Wassereinlagerungen in Beinen: Ursachen und Behandlung

Wassereinlagerungen in den Beinen: Ursachen und Behandlung

Wenn die Jeans enger sitzt und die Beine müde sowie angeschwollen sind, kann es sich um Wassereinlagerungen handeln. Ein solches Ödem entsteht, wenn die Lymphflüssigkeit sich staut und nicht mehr richtig abfließen kann. Wir klären über Symptome, Ursachen und Behandlung von Wassereinlagerungen in den Beinen auf.

Symptome von Wassereinlagerungen in Beinen

Kommt es zu einer Flüssigkeitsansammlung, bezeichnen Mediziner diese als Ödeme. Solche Ödeme können quasi überall im Körper auftreten. Häufig sind aber die Beine betroffen.

Anzeichen von Wassereinlagerungen in den Beinen sind:

  • Das Bein fühlt sich schwer an.
  • Das Bein ist geschwollen und dicker als gewöhnlich. 
  • Die Haut fühlt sich warm und gespannt an.
  • Die Beweglichkeit der Gelenke ist eingeschränkt.
  • Die betroffene Stelle löst ein Spannungsgefühl oder sogar Schmerzen aus.

Ursachen von Wassereinlagerungen in Beinen

Es gibt verschiedene Ursachen, welche zu Wassereinlagerungen führen – nicht immer stecken harmlose Gründe hinter den Ödemen.

Venenerkrankung

Eine Venenschwäche ist der häufigste Grund, wieso es zu Wassereinlagerungen in den Beinen kommt. Die Venenklappen, die wie eine Pumpe funktionieren, und den Abtransport des verbrauchenden Bluts aus den Venen zum Herzen steuern, funktionieren nicht einwandfrei. Aus den Kapillaren, den kleinen Blutgefäßen, tritt Flüssigkeit ins Gewebe und sorgt für geschwollene Beine und Füße sowie dicke Knöchel. Als Risikofaktoren für eine Venenschwäche gelten Übergewicht sowie fehlende Bewegung.

Hohe Temperaturen

Nicht selten schwellen unsere Beine und Füße in Sommer an. Warum? Bei Wärme erweitern sich unsere Blutgefäße. Die Blutzirkulation verlangsamt sich und die Venen werden durchlässiger. Die Folge: Flüssigkeit kann ins umliegende Gewebe fließen und wird nicht richtig abtransportiert. Wer lange sitzt oder steht, klagt dann meistens über schwere und geschwollene Beine. Wird dann auch noch nicht ausreichend getrunken, verdickt das Blut und fließt noch schlechter.

Herzschwäche

Eine weitere, ernsthafte Erkrankung für geschwollene Beine kann eine Herzschwäche sein. Liegt zum Beispiel eine Herzmuskelschwäche vor, ist das Herz nicht mehr in der Lage, richtig zu pumpen. Das Blut in den Beinen kann nicht richtig abtransportiert werden, sodass es sich in den Venen staut und Wassereinlagerungen entstehen.

Medikamente

Eine verstärkte Flüssigkeitseinlagerung kann ebenfalls durch die Einnahme bestimmter Medikamente hervorgerufen werden. Hierzu gehören zum Beispiel kortisonhaltige Präparate, hormonelle Verhütungsmittel wie die Pille oder Bluthochdruckmedikamente.

Periode

Vor und während der Regelblutung können Frauen vermehrt Wassereinlagerungen bekommen. Neben der Brust sind häufig auch die Beine betroffen. Das erklärt sich aufgrund der hormonellen Schwankungen, die sich auf den Elektrolythaushalt auswirken und dementsprechend Wassereinlagerungen begünstigen. Um bestmöglich vorzubeugen, sollten Sie vor allem in der zweiten Zyklushälfte ballaststoffreich essen und Lebensmittel wie Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte zu sich nehmen, sich salzarm ernähren und reichlich Wasser trinken.

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Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft wird vermehrt Progesteron ausgeschüttet. Das Hormon sorgt dafür, dass sich die Blutgefäße erweitern. Daraufhin werden diese undurchlässiger, Wasser tritt aus und sammelt sich im Bindegewebe an. Auch die Wadenpumpe ist während der Schwangerschaft weniger aktiv, sodass sich Flüssigkeit leichter stauen und austreten kann. 

Wassereinlagerungen: Wann zum Arzt?

Wenn Sie vermehrt Wassereinlagerungen in den Beinen haben oder Sie an der betroffenen Stelle starke Schmerzen verspüren, die Haut sich bläulich oder rötlich verfärbt und noch weitere Beschwerden wie Fieber und Atemnot bekommen, sollten Sie unverzüglich einen Arzt aufsuchen, um die genaue Ursache feststellen zu können.

Wassereinlagerungen in den Beinen loswerden: die besten Tipps

Die Behandlung richtet sich abhängig von der Ursache Ihres Ödems.

  • Liegt zum Beispiel eine Erkrankung zugrunde, gilt es diese zu behandeln.
  • Ansonsten kann das Tragen von Kompressionsstrümpfen hilfreich sein und die Schwellungen reduzieren.
  • Regelmäßiges Hochlagern der Beine wird von Ärzten ebenfalls empfohlen.
  • Um Ihre Venenpumpe zu stärken, sollten Sie sich regelmäßig bewegen. Gezielte Venengymnastik sorgt für eine Aktivierung der Muskel-Venen-Pumpe.
  • Versuchen Sie sich vor allem salzarm zu ernähren, denn Salz bindet Wasser im Körper. Um dem vorzubeugen, sollten Sie daher auf frische und unverarbeitete Lebensmittel setzen. Fertigprodukte erhalten in der Regel viel Salz.

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Video: Wassereinlagerungen in den Beinen – 5 Tipps gegen schwere Füße

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