beste Zeit, das knoblauchig-scharfe und gleichzeitig frühlingsfrische Wildkraut wieder in den Speiseplan aufzunehmen. Ihr Gaumen wird es Ihnen danken und auch das Immunsystem wird vor Begeisterung Luftsprünge machen. Erfahren Sie hier, warum Bärlauch so gesund ist.

So gesund ist Bärlauch

Bärlauch ist ein wildwachsendes Kraut, das eng verwandt ist mit Schnittlauch, Zwiebel und Knoblauch. Wie seine Artverwandten enthält auch Bärlauch viele Sulfide, die dem Kraut den charakteristischen Duft und Geschmack verleihen. Obwohl das Wildkraut schon seit geraumer Zeit Anwendung in der Küche findet und viele Gerichte mit dem frisch-würzigen Aroma aufpeppt, erlebte der Bärlauch erst vor relativ kurzer Zeit einen Trend als Heilkraut. Denn die saftig-grünen Blätter der Pflanze stecken bis in die Spitzen voller Nährstoffe und Gesundmachern, darunter pro 100 Gramm:

  • Kohlenhydrate (2,9 Gramm)
  • Eiweiß (0,9 Gramm)
  • Vitamin C (150 Milligramm)
  • Vitamin B3 (700 Mikrogramm)
  • Vitamin A (200 Mikrogramm)
  • Vitamin E (250 Mikrogramm)
  • Kalium (336 Milligramm)
  • Kalzium (76 Milligramm)
  • Magnesium (22 Milligramm)

 

Wann ist Bärlauch-Saison?

Bärlauch ist ein klassisches Frühlingskraut. Die besonders eifrigen Vertreter des Wildkrauts blühen bereits im März. Besonders reich an Nährstoffen sind aber die Spätblüher ab Mai. Wenn Sie Bärlauch selbst pflücken wollen, folgen Sie im Wald einfach Ihrer Nase, das Wildkraut duftet nämlich intensiv nach Knoblauch. Anders als Knoblauch hinterlässt Bärlauch aber keine unangenehme Knoblauchfahne, die Ihnen noch Tage nach dem Verzehr nachhängen würde.

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7 gesunde Effekte von Bärlauch

1. Gesunde Verdauung und starke Darmflora

Für den typischen Bärlauchgeschmack und das scharfe Aroma sind Schwefelverbindungen verantwortlich. Diese Sulfide werden im Verdauungstrakt zu Sulfensäure und später zu Thiosulfinat umgewandelt. Letzteres hat antibakterielle Eigenschaften und kann Entzündungen im Körper bekämpfen helfen. Der Einfluss der Sulfide des Bärlauchs auf eine gesunde Darmflora können für eine geregelte und beschwerdefreie Verdauung sorgen. Wer regelmäßig Bärlauch isst, kann sich über einen gesunden Darm freuen.

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2. Gut fürs Blut

Die antioxidativen Inhaltsstoffe des Bärlauchs haben mitunter positiven Einfluss auf die Blutdruckwerte und den Cholesterinspiegel. In Studien konnte bei Tierversuchen festgestellt werden, dass sich nach Bärlauchkonsum die Fließgeschwindigkeit des Blutes und der Wert des schlechten LDL-Cholesterins verbesserten. Auch der Blutdruck sank nach dem Verzehr von Bärlauch.

3. Beugt Eisenmangel vor

Bärlauch selbst enthält zwar nicht besonders viel wertvolles Eisen, dafür ist es aber reichhaltig an grünem Blattfarbstoff Chlorophyll. Dieser Pflanzenstoff ist bekannt dafür, die Eisen- und Magnesiumaufnahme im Körper zu verbessern. Als Teil einer ausgewogenen Ernährung kann Bärlauch Ihrem Organismus also helfen, mehr Eisen und Magnesium aus Lebensmitteln nutzbar zu machen. In Bärlauch stecken etwa 400 Milligramm Chlorophyll auf 100 Gramm.

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4. Entzündungshemmend und schmerzlindernd

Bärlauch erhält seinen charakteristischen Eigengeschmack durch Allicin. Die chemische Verbindung sorgt nicht nur für einen fein-aromatischen Knoblauchgeschmack, sondern wirkt im Körper außerdem antibiotisch, entzündungshemmend und schmerzlindernd. Damit wird Bärlauch zum echten Heilkraut und kann neben Magenkrämpfen und Blähungen auch Pilzinfektionen und bakterielle Infekte bekämpfen helfen. 

5. Viel Chlorophyll hilft gegen Mundgeruch

Zwar hat Bärlauch einen mild-knoblauchigen Geschmack, anders als die weißen Knollen ärgert uns Bärlauch aber nicht mit unangenehmem Mundgeruch. Aber es wird sogar noch besser: Aufgrund des sehr hohen Gehalts an Chlorophyll, dem grünen Blattfarbstoff von Pflanzen, kann Bärlauch helfen, Mundgeruch zu beseitigen. Wer wegen Zahn- oder Zahnfleischerkrankungen unter Mundgeruch leidet, sollte ruhig öfter chlorophyllhaltige Lebensmittel essen. Der Farbstoff soll nämlich eiweißspaltende Enzyme im Mundraum stärken, die die Vermehrung von Bakterien verhindern.

6. Stärkt das Immunsystem

Bärlauch ist mit rund 150 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm eine richtige Vitamin-C-Bombe. Das gesunde Vitamin wirkt im Körper unter anderem antioxidativ und schützt ihn vor freien Radikalen, die Zellschäden verursachen und Entzündungen befeuern und so das Entstehen verschiedener Krankheiten begünstigen. Aus diesem Grund empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) erwachsenen Frauen eine tägliche Vitamin-C-Zufuhr von 95 Milligramm und erwachsenen Männern eine Menge von 110 Milligramm.

7. Entlastet die Leber

Die Sulfide des Bärlauchs haben nicht nur positive Wirkungen auf die Verdauung, sie können auch die Gesundheit der Leber unterstützen. Schon in der Antike wurden Bärlauch entgiftende Wirkungen zugeschrieben. Auch heute noch wird der Detox-Effekt wissenschaftlich beschrieben und findet therapeutische Anwendung. Da Sulfide die Abbauprozesse von Giftstoffen in der Leber unterstützen können, scheint Bärlauch eine geeignete Ergänzung einer ausgewogenen Ernährung zur Zellentgiftung sein zu können. 

Rezeptidee für frisches Bärlauch-Hummus

Der frisch-aromatische Frühlingsgeschmack des Bärlauch passt ideal zu arabischen Speisen wie Hummus. Die milde Knoblauchnote verleiht der würzigen Kichererbsenpaste einen ganz besonderen Twist. Mit frischem Fladenbrot dazu oder Möhren und Gurken zum Dippen ist das gesunde, vegetarische Essen perfekt. 

Gleich ausprobieren: Unser Rezept für Bärlauch-Hummus mit Fladenbrot > >  

Im Video: Wie Sie Bärlauch vom giftigen Maiglöckchen unterscheiden können

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