Schneller einschlafen: 5 Einschlaftipps, die wirklich helfen

Schneller einschlafen: 5 Einschlaftipps, die wirklich helfen

Alle Schäfchen durchgezählt und das Kissen zum sechsten Mal gewendet? Durchschnittlich 15 Minuten braucht ein Mensch zum Einschlafen. Doch manche Nächte sind wie verhext und das Einschlafen klappt nicht. Es kommt zu Einschlafproblemen – trotz Müdigkeit. Was tun? Wir haben fünf Einschlaftipps, die Ihnen sofort beim Einschlafen helfen können.

Wer nachts kein Auge zubekommt, ist am nächsten Tag oft wie gerädert. Der Schlafentzug macht mürbe und belastet die betroffenen Personen erheblich. Diese 5 Tipps können beim Einschlafen helfen.

Schneller einschlafen: 5 Einschlaftipps mit Sofortwirkung

1. ASMR-Videos anschauen

ASMR ist ein relativ junger Trend in Deutschland. Erstmals tauchte der Begriff um das Jahr 2009 im Internet auf. Die englische Abkürzung steht für „Autonomous Sensory Meridian Response" (zu Deutsch: „unabhängige sensorische Meridianreaktion"). Klingt erst einmal kompliziert. Doch dahinter steckt für viele Entspannung pur – und zwar auf Knopfdruck. ASMR-Videos sind vorrangig auf YouTube zu finden. Dabei dreht sich alles um das perfekte Hörerlebnis: Mikrofone werden gestreichelt, es wird geflüstert, geknistert, geraschelt oder mit den Fingern auf Buchrücken geklopft. Alles Trigger, die sogenannte „Tingles“ auslösen sollen – ein angenehmes Kribbeln auf der Haut oder dem Kopf. Manche Zuschauer berichten von regelrechten „Gehirnorgasmen“. Einige dieser Einschlafvideos sind mehrere Stunden lang und werden teils millionenfach geklickt. Für viele ein Garant schneller einschlafen zu können. Und: Auch die Wissenschaft bestätigt einen physiologischen Effekt von ASMR. Einer aktuellen Studie zufolge können ASMR-Videos sogar Angstzustände reduzieren.

2. Frische Luft reinlassen

Zugegeben – nicht neu, aber wirksam: Lüften. Wer vor dem Schlafengehen für fünf bis zehn Minuten kräftig durchlüftet, schläft meist besser ein. Stickige Luft hingegen kann zu Kopfschmerzen führen und einen unruhigen Schlaf verursachen. Zu warm sollte es ohnehin nicht sein. Laut Experten ist eine Temperatur von 15 bis 17 Grad Celsius im Schlafzimmer optimal.

3. Einschlafprobleme mit Apps bekämpfen

Meditations-Apps können dabei helfen, Körper und Geist bewusst zu entspannen, beispielsweise mittels autogenem Training – eine wissenschaftlich anerkannte Entspannungs-Methode. Andere Schlaf-Apps wiegen ihre Nutzer mit speziellen Traumgeschichten in den Schlaf. So unternimmt der Hörer etwa Fantasiereisen ans Meer oder besucht ferne Inseln. Die Apps sind in der Regel schnell installiert und leisten gezielte Hilfe beim Einschlafen. Viele kostenlose Funktionen bietet unter anderem die Meditations-App „Calm“.

4. Kissensprays verwenden

Düfte haben eine starke Wirkung auf den Menschen. Schließlich kommen Gerüche unmittelbar im Gehirn an – ohne Umwege. Kissensprays mit besonderen Duftnoten können eine beruhigende Wirkung haben und das Einschlafen erleichtern. Auch ätherische Öle von Bergamotte oder Melisse können helfen, Probleme beim Einschlafen zu lösen. Zwei bis drei Sprühstöße auf das Kopfkissen reichen aus, um für direkte Entspannung und wohlige Träume zu sorgen.

5. Den Kopf frei schreiben

Zu guter Letzt ein besonders effektiver Tipp gegen Einschlafprobleme: Alle Gedanken, die einen wachhalten, aufschreiben. Innere To-do-Listen zu Papier bringen und das Gehirn somit entlasten. Der Griff zum Stift kann wahre Wunder wirken. Vielen fällt das Einschlafen unmittelbar danach leichter.

Schlafprobleme: Wann sollten Sie zum Arzt?

Manchmal helfen auch die besten Einschlaftipps nicht. Wer länger als vier Wochen Probleme beim Ein- und Durchschlafen hat, sollte einen Arzt aufsuchen. Denn: Gesunder Schlaf in ausreichenden Mengen ist essenziell für unsere Gesundheit. Etwa 7,5 Stunden pro Nacht sollten es sein, empfehlen Schlafforscher. Dauerhafter Schlafmangel ist eine extreme Belastung für den Menschen. Laut der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) leiden circa sechs Millionen Deutsche unter chronischen Schlafstörungen. Die Ursachen sollten immer ärztlich abgeklärt werden. Eine erste Anlaufstelle kann zum Beispiel der Hausarzt sein.

Übrigens: Die meisten Deutschen gehen zwischen 22 und 23 Uhr ins Bett. Das hat eine Schlafstudie der Techniker Krankenkasse ergeben. Feste Schlafenszeiten können zusätzlich dabei helfen, Schlafprobleme zu lindern.

Video: Militär-Trick – So schlafen Sie in 2 Minuten ein

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